Von Deutsch ins elbische /Tengwar

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Das ist tatsächlich möglich, wenn auch mit Schmerzen. Für mehr Details siehe auch die aus­führ­liche Behand­lung unter http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/tengwar.html

Wir müssen so tun, als ob „Zoe Sophie“ ein elbisches Wort wäre und es ent­spechend schreiben. Im Elbischen gibt es kein stimm­haftesS („Z“), daher müssen wir auf ge­wöhn­liches S zurückgreifen. Wir landen dann bei so etwas wie „Soé Sofí“ (in der Art ge­schrie­ben, in der Tolkien seine Sprachen auf­schrieb; der Akzent bedeutet, daß ein Vokal lang ist).

Es gibt zwei elbische Sprachen (Quenya und Sindarin) mit verschie­dener Ortho­graphie. Für deutsche Worte ist gewöhnlich der Sindarin-Modus die beste Wahl, aber Deine Name ist nicht Deutsch, und wegen des Vokal­reichtums lässt er sich im Sindarin-Modus nur schlecht schreiben. Der beleriandische Modus (ebenfalls für Sindarin, aber mit anderer Schreibweise der Vokale) eignet sich besser, und man könnte auch den Quenya-Modus gut verwenden.

Alle drei Schreibungen siehst Du am angehängten Bild. Du kannst die Spalte auswählen, die Dir optisch am besten gefällt. Beachte bitte, daß sich die meisten deutschen Worte im Quenya-Modus gar nicht schreiben lassen; solltest Du für die Zukunft weitere elbische Tattoos planen, dann kann das ein Problem werden, zumal sich Quenya- und Sindarin-Modus auch nicht mischen lassen, ohne den Leser hoffnungslos zu verwirren.

Woher ich das weiß:Hobby – Lese Tolkiens Werk schon länger als es die Filme gibt
 - (Sprache, Fantasy, Herr der Ringe)

Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Also sind das mit der deutschen 4 Sprachen? (jede Spalte eine)

kann man das irgendwo lernen? Und wo kann ich mich über diese Sprache informieren?

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@Passii92

Naja, es sind immer dieselben Laute. Welche Sprache „Zoé“ ist, weiß ich nicht, aber „Sophie“ ist jedenfalls griechisch.

Es sind drei verschiedene elbische Schreibkonventionen für Elbisch. Die erste wird für die Sprache Quenya verwendet, die anderen beiden für Sindarin. Die Ring­inschrift ist in einer Variante von Stil 2 („S“) gehalten, die Inschrift auf dem Moria-Westtor im Stil 3 („B“).


Link für genaue Beschreibung der Schrift gab es bereits oben. Aber mit Sprache hat das nicht viel zu tun — man kann jede Sprache in (fast) jeder Schrift schreiben, nur daß manche Kom­binatio­nen mehr klemmen als andere. Das griechische Wort für „Weis­heit“ kannst Du z.B. als *Sophia* oder im originalen Schriftsystem als *Σοφία* schreiben. Gleiche Laute, nur andere Schrift.

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