Warum wird ein Lichtschalter nicht geerdet?

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8 Antworten

Der Schutzleiter verhindert dass ein Potential gegen Erde aufgebaut werden kann. Der Schutzleiter hält das Potential der anfassbaren metallteile mit Gewalt auf Null so dass man keine Berührungsspannungen haben kann. Der meistens sehr heftige Fehlerstrom lässt dann die Sicherung auslösen.

Es müssen nur Metallteile geerdet werden die berührt werden können und die direkt mit Stromführenden Teilen zu tun haben.

Bei einem Schalter ist das Metall aber durch die Abdeckung nicht zugänglich und der Metallkäfig des Schalters hat nichts mit dem Innenleben des Schalters zu tun. Das Plastikgehäuse des eigentlichen Schalters dient hier als Schutzisolierung. Da der Schalter in der Wand eingebaut ist, ist nicht davon auszugehen dass der Schalter durch Gewalteinwirkung zerbricht und Strom auf den Metallkäfig gelangen kann. Und wer einen zerdepperten Schalter einbaut bzw. anfasst ist selbst schuld!

Es gibt zwei verschiedene Grundgedanken.

der erste ist: alles sollte geerdet werde, , um bei Berührungen keinen Stromschlag zu bekommen. Hiebei wird davon ausgegangen, dass diese Metallteile irgendwie mit einer gefährlichen Spannung in Berührung kommen könnten. So etwas sollte aber nur bei Fehlern, Unfällen , Unachtsamkeiten ... auftreten.

der zweite ist: alle Metallteile, die normalerweise nicht mit nicht gefährlichen Spannung in Berührung kommen können sollten nicht geerdet werde, denn wenn eine Person irgendwie z.B. mit einer 230V-Phase in Berührung kommt, ist das nicht unbedingt mit einer Gefahr verbunden. Die Entsteht erst, wenn diese Person gleichzeitig mit "Erde" in Berührung kommt. Wenn es also keinen offenen Schutzleiteranschluss (also keine "Erde" ) gibt, dann ist diese Gefahr geringer.

Also: Gerätegehäuse erden, den Schraubstock nicht, auch nicht den Rahmen eines Schalters....

Es sterben jährlich ca. 0 Menschen durch einen Stromschlag am Schalter, deshalb wird der nicht geerdet zumal er durch die Abeckung isoliert ist. Wenn Feuchtigkeit eintritt und sich ein Wasserfilm nach aussen bildet ist die Isolierung nicht mehr gegeben.

So ist das übrigens mit vielem in Deutschland. Erst wenn es genug Wildunfälle auf einer Strasse gibt, wird ein Schlid aufgestellt.

In der Physik nennt man das auch ein "Kausales System".

Die elektrisch aktiven Elemente (Kontakte, Anschlüsse) eines herkömmlichen Schalters befinden sich in einer Basisisolierung und gelten daher als schutzisoliert. Für diese Schutzklasse (II) ist kein Schutzleiteranschluß notwendig.

Wenn Du Deine Lichtschalter ohne Abdeckung betreibst, dann ist die Anmerkung gerechtfertigt. Normalerweise verschwindet aber der Metallrahmen unter einer Kunststoffabdeckung. Und damit kann nichts mehr passieren.

Hallo, es ist so, dass JEDES Gerät geerdet sein muss, mit der Ausnahme der schutzisolierten Geräte und dazu gehören die Schalter.

Der Lichtschalter hat üblicherweise eine Klemme für das Erdungskabel, das gelbgrüne. Daran ist der Rahmen auch angeschlossen. Fehlt dies, dann stellt sich die Frage, welcher Schlumpf die Elektroinstallation gemacht hat.

hauseltr 19.09.2011, 13:55

Kein Lichtschalter hat einen Schutzleiteranschluß. Normalerweise wird zu einem Lichtschalter (Wand) von einer Verteilerdose ein Kabel Phase (P) zum Schalter gelegt und zurück zur Dose zur Weiterleitung zur Lampe gelegt.

Bei einem Schalter mit einer Wechselschaltung werden zwei Kabel zurück zur Verteilung (oder dem Verbraucher) gelegt.

Von der Dose zum Schalter legt man normalerweise ein schwarzes Kabel, zurück ein oder zwei braune Kabel.

Schwarz und/oder Braun sind die Kennfarben für die Phase (P), also stromführend.

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guenterhalt 19.09.2011, 15:23
@hauseltr

ganz so richtig ist das nicht. Feuchtrauschalter haben schon eine Klemme für einen Schutzleiter, der aber nur deine Durchschleif-Funktion hat.

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wollyuno 19.09.2011, 15:23

@centauri,den lichtschalter mit E-kontakt möcht ich sehen,in der normalen hausinstallation gibts keinen

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