Warum hört man nur negatives vom beruf der krankenschwester?

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6 Antworten

Der Beruf ist schlecht bezahlt. Das mag für dich im Moment keine große Rolle spielen, aber glaub mir, wenn du erst mal eine Familie ernähren musst und du auf das Geld angewiesen bist, verfluchst du deine Entscheidung.

Kinderkrankenschwester, das hört sich süß und goldig an. Der Klinikalltag ist dann aber nicht mehr süß und goldig. Die Enttäuschung, die sich aus der Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit entwickelt, wird groß sein.

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Die Arbeitszeiten können schon die Lebensqualität erheblich herabsetzen. Stell Dir vor, Du hast einen Partner, der irgendwo Schicht arbeiten muss. Kann passieren, dass man sich dann fast gar nicht mehr sieht.

Eine andere Sache ist die Möglichkeit, dass einem Babys, Kinder einfach wegsterben, weil alle ärztliche Kunst vergebens war. Damit muss man erst einmal klarkommen!

Abgesehen davon ist dieser Beruf auf jeden Fall auch Berufung.

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Kommentar von Apfelbaeumchen5
28.12.2015, 21:18

Ich kann damit gut klarkommen wenn ein Mensch stirbt, das geht mich nämlich nichts an. Das gehört nunmal zum leben dazu das sterben. Das ist menschlich.

Jeder stirbt mal egal in welchen Alter. Ist halt dann schade wenn ein Kind stirbt, aber ändern kann man es ja nicht und ich weiß wovon ich rede ich komm eben mit vielen kranken menschen in kontakt darunter auch schwer krebskranke.

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Ich kann dir nur erzählen, was ich von meiner Freundin immer höre, welche schon lange Krankenschwester ist.

Das Schlimmste überhaupt ist mit Sicherheit, dass man in Krankenhäusern chronisch unterbesetzt ist. Meine Freundin kommt oft gar nicht dazu, eine Pause zu machen und in Ruhe zu essen. Zum Vergleich, wenn ich Mittag mache, ist es völlig egal, ob ich 30 Minuten weg bin oder 1,5 Stunden und es spielt auch keine Rolle, wann ich Mittag mache.

Unterbesetzung ist auch der Grund, warum du im Krankenhaus an sehr vielen Tagen einfach nur noch am rotieren bist und von einen Zimmer zum nächsten rennst, nicht wissend, wie du überhaupt noch alles schaffen kannst. Das ist insbesondere für Menschen, welche den Beruf gewählt haben, weil sie gerne mit anderen Menschen zu tun haben und ihnen helfen wollen, ein Schlag ins Gesicht. Den Fakt ist, dass du eigentlich gar nicht mehr auf die Menschen eingehen kannst, es ist schlicht keine Zeit vorhanden. Oft scheint es nicht mal für das nötigste zu reichen. Zum Vergleich: wenn ich mit meinen Kollegen am Nachmittag beschließe, eine Pause zu machen, dann gehen wir in die Cafeteria und entspannen da mal eine Viertelstunde. Und weißt du was? Es ist im Büro nichts ungewöhnliches und auch völlig in Odnung. Erkennst du den Unterschied schon?

Noch ein Vergleich: meine Freundin hilft anderen Leuten aufopferungsvoll. Als Dank dafür wird sie ausgeblutet und bekommt eine schlechte Bezahlung. Von unserer Regierung (Merkel) kommen dann solche Sprüche, wie: "die Flüchtlinge können doch in der Pflege arbeiten". So auf die Art, da muss man doch eh nur den Leuten den Hintern abputzen, also was soll's? Fakt ist, dass meine Freundin schon mit vielen Leuten zusammenarbeitet, die kaum in der Lage sind, die deutsche Sprache zu sprechen. Das erschwert den ohnehin schon stressigen Alltag noch zusätzlich. Von der zusätzlichen Arbeit durch Flüchtlinge mal ganz abgesehen. Und zum Dank darfst du dir dann solche Sprüche von unserer Regierung anhören. Merkst du nun so langsam, welchen Stellenwert bei uns eine Pflegekraft hat und welchen sie eigentlich haben sollte?

Meine Freundin kümmert sich um andere Menschen (völlig egal, wo sie herkommen) und riskiert dafür ihre Gesundheit. Zum Dank wird sie behandelt, wie Dreck. Ich bin ein Egoist und entwickle Software für Unternehmen, damit sie ihren weiter maximieren und weitere Stellen einsparen können und lebe, wie die Made im Speck. Merkst du was?

Vielleicht liegt es ja daran. Man kann nur den Hut vor jedem Menschen ziehen, der dennoch Krankenpfleger wird. Wirklich empfehlen würde ich es nicht.

Und was ich jetzt noch völlig unterschlagen habe, sind die völlig kranken Schichten, die du schieben musst. Härtere Schichtwechsel wirst du sonst nirgends finden.

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Klar kann man am Schichtdienst auch etwas gutes sehen (tue ich auch) aber er hat eben auch seine Nachteile. Wenn du z.B Nachtdienst hast oder Spätdienst hast du viel weniger vom Tag als alle anderen, außerdem kommt dein Tag und Nacht Rhythmus völlig durcheinander und auch Sachen wie gesund Essen werden da Schwieriger. Auch kann das die Beziehung belasten 

Natürlich ist das wichtigste an einem Beruf der Spaß, wenn ich es nicht gerne mache, dann brauche ich es gar nicht zu machen, aber für das was wir leisten, werden wir echt viel zu schlecht bezahlt. Ich meine wir arbeiten Schichten, Feiertage und haben Körperlich sehr schwere Arbeit und trotzdem reicht es bei vielen von uns gerade so. Wie gesagt klar ist Spaß wichtig, aber wenn man am Ende des Monats die Kontoauszüge sieht und sich überlegt das z.B die Piloten streiken weil sie finden sie werden zu schlecht bezahlt, könnte man durchaus heulen...

Du hast sehr viel Verantwortung. Klar der Arzt legt die Medikamente fest, aber verabreichen, vorbereiten und alles andere machst du ja dann. Du kannst ja nicht wegen jeder Kleinigkeit den Arzt rufen und zum Beruf der Krankenschwester (egal ob Kinder oder Erwachsenen) gehört viel, viel, viel mehr dazu, als nur Medikamente zu geben. Immerhin musst du z.B auch wissen wie du zu reagieren hast wenn ein Kind Schmerzen hat, du musst wissen welche Nebenwirkungen die Medikamente verursachen können und richtig reagieren, wenn diese Auftreten usw...

Ich möchte dir den Beruf auf keinen Fall schlecht reden, ich liebe ihn und mir macht er super viel Spaß aber es ist wichtig das du auch die Nachteile erkennst 

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Kommentar von Apfelbaeumchen5
28.12.2015, 21:50

bei Kindern ist es so dass die Ärzte die Medikamenten geben. Also als ich damals aufgrund einer Infusion mit schttelfrost und fieber und übelkeiut reagiert habe sind Ärzte gekommen und diese haben mir dann 3 verschiedene Medikamente per Infusion gegeben. Die Krankenschwestern nicht da die nicht weiter wussten und die Medikamente stark waren.

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Da man eben nicht viel verdient. Und ob der Beruf Spaß macht oder nicht, ist im Leben nicht wichtig. Mit Spaß kannst du keine Miete und andere Dinge bezahlen. Außerdem muss man für den Beruf nicht viel können, darum sind viele unqualifizierte Leute Krankenpfleger. 

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Kommentar von Apfelbaeumchen5
28.12.2015, 21:14

Du weißt schon dass man dafür mittlere Reife braucht oder?

So wenig verdient man dort auch nicht, mehr wie KFZ Mechatroniker.

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Man verdient da wenig.

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