Viele Punkte von Checkliste "Merkmale narzisstischer Persönlichkeiten" von Joe Navarro aus dem "Spiegel" treffen auf mich zu- was soll ich machen?

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3 Antworten

Wenn du dich intensiver mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung beschäftigst, wirst du auf ein sehr wichtiges Kriterium stoßen: Menschen, die eine derartige Persönlichkeitsstörung haben, fehlt die Einsichtsfähigkeit in ihre Erkrankung. D. h. sie können so einen Test machen, würden sich aber auch hier selbst belügen.

Im Umkehrschluss musst du dir nicht allzu viele Gedanken machen, eine NP zu haben.

Im Übrigen treffen viele Feststellungen des Katalogs auch auf jeden nicht Erkrankten zu. Lediglich die Menge/Summe macht es zu einer Erkrankung.

Kann ich es nicht noch radikaler sehen?

Welche Menge/Summe aus einer Abweichung vom Mittelwert eine Krankheit macht, ist Ermessenssache der Mediziner - nicht selten auch im Verbund mit der Pharmaindustrie.-

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@Pescatori

Im Prinzip stimmt das natürlich, wozu man sich als Beweis nur die immer wieder korrigierten Idealwerte des Blutdrucks z. B. ansehen kann.

In diesem Fall allerdings geht es um einen 130 Fragen umfassenden Fragebogen, bei dem der FS lediglich mehr als 15 für sich in Anspruch nahm. Eine Schwalbe macht ja auch noch keinen Sommer :-)

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Hi, wenn du eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hättest, würdest du es dir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht eingestehen. Du wärst der beste von allen, perfekt und makellos, machst keine Fehler, und bist ganz besonders. In deiner Fantasie.
Ich kenne diese Checkliste zwar nicht, aber waerst du dazu fähig, Menschen auszunutzen, um für dich daraus einen Vorteil zu erschaffen? Brauchst du ständig Bestätigung wie toll du bist?
Beantworte diese Fragen mal für dich.

Das kann dir nur ein Psychiater sagen. Auf mich treffen so ziemlich alle Punkte zu und ich neige laut Psychiater zu dieser PS (genaue Diagnose kann erst erfolgen, wenn ich älter bin). Und laut anderen Psychiatern erkennt man einen Narzissten schon daran, dass er selbst fest davon überzeugt ist, einer zu sein, aber keine Ahnung, ob das jetzt stimmt. Ich leugne es zumindest dann nicht, wenn ich wie hier anonym bleiben kann. 

Eine schwere ,,Erkrankung" ist es nun wirklich nicht. Mangelnde Empathie, wie sie öfter vorkommt, kann vor allem in manchen Bereichen nützlich sein und es ist nie schlecht, großen Wert auf z.B. gute Leistung zu legen. 

Geh einfach mal zum Psychiater, wenn es dich wirklich interessiert.

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