Warum finden die Menschen FREMDGEHEN so schlimm, wenn es doch in der Natur steckt, sich fortzupflanzen?

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Seh das exakt genau so. Die meisten Menschen sind einfach der Meinung man müsse sich trennen, weil es eben so verlangt wird. Weil man als Charakterschwach, oder Manipuliert rüberkommt, wenn man so etwas verzeiht und weil die Gesellschaft suggeriert, dass es schlecht ist seinen Partner zu teilen. Aber eigene Gedanken machen sie sich selten. Es wird einfach als Selbstverständlich abgetan. Weiterhin wird oft behauptet, dass es ein Beweis ist, dass der Partner einen nicht liebt. Ja toll, ich habe von einer gehört die sich erhängt hat, nach einem Seitensprung. Und einige gingen fremd weil sie voll waren. Das sind klare Beispiele dass Fremdgehen nicht zwangsweise etwas mit fehlender Liebe zutun hat. Aber die Leute wollen das nicht sehen.

Der Punkt ist, etwas einzigartiges ist in den Augen der Leute oft etwas besonderes. Ist man also der einzige, der vom Partner geliebt wird, ist das was besonderes. An sich ist es aber nur ein Zeichen von Angst und manchmal sogar ein Zeichen eines Besitzwunsches. 

Für mich selbst gilt: Werde ich geliebt? Verbringt sie Zeit mit mir? Hat sie Sex mit mir? Verstehen wir uns gut? Wenn ich das mit Ja beantworten kann, ist mir scheiß egal, mit wie vielen sie poppt und ob sie noch jemand anderen Liebt. 

Warum haben soviele Menschen damit ein Problem, das Auto stehen zu lassen? Lange Fußmärsche liegen doch in der Natur des Menschen! 

Die Natur ist kein gutes Argument bei sowas. Denn der Mensch ist eben kein rein triebgesteuertes Wildtier mehr, sondern hat mehrere Tausende Jahre Zivilisation und Kultur hinter sich - und in Gesellschaften werden bestimmte Konventionen festgelegt, auf die man sich sozusagen einigt. Und monogames Verhalten ist in unserer Gesellschaft eben eine der Einigungen, die noch immer Bestand haben. Es gibt ja durchaus Paare, die offene Beziehungen führen. Dazu gehört aber sehr viel Selbstsicherheit, Vertrauen und Kommunikation. Was viele am Fremdgehen stört, ist der dahinterstehende Vertrauensbruch. Es läuft ja eher selten so ab, dass man vorher offen ausdiskutiert, wer wann mit einem anderen schlafen darf, sondern dass es spontan passiert und erst hinterher rauskommt. Das macht vielen mehr zu schaffen als die Tatsache an sich.


Weil "fremdgehen" meistens etwas mit tiefem Vertrauensbruch zu tun hat.

Nichts dagegen,wenn Absprachen innerhalb der Beziehung herrschen,womit BEIDE einverstanden sind.

Fremdgehen beinhaltet längst nicht automatisch das "Fortpflanzen"-eher im Gegenteil.-))

Weil es häufig mit einer persönlichen Enttäuschung einhergeht. Dem ließe sich einfach entgegenwirken, wenn man sich von Beginn an offen über die Möglichkeit des Fremdgehens austauscht.

Ich habe nichts gegen deine Einstellung. Diese Einstellung teilt aber nicht jeder. Es gibt auch Menschen, denen etwas anderes in einer Beziehung wichtig ist. Vertrauen. Und es gibt Menschen, die wollen nur einen Partner. Ich sage immer: jeder sollte das machen, was menschlich zu vertreten ist. Hast du jemanden, der deine Einstellung teilt, ist doch alles im grünen Bereich.   


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