Warum ist es für einen Elektromotor schädlich, ihn dauerhaft mit niedrigerer Drehzahl zu fahren?

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9 Antworten

Wenn Du bei einem Drehstrommotor dauerhaft 1500 U/min benötigst, so macht es Sinn, wenn Du einen mit 6 Wicklungen nimmst. Das erspart Dir auch den Frequenzumrichter.

Das Thema Drehstrommotor ist aber sehr komplex. Je nach Leistung und Anwendung könnte eine Stern-Dreieck-Schaltung für den Anlauf notwendig sein. Ebenso wäre ein Dahlandermotor bei zwei Drehzahlen (3000/1500 U/min) und zwei Drehrichtungen denkbar.

All dies lässt sich dann - je nach Leistung - über Nockenschalter oder eine Schützschaltung realisieren.

Einen leistungsstarken Motor mit angegebenen 3000 U/min würde ich jedenfalls nicht dauerhaft bei halber Drehzahl über einen Frequenzumrichter laufen lassen. Man sollte bei einer Drehzahlregelung schon einen Motor auswählen, welcher in seiner vorgegebenen Drehzahl knapp über der erforderlichen Drehzahl liegt.

Alles andere sorgt nur für übermäßige Erhitzung und vermeidbare Verlustleistung.

Was die Überhitzung als solche betrifft: Ein Motor mit integriertem Überhitzungsschutz ist klar im Vorteil. Wenn die Belüftung nicht ausreicht (z.B. durch abgelagerten Staub), so schaltet der Motor selbsttätig ab.

Für den Überstrom bei stillstehendem Motor oder "Schräglast" bei ausgefallener Phase widerum schaltet man Motorschutzschalter oder -relais vor. Diese sorgen dafür, dass die Wicklungen nicht durchbrennen.

Ein Dauerbetrieb in diesem Drehzahlbereich ist nicht schädlich für den Motor. Mit sinkender Drehzahl steigt jedoch der aufnehmende Strom (bei konstantem Drehmoment) und das kann dann irgendwann kritisch für die Windungen des E-Motors werden.

Kommentar von DrEckert
30.09.2016, 07:53

Wegen der höheren Hitzeentwicklung auf die Windungen selbst?

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Moin, wie sagt man so schön "es kommt drauf an" Der Motor wird für einen bestimmten Betrieb ausgelegt z.B. Dauerbetrieb oder Aussetzbetrieb.... Gibt noch mehr. Die eigene Kühlung wird dann so ausgelegt das sie den Motor z.B. Dauerbetrieb bei Nenndrezahl ausreichend kühlt. Hat der Motor mehrere Nenndrezahlen dann wird die Kühlung für die geringste Drehzahl ausgelegt sein. Ich vermute aber das du einen FU benutzt. Hier wird die Frequenz verändert. Jetzt muss man noch wissen das wenn die Frequenz im Motor runter geht wird der Strom größer deshalb muss zwingend die Spannung bei fallender Frequenz geringer werden(das Drehmoment bleibt gleich) Durch die geringere Drehzahl reicht nun die Kühlung nicht mehr aus. Ist dir das Drehmoment in diesen Fall egal kannst du die Spannung weiter absenken dadurch würde der Strom im Motor sinken und die abgegebene Wärme würde auch geringer werden also würde die Kühlung evtl. ausreichen. Wie gesagt es kommt drauf an ;-) Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen sonst frag einfach weiter. MFG Sascha

Durch den verlängerten Stromfluss erhitzen sich die Wicklungen. Bei 1500 U/min sollte das aber nicht gravierend sein.

die drehzahl alleine ist weiter nicht schlimm.was probleme machen könnte ist belastung und erwärmung.am besten ist immer ein motor der im jeweiligen bereich mit voller drehzahl fährt.deshalb hat man getriebe,keilriemen untersetzungen sogar stufenlos

Mit einer externen Kühlung/Lüfter sollte das problemlos möglich sein. Am besten Temperaturgesteuert.

Wenn die Drehzahlregelung richtig ausgeführt und der Motor dafür gebaut ist, wird so ein Betrieb zumindest auf die Dauer unrentabel. Wenn du ihn dauerhaft auf 1 500 U/min fahren willst warum besorgst du dir nicht gleich einen entsprechenden Motor?

Das Problem ist die Kühlung durch die fehlende Drehzahl...

Da kann man durch Fremdkühlung entgegenwirken...

Nein das ist bei Elektromotoren egal.

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