War Jesus größenwahnsinnig?

18 Antworten

Das hat niemand besser beantwortet als T.S.Lewis:

„Doch dann geschieht das Schockierende. Unter diesen Juden taucht plötzlich ein Mensch auf, der redet, als wäre er Gott. Er behauptet, Sünden vergeben zu können. Er sagt, er sei von Ewigkeit an gewesen. Er sagt, er werde am Ende der Zeiten kommen, um die Welt zu richten.

Überlegen wir einmal, was das heißt: Unter Pantheisten, etwa den Indern, könnte jeder sagen, er sei ein Teil Gottes oder er sei eins mit Gott; das wäre nichts Besonderes. Aber da dieser Mann Jude war, konnte er einen solchen Gott nicht meinen. In seiner Sprache bedeutete Gott jenes Wesen außerhalb der Welt, das die Welt erschaffen hat und mit nichts anderem zu vergleichen ist. Haben wir begriffen, was das heißt, dann wird klar: Was dieser Mann sagte, war schlechthin das Schockierendste, was je über menschliche Lippen gekommen ist.

Dabei entgeht uns oft ein gewisser Aspekt seiner Behauptung. Wir haben ihn schon so oft gehört, daß wir gar nicht mehr wissen, was damit eigentlich gesagt wird. Ich meine den Anspruch, Sünden zu vergeben. Diese Behauptung ist wirklich so ungeheuerlich, daß sie komisch wirken muß, solange sie nicht von Gott selbst kommt.

Wir alle wissen, wie ein Mensch ihm angetanes Unrecht vergibt. Jemand tritt mir auf den Fuß, und ich verzeihe ihm; jemand stiehlt mir mein Geld, und ich vergebe ihm. Was aber würden wir von einem Menschen halten, der – selber unberaubt und unbehelligt – verkündet, er vergebe allen, die anderen Leuten auf die Füße treten und anderer Leute Geld stehlen? Eselsdumme Albernheit wäre noch die zarteste Umschreibung für ein derartiges Verhalten.

Und doch hat Jesus eben dies getan. Er sagte den Menschen, ihre Sünden seien ihnen vergeben, ohne erst alle die anderen zu fragen, denen sie mit ihren Sünden Unrecht getan hatten. Er verhielt sich einfach so, als sei er der am meisten Betroffene, als sei er derjenige, demgegenüber man sich am meisten vergangen habe.

Das ist jedoch nur dann verständlich, wenn er wirklich der Gott ist, dessen Gesetze gebrochen und dessen Liebe durch jede Sünde verletzt wird. Im Mund jedes anderen, der nicht Gott ist, würden diese Worte doch wohl ein Maß von Einfältigkeit und Einbildung zum Ausdruck bringen, das in der Geschichte seinesgleichen suchen müßte.

Dennoch (und das ist ebenso eigenartig wie bedeutsam) gewinnen nicht einmal seine Feinde, wenn sie die Evangelien lesen, den Eindruck von Einfältigkeit und Einbildung. Viel weniger noch die vorurteilsfreien Leser. Christus sagt, er sei «demütig und sanftmütig», und wir glauben ihm, ohne zu merken, daß wir – wäre er nichts als ein Mensch – wohl nur wenige seiner Aussagen als «demütig und sanftmütig» bezeichnen würden.

Ich möchte damit jedermann vor dem wirklich dummen Einwand bewahren, er sei zwar bereit, Jesus als großen Morallehrer anzuerkennen, nicht aber seinen Anspruch, Gott zu sein. Denn gerade das können wir nicht sagen. Ein bloßer Mensch, der solche Dinge sagen würde, wie Jesus sie gesagt hat, wäre kein großer Morallehrer. Er wäre entweder ein Irrer – oder der Satan in Person. Wir müssen uns deshalb entscheiden: Entweder war – und ist – dieser Mensch Gottes Sohn, oder er war ein Narr oder Schlimmeres.

Wir können ihn als Geisteskranken einsperren, wir können ihn verachten oder als Dämon töten. Oder wir können ihm zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber wir können ihn nicht mit gönnerhafter Herablassung als einen großen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht; diese Möglichkeit hat er uns nicht offengelassen.“

– C.S. Lewis in „Pardon, ich bin Christ“, S. 61-63

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Ich Empfehle dir mal das leben des Brian schauen. Sehr witzig und zeigt durchaus eine mögliche entstehungsgeschichte auf.

Ich erachte es warscheinlich das es einen Unterschied zwischen den jesus der religion gibt und der Echten person auf dem diese figur basiert.

Das menschen für ihre überzeugungen bereit sind zu sterben ist jetzt kein novum. Ich denke das ist klar.

Aber ich denke auch das Jesus taten schlichtweg überhöhrt worden sind. Der echte jesus könnte schlichweg ein jüdischer prediger gewesen sein der die schriften anders ausgelegt hat. ggf. sogar entsprechend als radikal angesehen wurde. Der damit eventuell auch etwas erfolg hatte oder eben sonstwie ins auge der obrigkeit gefallen ist. Und anschliessen entsprechend als ketzer etc. beseitigt wurde. Für die leute die er überzeugt hat war er ja so gesehen ein Märtyrer. Und so wurde er imgrunde zum mythos.

Was damals wirklich passiert ist und was nicht. Wird wohl heute niemand wirklich mehr beantworten können vermutlich auch niemals beantworten können.

Wenn er "nur" grössenwahnsinning war, wie hätte er dann nach seinem Tod noch so vielen Menschen erscheinen können? Und vorher so viele Wunder tun können? Wie wurde er deiner Meinung nach gezeugt und warum war es fremden Menschen wichtig, ihn schon als Baby zu sehen, warum hätte Herodes ihn umbringen sollen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Jesus Christus tatsächlich Gottes Sohn war und sein Leben (auch für mich) gegeben hat.

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Hummus531  16.06.2024, 18:09

Amen, halleluja!

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Es gibt drei Arten:

1. Weil man Gott ist, weiß man das und kann das daher von sich sagen.

2. Man will Macht haben und sagt den Leuten, man ist Gott.

3. Man ist psychisch krank und meint dann infolge der Erkrankung, man sei Gott.

Auf Christus trifft Punkt 1 zu. Auf den Antichristen trifft Punkt 2 zu. Und auf einen ehemaligen Brieffreund von mir trifft Punkt 3 zu.

Jesus war ein Jüdischer Wanderprediger mit guten Absichten. Er selbst sah sich weder als Gott noch als Religionsgründer.

Das hat man ihm nach seinem Tod alles angedichtet, inklusive Auferstehung und diversen Wunder.

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