Warum wird Friedrich Hölderlein als Außenseiter bezeichnet?

5 Antworten

Hölderlins Werk ist in keine Epoche einzuordnen, wie etwa die Werke Goethes und Schillers, die teils dem Sturm und Drang, teils der (Weimarer) Klassik zugerechnet werden . Hölderlin – heißt es oft – gehört zum Umkreis von Klassik und Romantik. Insofern ist er wie Kleist ein Außenseiter. Übrigens waren beide auch im Leben krasse Außenseiter. Le „pauvre Hölderlin“ hieß es immer, und auch Kleist konnte nirgends Fuß fassen.

Auch der Mensch Hölderlin war sehr exzentrisch. Er lebte wohl Jahrzehnte in einem Turm und war- glaubt man dem Wissenschaftler Hergemöller- homosexuell. Wohl finden sich in seinem Werk und Leben Beispiele dafür. In der deutschen Literatur gibt es drei Heroen- das sind Goethe, Schiller und Heine. Alle anderen, mögen sie noch so groß und bedeutend sein, schaffen es nicht, diesen nur annähernd Konkurrenz zu machen. Selbst Leute wie Wieland, Klopstock und Hölderlin- Leute mit dem Format zumindest eines Goethe- schafften es nicht zu Superstars zu werden. Hölderlin ist der leise Vertreter der deutschen Literatur. Das muss nicht immer schlecht sein, ist aber im Medienbetrieb, wo Leute wie Goethe und Schiller zu "Stars" gemacht werden, eher nicht hilfreich.

Da interessiert sich angeblich Jemand für einen bestimmten Autoren, und schreibt nicht mal dessen Namen richtig?  Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass auf dieser Seite EINIGE  Fakes kursieren...

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