Was bedeutet in der Redensart "Mit Fug und Recht" das Wort "Fug"?

2 Antworten

Mit Fug und Recht...sind wir von einer Sache völlig überzeugt, haben keinerlei Zweifel, daß wir im Recht sind.
Hier handelt es sich um ein sogenanntes »Hendiadyoin«, eine Zwillingsformel: Das »Recht« kennt jeder, das mittelhochdeutsche »vuoc« bedeutete »etwas, das erlaubt ist«.
»Fug« kennen wir heute nur noch in der »Befugnis«; etwas, das nicht erlaubt ist, ist der immer noch weitverbreitete »Unfug«...
Der deutsche Aphoristiker Werner Mitsch (1936-2009) fragte dazu einst: »Wußten Sie schon, daß Unfug und Unrecht mit Fug und Recht bestraft werden?«

http://etymologie.tantalosz.de/m.php

„Sinn“, „Schicklichkeit“ Es stammt vom mittelhochdeutschen vuoc und bedeutet(e) ursprünglich Recht, Zuständigkeit (Wahrig, Etymologisches Lexikon). Interessanterweise ist die Negation dieses Wortes, also Unfug, im deutschen Sprachgebrauch um ein Vielfaches häufiger in Gebrauch, als eben die Normalform Fug. Im Alltag findet es meist nur als Wortbestandteil (z.B. in Befugnis) und in der Redewendung „mit Fug und Recht“ (eigenlich also ein Hendiadyoin) Verwendung. Synonyme: Berechtigung, Sinn, Schicklichkeit, Sitte, Brauch

DH!

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@pjakobs

im übrigen würde ich vermuten, daß der Begriff "sich einfügen" und damit mittelbar auch die Fuge (im technischen Sinne) damit verwandt sind. Die musikalische Fuge könnte als "schickliches Werk" etymologisch näher am Ursprung sein.

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@pjakobs

Der musikalische Begriff "Fuge" kommt allerdings von lat. "fuga"= Flucht. Die einzelnen Stimmen "flüchten" sozusagen kontrapunktisch durch verschiedene Tonarten zur Ausgangstonart, zum Finale.

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perfekt

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