Warum gibt es so viele verschiedene Sprachen?

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12 Antworten

Hallo, der Turmbau von Babel ist natürlich das woran die Christen glauben, eine nette Geschichte. Mehr aber nicht. Also, ich versuch es so kurz wie möglich zu machen. Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika, von da aus wanderten sie in die ganze Welt. Zunächst sprach man eine indogermanische Ursprache, die heute noch versucht wird von von Forschern (den sogenannten "Indogermanisten") zu rekonstruieren. Teilweise ist das sogar gelungen! In den einzelnen Ländern, in denen die Menschen dann einwanderten haben sich aus dieser "Ursprache" erst verschiedene Dialekte ausdifferenziert, später daraus dann eigene Sprachen. Immer wenn eine Menschengruppe mit einer anderen nicht mehr in Kontakt steht, bildet sich über Generation eine eigene Sprache. Zur Lektüre kann ich wärmstes empfehlen "Eine kurze Geschichte der Sprachen" von Tore Janson. Da steht das alles genauer drin: http://www.amazon.de/Eine-kurze-Geschichte-Sprachen-Janson/dp/3827417783/ref=sr11?ie=UTF8&s=books&qid=1227345298&sr=8-1

Natürlich hat es mit dem Turmbau von Babel zu tun.

Bis einige Zeit nach der weltweiten Flut hatte die ganze Menschheit „weiterhin e i n e Sprache [wtl.: „Lippe“] und einerlei Wortschatz“ (1.Mose 11:1). In der Bibel findet man Hinweise darauf, dass die Sprache, die später als „Hebräisch“ bezeichnet wurde, die „e i n e Sprache“ war, die die Menschen ursprünglich gesprochen hatten.

Der Bericht in 1. Mose beschreibt, wie sich ein Teil der nachsintflutlichen Menschheitsfamilie zusammenschloss und sich an einem Werk beteiligte, das dem Gebot, das Gott Noah und seinen Söhnen gegeben hatte, widersprach (1.Mose 9:1). Statt sich auszubreiten und ‘die Erde zu füllen’, beschlossen sie, eine zentralisierte menschliche Gesellschaft zu bilden; sie ließen sich gemeinsam in einem Gebiet nieder, das später als die Ebene von Schinar (in Mesopotamien) bekannt wurde. Offensichtlich sollte dort auch ein religiöses Zentrum mit einem religiösen Turm entstehen (1.Mose 11:2-4).

Der allmächtige Gott wirkte ihrem vermessenen Vorhaben entgegen, indem er ihr gemeinsames Unternehmen sprengte, was ihm durch die Verwirrung ihrer einheitlichen Sprache gelang. Das machte jegliche Zusammenarbeit bei ihrer Aktion unmöglich und hatte zur Folge, dass sie sich in alle Winde zerstreuten. Durch die Verwirrung ihrer Sprache wurde auch eine künftige Entwicklung in die falsche Richtung, und zwar in eine Richtung im Widerstand gegen Gott, gehemmt oder gebremst. Denn dadurch wurde sowohl das Zusammenwirken der geistigen und körperlichen Kräfte der Menschheit zur Verwirklichung ehrgeiziger Pläne eingeschränkt als auch die Auswertung des gesammelten Wissens (kein von Gott, sondern durch menschliche Erfahrung und Forschung erlangtes Wissen) der verschiedenen Sprachgruppen erschwert.
Obwohl durch die Sprachverwirrung also ein bedeutender entzweiender Faktor in der menschlichen Gesellschaft entstand, war sie den Menschen eigentlich von Nutzen, da sie die Verwirklichung gefährlicher und schädlicher Ziele hemmte (1. Mose 11:5-9; vergl. Jesaja 8:9, 10). Man muss nur gewisse Entwicklungen in unserer Zeit betrachten, die das Ergebnis des gesammelten weltlichen Wissens und dessen Missbrauchs durch den Menschen sind, um zu erkennen, welche von Gott vorausgesehenen Entwicklungen schon vor langer Zeit stattgefunden hätten, wenn den Bestrebungen in Babel nicht Einhalt geboten worden wäre.

Früher gab es sehr viel weniger Menschen. Daher lebten die "Stämme", wenn man so will, sehr weit verteilt. Unterschiedliche Bräuche und Lebensweisen, unterschiedliche Fortschritte entfernten die Völkergruppen noch mehr voneinander.

So entstanden die verschiedenen Sprachen. Wobei davon aber viele miteinander verwandt sind.

Der Mensch stammt von Affen ab, das kann man nicht nur anhand von genetischen Tests feststellen sondern sogar sehen, wenn man zwei gesunde Augen hat und sich mal einen Menschenaffen anschaut. Vor ca. 2 Mio. Jahren entwickelte sich dann aus einem Nebenzweig der Affen der homo erectus, einer unserer Vorgänger. Aufgrund seiner höheren Intelligenz war er bald in der Lage, Feuer zu erzeugen und somit anderen Tieren überlegen. Einzelne Stämme spalteten sich von der Gruppe ab und begannen von Afrika aus die Welt zu besiedeln. Zu diesem Zeitpunkt kann man noch nicht wirklich von Sprache im herkömmlichen Sinn sprechen, die Verständigung beschränkte sich auf wenige Laute und Gesten. Nach dem Neandertaler, dessen Gebeine in der Nähe von Düsseldorf gefunden wurden, erschien dann der Cro Magno-Mensch auf der Bildfläche (etwa vor 10.000 Jahren), der sich genetisch von uns nicht mehr unterscheidet. Diese Menschen verfügten wohl schon über ein ausgefeilteres Kommunikationssystem, was man an den zahlreichen Höhlenmalerein aus dieser Zeit festmachen kann. Da die verschiedenen Stämme in der ganzen Welt verstreut lebten und es (anders als heute) keine Möglichkeit der weltweiten Kommunikation untereinander gab, differenzierten sich für jeden Stamm unterschiedliche Sprachen heraus: Die indogermanische Gruppe, die Asiatische Gruppe, die Semitische Gruppe (mit Arabisch und Hebräisch) und später dann weiter aus dem Zweig der indogermanischen Gruppe das Latein, das Germanische, Französische, Englische etc.Auf Wikipedia ist das recht schön in einem Chart dargestellt http://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Sprachfamilie Die Ausdifferenzierung in verschiedene Sprachen passiert immer, wenn eine Gruppe über Generationen von anderen Gruppen abgeschieden ist. Noch vor 200 Jahren gab es in der Region um Bayern ein abgelegenes Dorf, dessen Bewohner einen völlig eigenen Soziolekt sprachen, den kein anderer Mensch verstehen konnte. Erst durch die Erfindung des Buchdrucks wurde es möglich, dass viele Menschen eine gemeinsame Sprache wenigstens einigermaßen verstehen. Und wie ist es heute? Unsere verschiedenen Dialekte sind auf dem Rückmarsch, in ganz Deutschland wird eine einheitliche Hochsprache gesprochen, geschrieben und verstanden. Und wie ist es mit Englisch? Was die Grammatik betrifft, gibt es zwar auch eine gemeinsame Hochsprache, dennoch driften Amerikanisches und Britisches Englisch immer weiter auseinander, eben weil die beiden Regionen weit voneinander getrennt sind. Wäre die Möglichkeit der globalen Kommunikation (durch Internet, Radio und Fernsehen) gegeben, hätten wir auch hier in wenigen hundert Jahren wieder 2 völlig verschiedene Sprachen. Briten haben heute schon enorme Probleme z.B. einen Kalifornier zu verstehen, obwohl die Besiedelung Amerikas noch gar nicht sooo furchtbar lange her ist.

Weiterführende Literatur zum Thema: Harald Haarmann, Weltgeschichte der Sprachen

Darüber sind sich die WissenschaftlerInnen bis heute nicht einig, und man weiß daher diese Antwort auch nicht. Sehen wir in das Tier- und Pflanzenreich, so sehen wir, dass es auch dort viele Tausend Arten von Tieren und Pflanzen gibt. So gesehen ist es gar nicht so verwunderlich, dass auch die menschliche Sprache viele Varianten aufweist.

ließ mal 1. Buch Mose (Gen. 11). DIE BIBEL IST KEINE LÜGE und LÜGT NICHT!!! Dort steht, dass Gott es nicht gut fand, dass der turm gebaut wurde. Also gab Gott plötzlich den Menschen ; einem jeden, eine andere Sprache und so konnte der turm zu Babel niemals fertig gestellt werden, weil die Menschen sich nicht gegenseitig verstanden haben. Daher die Vielen Sprachen auf der Welt!

Im zehnten Kapitel des ersten Buches Mose ist die sogenannte „Völkertafel“ zu finden. Sie erwähnt die siebzig Familien, Völker oder Nationen, die von den drei Söhnen Noahs, Japhet, Ham und Sem, abstammten. Jede dieser drei Gruppen ist zusammengefaßt „nach ihren Familien, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, in ihren Nationen“. — 1. Mose 10:5, 20, 31, 32. Heute stellen wir fest, daß die Sprachwissenschaft die Sprachen im allgemeinen in „Familien“ einteilt. Die heutigen Sprachwissenschaftler führen unter den wichtigsten „Familien“ u. a. folgende auf: die indogermanische Gruppe, die semito-hamitische Gruppe, die Bantugruppe, die Sudangruppe, die sino-tibetische Gruppe, Japanisch, Koreanisch, die uralische Gruppe, die altaische Gruppe, die drawidische Gruppe und die indonesisch-polynesische Gruppe. Es gibt jedoch noch viele Sprachen, die man bisher nicht klassifizieren konnte. Interessanterweise kennt man die „Ursprache“ der einzelnen großen Sprachfamilien so gut wie nicht. Und es gibt keinen Hinweis dafür, daß all die Tausende von Sprachen, die heute gesprochen werden, von einer dieser „Ursprachen“ herzuleiten wären. Im Gegenteil, das Zeugnismaterial läßt erkennen, daß sie auf die vielen „Ursprachen“ zurückgehen, die ihren Anfang in Babel nahmen. Über den Mittelpunkt, von dem die alten Sprachen sich ausbreiteten, bemerkte der Orientalist Sir Henry Rawlinson: „Wenn wir uns nur von den Abzweigungen der Sprachlinien leiten ließen und vom biblischen Bericht gar keine Notiz nähmen, kämen wir dennoch zu dem Schluß, daß der Mittelpunkt, von dem sich die verschiedenen Linien strahlenförmig ausbreiteten, in der Ebene von Schinar war“ (The Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland ) Offensichtlich entwickelten sich mit der Zeit aus den Ursprachen, die als Folge des göttlichen Eingriffs in Babel entstanden, damit verwandte Dialekte. Aus diesen Dialekten entstanden neue Sprachen. Sogar die Nachkommen Sems, die sich offenbar von dem Volk, das sich in Babel befand, fernhielten, sprachen nicht nur Hebräisch, sondern später auch Aramäisch, Akkadisch und Arabisch. Vom geschichtlichen Standpunkt aus gesehen, haben viele verschiedene Faktoren zur Veränderung der Sprachen beigetragen: Trennung zufolge von Entfernungen oder geographischen Barrieren, Kriege und Eroberungen, eine Lockerung des Verkehrs zwischen verschiedenen Volksteilen und Einwanderung von Personen, die eine andere Sprache sprechen. Zufolge dieser Faktoren sind bedeutende Sprachen des Altertums in kleine Sprachgruppen zersplittert. Gewisse Sprachen sind auch in anderen Sprachen aufgegangen. Einige Sprachen sind vollständig verschwunden und durch die Sprache von eindringenden Eroberern ersetzt worden.

Zumindest hat hier keiner von denen, die die biblische Erzählung abtun oder lächerlich machen, eine bessere Erklärung.

Nein, damit hat es ganz sicher nichts zu tun!

Der Turmbau zu Babel ist zwar eine hübsche Erklärung für Kinder, hat aber realiter nichts damit zu tun.

...,denn.. ?

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Warum bewegst du dich auf einer religionsseite, wenn du nicht an das glaubst was die bibel sagt? Der Ursprung der verschiedenen sprachen hat natürlich mit dem Turmbau zu babel zu tun. Mit deinen Antworten solltest du besser auf eine wissenschaftliche seite gehen, wenn du so schlau bist.

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@Chadja

Das hier IST keine Religionsseite.

(Aber bleib bei Deiner Religion, wenn Dir anderes zu hoch ist.)

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wow... shit...

öhm, können wir vielleicht ein eigenes gutefrage.net für christen einrichten, schließlich will die rationale Bevölkerung nicht von solchen Fragen diskiminiert werden.

Was heißt hier diskriminiert? Nur, weil Du solch eine Frage lesen mußt? Du kannst mir glauben: auch mir passen so manche Fragen hier nicht - und die Antworten noch weniger, aber dafür ist das doch hier ein öffentliches "Forum", d.h. Marktplatz, da kommen eben alle Art Fragen zusammen! Du und ich, wir müssen eben damit leben.

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Du kannst ruhig auf das bauen, was in der Bibel steht! Du siehst ja, in welche Erklärungsnöte diejenigen kommen, die sie nicht wahrhaben wollen ...

super gesagt. endlich mal paroli! DH

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