Warum geben Leute so viel Geld für Hochzeiten aus?

13 Antworten

Nunja, es gibt Leute, die haben viele Bekannte und feiern es halt so und können es sich auch leisten. Ist halt so.

Dann gibt es Leute, die haben kaum einen Heller, feiern auch fett, oft sogar NOCH fetter, laden Hinz und Kunz ein und strunzen den ganzen Abend herum und rackern hinterher den Kredit mühevoll ab. Sowas nenne ich Blender.

Version 1 ist ja OK, Version 2 ist ein Witz, und ich habe damals Version 3 gewählt:

Feiern mit Familie, (Kirche und der Blödsinn konnte uns gestohlen bleiben), und das war es dann :-) Für Freunde und Bekannte gab es dann noch eine Gartenparty.

Niemand ist gezwungen Unmengen Geld auszugeben für die eigene Hochzeit.

Wenn das Brautpaar gemeinsam die Einstellung hat "Wir wollen es klein halten, günstig halten"... oder wenn sie eben nur einen kleinen Geldbeutel haben... dann können sie ihre Hochzeit so gestalten wie sie möchten.

Alleine das Aufgebot zu bestellen (beim Standesamt), also das ganz normale nötige Prozedere, kostet ja schon ein Stückchen.

Ein Brautkleid und einen Anzug braucht man auch nicht zwangsläufig. Genauso den Brautstrauß vom Blumenladen.... Ich habe schon öfter mal gesehen/ gelesen das sich künftige Bräute ihren Brautstrauß selbst zusammenstellten (oder sogar häkelten/ sonstwie kreativ gestalteten). Ich habe auch schon das eine oder andere Mal in einer Online-Gruppe gesehen Beiträge gesehen wo sich jemand das eigene Brautkleid selbst geschneidert/ gehäkelt hat.

Verstehst? Wenn man über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt/ kreative Ideen hat/ entsprechende Leute an der Hand hat kann man hier oder da Unmengen Geld einsparen.

Und wer sagt überhaupt das man zig Leute einladen "muss"? Es ist dem Brautpaar alleine überlassen wer eingeladen wird. Wer zum Polterabend (falls man diesen feiern will) eingeladen wird, wer zur Hochzeit eingeladen wird.

Die anderen Leute können sich über eine solche Entscheidung beschweren bis sie schwarz werden - das zählt nicht. Einzig die Entscheidung des Brautpaares zählt.

Ich habe schon Hochzeitsgesellschaften erlebt, da wurd sich einfach nur nett angezogen, dann ging man gemeinsam mit den Eltern und den Trauzueugen zum Standesamt. Später gabs dann mit den anderen Verwandten und Freunden einen Grillabend oder ähnliches. Fertig.

Wichtig ist einfach nur das das Brautpaar gemeinsam entscheidet und einen gemeinsamen Weg findet. Alles andere ist unwichtig.

Polterabend mit Einladung funktioniert nur teilweise. Ein paar freibiergesichter gibt es immer, die meinen "zum Polterabend darf jeder kommen".

Diese "MUSS" kommt von den uralten traditionen, und wird durch sozialen Druck immer wieder aufrecht gehalten.

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@BackupBone

Wenn man denn meint dieser Tradition folgen zu müssen... das muss das Brautpaar einfach für sich selbst entscheiden. Ganz egal was andere Leute davon halten könnten.

Ob man "nur" standesamtlich heiratet und anschließend daheim grillt, ob man heimlich heiratet (ganz ohne irgendwelche anderen Leute aus der Verwandtschaft), ob man am Strand heiratet oder mit Prunk und Pferdekutsche.... Es wird immer Leute geben die sagen "Das sollte aber anders laufen".

Freibiergesichter? Interessanter Ausdruck :)

So etwas hatten wir bei unserem Polterabend nicht.

Allerdings gabs ein Paar im Bekanntenkreis das meinte "Wenn wir nicht zur Hochzeit eingeladen werden, wollen wir auch nicht auf dem Polterabend auftauchen". Tja, war zwar schade, aber wir blieben bei unserem Plan "Zum Polterabend werden Freunde/ Bekannte/ Kollegen eingeladen - zur Hochzeit selbst nur Familie und Trauzeugen"

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Kurzversion, "weil man es nunmal so macht". (Mehrmals so gehört)

Die die sowas tun, sind meist Leute, die ungern aus der Reihe tanzen, und es möglichst allen recht machen wollen.

Sieht man dann bei denen auch an anderen Dingen.

Die Gästeliste gehört zu den problematischsten Dingen bei den Vorbereitungen. Man kann kaum nen klaren Schnitt ziehen. Das ufert dann aus.

Viele wissen auch gar nicht mehr woher die Bräuche kommen.

- früher hat man mit Anfang 20 geheiratet, da war die Familie noch nicht so gross und man konnte alle einladen

-der Freundeskreis war kleiner

-Polterabend (ohne Einladung) in Zeiten von Facebook und Co? Kann teuer werden. Kenne einige die vergeblich versucht haben das MIT Einladung zu machen. Also muss man die Freunde mit zur teureden Edelfeier einladen.

Zudem vergleicht man sich. Erst kürzlich gab es hier ne frage ob man ne JGA auch nur zu dritt machen kann. Antworten teils: das wäre voll peinlich. *augenroll* was einem da eingeredet wird, was es an diesem Tag angeblich alles braucht.....

Beispiel: wir hatten Kein Programmheft in der Kirche. Nur gesangbuch mit nummernanzeige. Gab seltsame blicke von denen die sich bei ihrer hochzeit ne heiden Arbeit damit gemacht hatten.

Also ich würde nur ein paar Leute einladen, die mir wichtig sind. Zu den restlichen würde ich einfach sagen (falls sie mich fragen sollten), dass ich die ganze Geschichte klein halten wollte. Ich verstehe nicht, warum sich die Leute immer solch eine Last aufbürden, so viele Leute einzuladen. Ich hab auch eine große Familie, und gerade deswegen will ich nicht alle einladen. Einige mag sogar nicht mal.

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@bolemole

Klein halten ist auch ok. Haben wir auch so gemacht. 60 Leute. mit allen wären es 150 gewesen.

Problematisch wird es dann, wenn kein klarer schnitt erkennbar ist.

z.b. "nur den oder jenen Onkel, und nicht den cousin xy alle anderen schon" anstatt "Nur die Onkels und keine cousins" etc.

Die die sich diese Last aufbürden und ALLE einladen, wollen eben nichts falsch machen; sie haben Angst....

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Wenn man Leute einläd, die man nicht mag, macht man meiner Meinung nach etwas falsch.

Und was man ausgibt und was für einen Menschen "viel Geld" ist, ist individuell verschieden.

Niemand muss heiraten und niemand muss sich dafür verschulden.

Das sind Allgemeinfloskeln. Die meisten laden trotzdem Leute ein, die sie nicht mögen.

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Wer Leute einläd, die er nicht mag, ist selber Schuld. Dann ist aber auch naheliegend, dass diese Leute auch andere "macht-man-eben-so"-Dinge tun, die die Hochzeit dann unnötig teuer machen. Trotzdem ist deine Annahme nicht zu verallgemeinern.

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@Schnuppi3000

Dann ist man nicht selber schuld! In den meisten fällen wird man von der gesamten Verwandtschaft unter druck gesetzt.

Da zu widerstehen ist nicht einfach. Zum Glück ist es bei etlichen Bräuchen, wie du sagst, nicht immer so. "Keine brautentführung" wird z.b. akzeptiert.

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Für manche Personen ist das ein Messen der finanziellen Fähigkeiten. Ein Tag und ein Kredit von 30.000 Euro. Einfach nur sinnlos und verschwendetes Geld.

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