Warum muss man bei pferden alles auf der linken seite machen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die HDV 12 ist die Heeresdienstvorschrift von 1912. Sie regelte, wie Soldaten ihr Pferd ausbilden und reiten sollten. Damals war Reiten fest in der Hand des Militärs. Und Soldaten hatten beim Reiten ein Handicap. Sie trugen den Degen auf der linken Seite des Körpers. Logisch, denn die meisten Soldaten waren Rechtshänder und konnten so den Degen im Kampf schneller ziehen. Damit ergab sich allerdings beim Aufsitzen ein Problem. Hätten sich die Soldaten von der rechten Seite dem Pferd genähert, müssten sie das linke Bein über den Pferderücken schwingen. Da aber hing der unhandliche Degen und die Gefahr sich selbst oder das Pferd zu verletzten war zu groß. Also legt die HDV 12 das Aufsteigen von der linken Seite fest.

Schade, warst mal wieder schneller! Am Degen liegts!

0
@reiterhexe

;o) ich bin auch immer zu langsam...aber die Antwort triffts wieder mal genau, vielleicht noch zu erwähnen das man heute von beiden Seiten ans Pferd geht und von Beiden Seiten arbeiten sollte und auch aufsteigen sollte.

0

Also das hat damit zu tun, dass das früher immer so gemacht wurde und das wurde einfach immer weiter übernommen. Man muss es aber heutzutage nicht mehr so machen es ist sogar besser wenn man auch mal von der anderen Seite aufsteigt oder absteigt und beim putzen is es sowieso egal :) Es wird einem zwar so beigebracht aber grundsätzlich ist es egal man sollte ein Pferd auch nicht nur auf der linken Seite führen vorallem bei der Bodenarbeit das mal trainiren, weil sich dann viele Pferde irgendwann nicht mehr von rechts führen lassen (ist ziemlich nervig kenne ich leider zu gut :/) Es ist halt einfach eine gewohnheits sache und ich glaube das ich auch schon gar nicht mehr von rechts auftrensen könnte da ich es schon immer von links mache und es dementsprechend auch gewöhnt bin

Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier wie man so schön sagt ;)

Ob man beim striegeln links beginnt oder rechts ist nach meiner Meinung unwichtig - hauptsächlich alles wird gestriegelt. Da ich heute meist meinen Säbel zu Hause lasse steige ich ab und zu auch einmal von rechts auf. Ist jedesmal für das Pferd ungewohnt (schaut dann etwas seltsam drein) als auch für mich - ich halte es jedoch zum Ausgleich der Extrembelastung beim Aufsteigen ganz gut zu wechseln. Das alles ist jedoch für absolute Anfänger eigentlich kein echtes Thema: Als Anfänger sollte man sich an die in vielen Büchern und sicherlich auch vom Reitlehrer vorgegebene Reihenfolge bei allen Pferdehandlungen halten - so vergißt man nicht einen Huf auszukratzen oder sonst etwas. Ansonsten ist es eigentlich egal ob rechts oder links... Ach ja - und einen Unterschied gibt es doch: die Links- und Rechts-Wahrnehmung der Pferde - die ist definitiv unterschiedlich. Das wäre aber eine extra Sache und führt hier wohl zu weit.

Jup, das ist definitiv richtig. Praktiziere ich auch so!

0
@maccis

Ich versuche nur dann von der re. Seite aufzusteigen wenn mich definitiv keiner sieht...lach...das mit dem ungewohnt kenn ich auch, ich glaub mein Pferd lacht sich sogar heimlich einen wenn ich das mache

1

Was möchtest Du wissen?