warum zwitschern Vögel nur im Sommer und nicht im Winter?

9 Antworten

Im Wesentlichen hat es Andrastor dargestellt. Man muss aber von Art zu Art differenzieren.

Das Rotkehlchen singt zum Beispiel auch im Winter. Meines Wissens ist es die einzige Art, die das macht.

Es gibt Herbstgesänge der Vögel, zum Beispiel beim Zilpzalp. Der fängt aus mir unbekannten Gründen im Herbst wieder mit seinem "zilpzalpzilpzalp" an, bevor er in den Süden fliegt.

Die meisten Vögel singen aber von Mitte März bis etwa Pfingsten oder Sommersonnenwende ihren Balz- und Reviergesang sehr ausführlich am Morgen und am Abend. Kontakt- und Warnrufe, die das ganze Jahr über zu hören sind, sind meist sehr kurz.

Vogelgezwitscher dient 3 Zwecken:

1.) Paarungsrufe. Sprich die Vögel versuchen potentielle Partner anzulocken.

2.) Reviermarkierungen. Die Vögel versuchen anderen mitzuteilen dass wenn man sie hören kann, man sich in ihrem Revier befindet.

3.) Artgenossen finden und informieren. Also Rufe die von "ich bin hier, wo bist du?" bis zu "Achtung der Wald brennt" alles bedeuten können.

Die intensivsten und lautesten Rufe sind unter Punkt 1. Das sind die typischen Frühlings- und Sommergesänge der Vögel. Sobald zu Ende gebrütet wurde und der Winter naht, hören diese Rufe auf, denn warum sollte man gerade in der gefährlichsten Jahreszeit Junge in die Welt setzen?

Zusätzlich ziehen über den Winter einige Vogelarten in den Süden, weshalb man sie bei uns nicht mehr hört.

Im Winter haben die nix zu zwitschern. Da geht es ums Überleben.

Sobald die Tage länger werden, erwachen die Frühlingsgefühle. Da muss man sich bemerkbar machen, sonst bleibt man über.  Also singt man, was das Zeug hält. 

Im Gegensatz dazu: Greifvögel sieht man in meiner Umgebung fast nur im Winter. Da sitzen sie fast auf jedem Baum am Straßenrand. Im Sommer... verschwunden.

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