Wann Eigen- / wann Selbst-?

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Eigen: 1. a) jemandem selbst gehörig, b) allein dem Betreffenden zur Benutzung zur Verfügung stehend, c) nicht von jemandem anderen/etwas abhängig. 2. bezeichnend für jemanden (typisch). 3. in fast übertriebener Weise auf Genauigkeit, Sorgfalt achtend.

Selbst: 1. substantivisches Basiswort, dem ein reflexives Verb zugrundeliegt: sich selbst. a) mit auf "-ung" und "-er" abgeleiteten Substantiven (Selbstbedienung, Selbstabholer u.a.). b) Selbstanalyse u.a. hier Synonym zu "Eigen". 2. Substantivisches Basiswort, dem ein transitives Verb zugrundeliegt: Selbstabholung, Selbstzerstörung u.a. 3. Das Basiswort ist von einem intransitiven Verb abgeleitet: Selbstbräuner, Selbstfahrer. 4. a) mit präpositionaler Selbstauflösung (Selbstanspruch = Anspruch, den man an sich selbst stellt, u.a.). Ganz schön kompliziert, zumal sich "Selbst" und "Eigen" auch überschneiden können (siehe 1 b!). Oft ist es einfach der tatsächliche Sprachgebrauch, der entscheidet. Den muß man lernen oder nachschlagen! Quelle: Duden Band 10. Das Bedeutungswörterbuch. Wortbildung und Wortschatz. Dudenverlag Mannheim 3.Aufl. 2002. Seite 289 Stichwort "eigen" und S. 812 Stichwort "Selbst".

Danke für Deine Mühe und Akribie :-)

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Ich bin mir nicht absolut sicher, also nagel mich da nicht drauf fest, aber ich glaube, das "Selbst-" bezeichnet einen eher psychologischen Begriff. Das Selbstbewusstsein also das sich-Bewusst-sein des eigenen Ichs, das Bewusstsein sich selbst zu erkennen usw. Eigen ist mehr ein Besitzanzeigendes Wort, also nichts auf einer psychologische sondern materiellen Ebene.

Die letzte Frage müsste ungefähr so beantwortet werden: Ein Selbstversorger ist jemand der Autonom lebt, sich z.B. selbst mit Gemüse und Fleisch vom eigenen Hof ernährt und sein Selbst mit dem Leben dieser Einstellung pflegt.

Der Eigenversorger hingegen produziert dann vermutlich etwas, das eher materiell zu sehen ist, wie durch den Verkauf von Werkstücken Geld zu verdienen... und ist nicht von der Unterstützung anderer abhängig.

Mmmh, jetzt hab ich mich irgendwie selbst abgehängt... aber vielleicht versteht jemand, was ich meinte und kann das logischer wieder aufnehmen ^^

könnte es sein:

die Eigenversorgung ist alles was wir für uns tägl. tun (Körperpflege, Haushalt Einkauf etc.) und Selbstversorgung ist (-wie PG19 schreibt-) das 'autonome' Leben. Danke für weitere Meinungen.

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@AnaChoret

Vor allem glaube ich bei Selbstversorgung auch, dass man das Selbst pflegt, also die Psyche, das eigene Ich, oder wie auch immer man es betiteln möchte, ob man das nun auf alternativen Wegen macht oder nicht.

Also ich hab da jetzt noch folgendes zu gefunden: "Mit dem Begriff Selbstversorgung wird eine Lebensweise bezeichnet, bei der die Menschen ihre Dinge des täglichen Bedarfs nahezu vollständig durch eigene Herstellung decken können - also dadurch zum Selbstversorger werden - und somit unabhängig vom wirtschaftlichen Markt sind."

Zur Eigenversorgung finde ich nichts derart spezifisches. Das deute ich so, dass die Eigenversorgung eine abgemilderte Form der Selbstversorgung ist, weniger autonom und noch mehr auf Waren und Dienstleistungen dritter angewiesen, aber zum Teil bereits unabhängig und aus eigener Produktion. Beispiele die ich fand waren unter anderem auch Dinge wie Gemüsegärten für den eigenen Bedarf, aber vor allem auch Strom Erzeugung (Die Häufigkeit des Hinweises auf Strom könnte aber auch nur auf die momentanen Diskussionen liegen und deswegen - und nicht wegen der tatsächlichen Häufigkeit- die ersten zwei Seiten von google dominieren...)

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das hat so ziemlich die gleiche bedeutung

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