Warum sind in Südkorea und Japan die Selbstmordraten so hoch?

8 Antworten

Es gibt natürlich mehrere Gründe, aber als Hauptgrund könnte man den Erfolgsdruck nennen. Der wird schon seit Kindesalter einem eingetrichtert. Wer nicht zu den Top 3-Unis kommt hat kaum Chancen später in der Wirtschaft bei den begehrten Unternehmen eine Arbeitsstelle zu bekommen. Darum heißt es schuften, schuften und schuften.

Ich persönlich war mal "nur" für zwei Monate auf einer "normalen" Highschool (damals 11 Klasse). Offiziell war Unterricht von 7:45 bis 18:00 Uhr, aber aufgrund des Lerndrucks den man in den letzten zwei Jahren auf der Highschool hatte, war man schon bereits um 6:00 morgens in der Schule bis 23:35. Und das ungelogen jeden Tag - Ja auch Samstags und Sonntags und in den Ferien.

Später sieht es im Berufsleben auch nicht besser aus. Meine Mutter z.B. hat bis zu Ihrer Pensionierung jeden Tag mindestens 12 Stunden gearbeitet. Auch am Wochenende. Offiziell hatte Sie 28 Urlaubstage im Jahr - effizient hat Sie 2-3 Tage Urlaub genommen. Die Angst von einem frischen Uniabsolventen ersetzt zu werden war einfach zu groß.

Jetzt kannst du dir natürlich vorstellen, wer sein ganzes Leben lang so arbeitet - Kein Work-Life-Balance - da ist Burnout vorprogrammiert. Und "Burnout" ist in diesen Ländern keine wirklich akzeptierte Krankheit in der Gesellschaft.

Alles in allem kann man sagen: es ist ein gemachtes Problem von der Gesellschaft.

entschuldigung, darf ich fragen, deine beschreibung stammt jetzt aus korea (und nicht aus japan) oder? nur so aus interesse :)

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Ich denke zum einen weil der Selbstmord z. B. in Japan (Harakiri) gesellschaftlich eher akzeptiert wird, also eine "realistische Option" darstellt und zum anderen weil dieser wirtschaftliche Erfolg durch sehr viel Druck, Stress und Disziplin erzwungen wird.

Wenn man sich schon alleine das Schulsystem in Japan anguckt, bei dem die Schüler bis zum späten Abend in der Schule sein müssen. Oder der Grund weswegen so viele Japaner immer wegen ihrer vielen Fotos belächelt werden, die sie meistens im Ausland machen. Die meisten dort machen wohl nur ein mal im Leben einen großen Urlaub und genießen den erst wenn sie wieder zu Hause sind und sich die Fotos angucken. Während dem eigentlichen Urlaub hetzen sie nur von einem Ort zum nächsten um so viel wie möglich mitzunehmen...

Da denkt man doch irgendwann über Harakiri nach ;)

Das stimmt. Ich meine sogar mal gehört zu haben, dass es in Japan nicht so unüblich ist manchmal am Arbeitsplatz zu übernachten...

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das stimmt die Mentalität ist in diesen Ländern ganz anders, die Anforderungen an Studenten/Schüler ist extrem hoch, was auch vor allem in Korea zurzeit sehr kritisiert wird..

ich selbst kenne einen Japaner, der in seinem Auslandsjahr jeden Tag hart gearbeitet/gelernt hat (während die meisten Austauschstudenten viel gereist sind, gefeiert haben usw.), dann in den Ferien ist er sofort nach Japan zurückgeflogen, hatte dort drei Nebenjobs und auch noch Chinesisch gelernt nebenbei.. 

sobald er dann ein, zwei Tage mit seinen Freunden verbracht hat, hat er sich gleich schlecht gefühlt und gesagt, er verschwendet sein Leben .. wenn man mit so einer Einstellung erzogen wird, wundert es mich nicht, dass die Anforderungen an sich selbst (und von außen) viel zu hoch sind und sich deshalb viele in den Selbstmord stürzen...

deshalb, Nein zu diesen zu harten Systemen!

https://youtube.com/watch?v=mmgxPLLLyVo

Kriminalität in anderen Ländern?

Guten Abend,

meine Frage wäre, wie hoch die Kriminalitätsrate in Ländern wie Südkorea, Japan oder Norwegen ist? Wenn es geht bitte mit Quellen Angabe.

Und ob es in diesen Ländern ein anderes Verständnis gegenüber Kriminalität gibt, gerne auch aus persönlichen Erfahrungen. Sprich das sie Diebstahl oder auch andere Vergehen schwerwiegender sehen als wir hier in Deutschland.

Mfg

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Singen sie live?

https://youtu.be/8YpVt43Aqvk

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Warum verhalten sich so viele Mädchen so (Südkorea)?

Also, ich selbst interessiere mich sehr für Südkorea, aber nicht wegen den "Kpop Stars/Idols" dort, sondern wegen der Kultur, der Sprache, dem Essen usw, ich lerne gerne die Sprache und koche auch gerne koreanisch, allgemein beschäftige ich mich gerne mit anderen Kulturen, aber ich kriege oft mit, wie Mädchen in meinem Alter "verrückt" nach Südkorea sind wegen den Stars dort, sie sind dermaßen "blind" vor "Liebe", aber woher kommt das? Die sagen immer die wollen nach Südkorea und sich dort einen koreanischen Mann suchen, aber ist das nicht etwas kindisch? Ich meine, nicht alle dort sind wie ihre lieblings "Stars", so ähnlich ist es ja mit Japan auch, warum bzw wie/ was denken sich diese Fans dabei? Meistens kennen sie die Sitten/Kultur und die "Probleme" dieser Länder nicht, also wieso sind sie so besessen davon? Es wäre toll hier ein paar hilfreiche Antworten zu bekommen.

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sind asylanten nur an europa interessiert?

mir ist aufgefallen, dass asylanten(aus arabischen ländern) sich größtenteils in europa befinden. wieso will niemand von denen nach china, russland oder beispielsweise japan? südkorea? und viele andere länder? warum europa? oder irre ich mich vllt?

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Wieso "fürchten" China und Russland nicht Nordkoreas Atombombe?

Ja, ich weiß, dass aus Chinas Sicht vieles gegen einen Zerfall von Nordkorea spricht. Aber müsste China und Russland nicht auch in Sorge sein, dass Kim in der Region (Japan, Südkorea...) eine Atombombe einsetzt, die dann auch China und Russland beeinträchtigt? Müssten diese Länder nicht aus Eigeninteresse stärker gegen Nordkorea vorgehen?

Danke!

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DAAD Jahresstipendium für Graduierte (Japan)?

Hallo an alle

Ich möchte mich für das "Jahresstipendium für Graduierte" beim DAAD bewerben. Zielland ist Japan. Der Bewerbungsschluss ist der 31. März, also nicht mehr viel Zeit. Folgende Dinge habe ich schon vorbereitet: Lebenslauf, beglaubigte Zeugnisse, Motivationsschreiben. Mein "Forschungsvorhaben" ist so gut wie fertig. Ich war auch vorher schon mal mit einem Stipendium des Außenministeriums ein paar Wochen in Japan und habe mir zwei Unis in Tokio angesehen. Ich gebe bei der Bewerbung dann auch an, dass ich eine dieser Unis und die entsprechende Fakultät für meinen Studiengang dort präferieren würde. Den Sprachnachweis füllt mein Lehrer gerade noch aus und ich habe auch schon einen Betreuer, der mir ein Empfehlungsschreiben schreiben kann.

Nun aber folgende Probleme/offene Fragen:

1.) Die Angaben zum Programm auf der Seite des DAAD sind sehr vage. In diversen anderen Foren steht zum Beispiel, man bewirbt sich im Rahmen dieses Stipendiums für einen Master im Ausland, den man dann vollständig dort absolviert. Ich bin allerdings schon in einem Master hier in Deutschland (Wirtschaftswissenschaften, Chinesisch und Japanisch im Nebenfach). Zum Stipendienantritt hätte ich die ersten 3. Semester absolviert und würde das Jahr in Japan nutzen, um dort meine Masterarbeit zu schreiben (Thema im Bereich Wirtschaftsbeziehungen im ostasiatischen Raum) und mich dort bei den Wirtschaftswissenschaften in ein paar Vorlesungen zu setzen und die Sprache zu vertiefen. Passt das überhaupt zum Programm "Jahresstipendium für Graduierte"? Vorteil für den DAAD wäre ja, dass mein Forschungsvorhaben auch wirklich umgesetzt wird, denn ich muss die Masterarbeit ja schreiben. Bei den meisten Bewerben sei die Forschungsarbeit eher Formsache bzw. Vorwand und wird dann nicht umgesetzt, sagt mein Betreuer.

2.) Wie gut müssen meine Sprachkenntnisse sein? Bis zum Stipendienantritt habe ich fünf Semester Japanisch im Nebenfach gelernt. Es ist nicht schlecht, aber auf diversen Seiten im Internet steht man soll an einem regulären Studienprogramm teilnehmen (wie japanische Studierende). Das erscheint mir dann doch etwas utopisch, zumindest in den ersten Monaten in Japan

3.) Mein Betreuer meinte, auf der Seite des DAAD steht zwar, dass man nur ein Empfehlungsschreiben bräuchte, in Wirklichkeit braucht man aber zwei (und das schreiben die nicht hin, weil sie so schon viele Bewerber aussieben können). Stimmt das?

4.) Ich soll mich bis Stipendienantritt in einem Jahr selbstständig an einer Uni einschreiben. Am besten schon vor der Bewerbung, aber das wird jetzt nicht mehr funktionieren. Mein Betreuer meinte, der DAAD hat eigentlich eine Reihe von Universitäten, die er präferiert und mir dann nach der Bewerbung vorschlägt. Aber online gibt es dazu keine Informationen.

Entschuldigung für den langen Text. Vielleicht gibt es jemanden, der mir helfen kann

Danke im Voraus und liebe Grüße

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