Warum Unterschiede zwischen Film und Buch?

6 Antworten

alleine schon so etwas wie die Beschreibung einer Szene. Es gibt Bücher, bei denen genau auf eine Szene eingegangen wird. Da heißt es dann so was wie

"An der Wand hing ein Kalender vom Vorjahr. Eine der Glühbirnen flackerte. Auf dem Boden lag eine Leiche in einer Blutlache. Kommissarin Bauer kam direkt von einem Cocktailempfang und trug ein Abendkleid."

So baut man Atmosphäre auf.

Das kann man im Film zwar darstellen - aber ob es der Zuschauer auch so wahr nimmt? Der sieht dann vielleicht nur die Kommissarin im tief ausgeschnittenen Abendkleid und den Rest sieht er nicht.

Außerdem hat er Zuschauer nur wenige Sekunden, um das alles zu sehen.

was ich noch vergessen habe: die Gedanken einer Person kann man auch nicht unbedingt so leicht darstellen. Man könnte sie zwar laut aus dem "off" aussprechen lassen, aber so was geht auch nicht immer.

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Weil viele Zuschauer keinen Sinn für Dialoge haben, keinen Sinn für eine Geschichte.

Nehmen wir mein Hassbeispiel. Der Hobbit ist ein gutes Buch - ich mag es. Aber für Hollywood haben sie da deutlich mehr Elbensezenen reingedichtet und eine unmögliche Lovestory, wohl weil sie sonst nicht das übliche Hollywoodklientel hätten anlocken können - für jeden jetzt plötzlich was dabei - außer für Fans des Buches und anspruchsvolle Menschen - aber die füllen eh keine Kinosäle oder kaufen mehrfach überteuertes Popcorn. Außerdem mussten sie ja aus 300 Seiten Buch irgendwie 3 Filme machen. Sie haben es also aus reinen Verkaufszwecken völlig kaputt gemacht.

Der 0-18-15 Zuschauer steht nun mal auf "BummBumm" und nicht auf lange Dialoge - was wiederum in Büchern umgedreht ist.

Filme sind nur oberflächliche Verfilmungen der Film-geeigneten Ausschnitte des Buchs.
Ein Großteil dessen, was gute Autoren in ihren Büchern mit Worten wunderbar ausdrücken können, lässt sich halt im Film nicht abbilden.
Deshalb ist ein Film niemals so gut wie das Buch.

Ich gebe dir zwar recht, aber in bestimmten Ausnahmefällen ist ein bestimmter Film schon annähernd so gut wie das Buch.

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Weil ein Buch und ein Film zwei völlig unterschiedliche Medien sind, die unterschiedliche Mittel verwenden um Dramatik zu erzeugen. Was sich geschrieben toll liest und spannend und faszinierend ist, funktioniert in einem Film nicht zwingend und umgekehrt genauso.

So müssen für eine Verfilmung einige Szenen geändert werden, damit sie als Film die richtige Stimmung und Dramatik rüberbringen.

Viele Fantasy - und Science Fiction Romane sind zu komplex, deswegen kann man das Buch nicht 1 zu 1 verfilmen.

Viele Fantasy - und Science Fiction Romane sind zu komplex, deswegen kann man das Buch nicht 1 zu 1 verfilmen.

Was man in dem Zusammenhang auch erwähnen kann: selbst mit den heutigen Mitteln (Computeranimationen) gibt es Bücher, die unverfilmbar sind. Wenn man jetzt mal überlegt, wie es vor 50, 60 und mehr Jahren aussah, als die Technik noch nicht so weit war ... da gab es noch mehr Filme, die vom Buch deutlich abwichen.

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@Saturnknight

Ich sehe das ein bisschen anderes. Man kann ja heutzutage ganze Welten am PC erschaffen wie z.B. in Avatar oder Star Wars. Also gibt es das Wort unverfilmbar aus meiner Sicht nicht mehr ! Ich fand es auch toll was Regisseur Peter Jackson aus Herr der Ringe gemacht hat obwohl Herr der Ringe lange als unverfilmbar galt.

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@healey

ok, lassen wir uns mal überraschen was die Filmindustrie so in der Zukunft veröffentlicht. Zur Zeit werden ja leider viele alte Klassiker als Remake neu rausgebraucht (und in der Regel sind die Remakes schlechter als die alten Klassiker)

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