Vorstellungsgespräch Fachkraft für Lagerlogistik, Tipps?

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3 Antworten

Hallo!

Ja, hallo und Hilfio -schon morgen? Okay:

Es ist eine Kombination aus sauber und Schmuddel, da ein Kaufmännischer Beruf mit praktischem Warenkontakt vor Ort vorkommt. Du hast später Kontakt zu allen möglichen Leuten, Dein Berufsfeld ist, wie bei der Automarke mit dem dreizackigen Stern (DB/ Me): Vom armen Studenten, über den Bauern zum Multimillionär ist alles drin! Du bist oft im Büro, wo's warm und stickig sein kann und Du packst zu, wenn waren zu palettieren sind und mußt möglicherweise oft zwischen Bürokleidung und Sicherheits-Klamotten mit Siefeln wechseln. Im Büro das Parfüm der Sekretärin, ein paar Meter weiter in der Halle mußt Du auf den Bock springen und mit dem Gabelstapler Paletten punktgenau, auch in Lkw hinein, kutschieren. Bups! Palette umgefallen - Du verpackst sie wieder für den "König-Kunde". Bäh! Leider kontakt zu Hydrauliköl, Staub und Holzsplittern bekommen. Klingeling- Dein Telefon klingelt vom Büro und wird in die Halle geleitet. Zurück, um Lieferscheine zu kontrollieren, Bestellnummern zu überprüfen. Tagesprotokoll über die abgewickelten Güter - auch für die Finanzamt-Buchführung und den Zoll. Deine Kleidung: Nett, sauber, aber nicht überzogen, nicht Banken- oder Versicherungsmäßig. Selbst eine neue Cordhose ginge. Jacket: Jein: Du kannst Dich so kleiden, wie die das im Sport-Studio im Fernsehen beim Interview machen - natürlich ohne Kragenwerbung. Sei einfach Du, die Chefs kriegen sowieso alles raus, die Kollegen erst recht. Kommst Du wie'n Bänker, denken die, daßDu keine Arbeit anfassen magst. Du solltest im Small-Talk okay sein: Das, was alle so interessiert, nicht zuu abgehobene Themen. Oft wirst Du gefragt, was Deine Eltern für Berufe haben. Geht keinen was an?! Wenn sie aber auch aus der Branche sind, kann das ein Vorteil sein. "Sind Sie im Verein? Ich darf doch 'Du' sagen?" Hiermit checkt er ab, ob Du für den Betrieb sozial-verträglich bist. Klar, man sich ab 16 mit 'Sie' anreden lassen, das is für reine Büroberufe oft jahrelang üblich. Hinter der Tür zur Lagerhalle endet das aber: "Ey, kansst 'mal..., ach ja, bitte". Handwerker, Lkw-Fahrer und praktische Dienstleister sagen oft 'Du'. Duze aber nicht zu flott zurück, weil manche erst sagen, daß Du mit Ihnen durch 'ne derbe Situation als Kumpel gegangen sein mußt - sie sagen der 'Neue'mußsich das erst verdienen. Sportverein oder Feuerwehr kommen oft gut an: Teamgeist, Leoistungsansporn, nicht Alleingänger. Aber der Chef möchte wissen, wie sehr es Dich mitnimmt, wenn die Feuerwehr während der Arbeitszeit Dich braucht, schiebt der Chef Frust, obwohl er Dich freistellen soll. Sei nicht zuuu stolz, aber lauf auch nicht zusammengerollt herum. Der Chef möchte gern auch sparen. Frage nebenbei und mache ein Protokoll über Deine Fragen: Laß Dir die vorgeschriebenen Sicherheits-Schuhe (ca. 20,-€) nicht von Deinem kleinen Azubi-Lohn abziehen, die soll er tragen. Wenn er mit der Kostenargumentation kommt, sage (er will auch sehen, ob Du mit den Kunden genauso, wie ein schlauer Fuchs argumentierst) einfach, Du möchtest bitte ein Job-Ticket für die Arbeit - das kann er oft über Sonderposten von der Steuer absetzen. Habt ihr eine Kantine? Gibt es irgendwo gutes, billiges Essen? Wieviel ist der Brutto-Lohn? Wahrscheinlich unter 800,-€ im ersten Lehrjahr. Mußt Du umziehen? Nach 800,-€ Brutto mußt Du circa 40 % an Steuern und Sozialversicherungen abziehen. Wenn Du dann noch 20-25 Arbeitstage rechnst und pro Tag 5,-€ eigenes Essengeld zahlen mußt, bleibt fast nichts mehr für Kumpels und Auto. Ist die Lager-Logistik dem öffentlichen Dienst nahe, so sparst Du vielleicht bei Versicherungsprämien und bekommst einen freiwilligen Renten-Bonus. Du wirst höfliche Handels-Umgangsformen lernen, und Dich mit dem Zwiespalt auseinandersetzen müssen, daß nicht alle Kunden nett sind, Du aber cool bleiben sollst. Lager + Logistik. Logisch. Du solltest gut planen können und Arbeiten nicht nur im Moment abhaken, sondern - wie beim Paket - das "Woher- und Wohin", in Vergangenheit, dem Jetzt und in Zukunft parat haben. Manche Kunden stellen Fragen und reklamieren Abläufe, die länger, als ein halbes Jahr zurück liegen. Du Buchführung erlernen. Den Staplerschein sollen sie Dir geben. Das muß der Chef bezahlen, am besten für alle 3 Antriebsarten. Frage, ob Du günstig an den Lkw-Führerschein rankommen kannst. Das ist eine der frechesten Fragen, da sie am teuersten ist. Aber: Der Chef denkt auch, daß Du dann bleiben willst und die Arbeit magst. Du mußt Deine Krankenkasse und Deine Bank nicht wechseln, wenn Du sei okay findest. Manche Großbetriebe melden neue Leute einfach um. Frage, ob Du Sprachen im Betrieb lernen kannst. Mit Stunden, die in Englisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch, Französisch, Arabisch abgehalten werden, hast Du schon gewonnen. Habt ihr eigene oder Betriebs-Kleidung? Erinnerst Du Dich, wie es in einer Autowerkstatt ist, oder bei einem Drive-In Baustoff-Händler, oder im Schnell-Imbiß? So ähnlich ist das. Alles, alles Gute!

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Kommentar von wildtiger
13.10.2011, 01:38

Wow, einfach nur Wow. Danke dir vielmals (: Ich hätte zwar auf Hilfe gehofft, doch nicht das sich jemand die Mühe macht so nen langen Text zu schreiben. Er klingt nämlich nicht wirklich irgendwie von irgendeiner Seite rauskopiert.

Danke (:

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Kommentar von Schinken201
22.02.2016, 16:33

Vielen Dank, das hat mir auch geholfen! :)

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Es ist nicht wo wichtig, dass du unbedingt im Anzug kommst. Es ist viel wichtiger, dass du dir genau überlegst, was du der Firma bieten kannst. Informiere dich über das Unternehmen, so kannst auch du Fragen stellen.... Was erwartest du von der Stelle und was kannst du der Firma bieten...? Sei wie du bist.....Viel Glück

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Verstell dich nicht dafür. Sei einfach du selber.

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Kommentar von wildtiger
12.10.2011, 16:29

Verstellen wollte ich mich sowieso nicht. (:

Was würdest du Kleidungsmäßig sagen?

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