Vegan leben, eure Erfahrungen bitte!

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Hi, mein Rat: Lass dich drauf ein - es gibt nix Besseres. Hast hier gute Ratschläge bekommen, lies außerdem die Bücher "Vegan" von Kath Clements, "Peacefood" von Rüdiger Dahlke, "Anständig essen" von Karen Duwe, "Milch besser nicht" von Maria Rollinger und "Du sollst nicht töten" von Nina Messinger... Auf Seiten wie "provegan" und "vegane beratung" findest du alles, was man wissen sollte. Es gibt unzählige wunderbare vegane Rezepteseiten und -bücher, die keine Wünsche offen lassen, du lernst im Gegenteil immer neue bisher unbekannte Lebensmittel kennen und lieben... Dein Herz und dein Gewissen solltest du nicht außer Acht lassen (was du ja bereits wohl erkannt hast) - sind mit die besten Ratgeber. Ich ziehe meinen Hut vor dir und deiner Entscheidung. Du wirst es niemals bereuen, im Gegenteil ! Bleib nie stehen und hör nie auf, zu hinterfragen. Vor Allem: Lass dich niemals beirren oder verunsichern ! Alles Gute für dich ! :) LG, Sigi

Ich danke dir für das vegane Sternchen.... Wir sind immer da für dich und die andern... :)

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Ich war 2 Jahre Veganerin, davor ein halbes Jahr Vegetarierin. Ich würde es nicht nochmal machen, weder das eine noch das andere.

Vegetarismus ist noch relativ bequem und gesund umzusetzen, ohne groß auf das Essen achten zu müssen.

Veganismus leider nicht. Ich bin von Anfang an sehr geplant da rangegangen. Habe mich informiert welche Nährstoffe ich brauche und wieviel davon. Habe mich dann dementsprechend ernährt und Nährstoffe supplementiert. Sehr bewusst gegessen, sehr viel frisch gekocht. Mein Fazit: es nervt auf Dauer einfach. Es nervt, dass das Essen nunmal nicht so gut schmeckt wie mit Tierprodukten. Es nervt das Etikettenlesen. Es nervt, dass man beim Essengehen mit Freunden meist nichts wirklich Leckeres zu essen findet. Es nervt dauernd gucken zu müssen wie man am besten die Lebensmitteln kombiniert, damit die Nährstoffaufnahme gesichert ist. Es nervt auf Kalzium, Eisen und Proteinzufuhr achten zu müssen. Pflanzenmilch schmeckt mir einfach nicht. Dh das morgendliche Müsli ist immer irgendwie unbefriedigend. Es nervt keine geilen Süßigkeiten mehr zu finden, außer man gibt bei Veganz so ungefähr sein Monatsgehalt für eine Tafel Schokolade aus. Es nervt sich dauernd erklären zu müssen. Es nervt dauernd selber kochen zu müssen. Der immense Zeitaufwand für die eigene Ernährung nervt.

Ich hatte irgendwann auf den ganzen Zeitaufwand keinen Bock mehr. Bin zum Fast-Food-Veganer mutiert. Und bekam schreckliche Kreislaufprobleme. War total kraftlos, müde und schwach, wenn ich mal ein bisschen später aß als gewöhnlich. Kam morgens nicht mehr hoch, weil mir so schwindelig war, dass ich nach dem Aufwachen erstmal eine halbe Stunde liegen musste, bevor irgendwas ging. Schlief auch Ewigkeiten und war nach dem Aufwachen trotzdem noch müde. Bekam irgendwann von meiner Ärztin einen massiven Eisenmangel diagnostiziert.

Und ich bekam wieder Riesenhunger auf Fleisch, Eier, Käse irgendwann. Also begann ich das wieder zu essen. Und es ging mir besser. Ich schlafe 7 Stunden die Nacht und werde von alleine wach, schwindlig ist mir nicht mehr, Schwäche- oder Ohnmachtsanfälle habe ich auch keine mehr. Und ich genieße, dass ich essen kann, was ich mag.

Das einzig Positive am Veganismus für mich war, dass ich superschlank war, obwohl ich 3000 Kalorien am Tag aß, und dass ich das Gefühl hatte keine Tiere zu quälen und etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Heute wiege ich 3 Kilo mehr, was fast gar nicht auffällt, daher ist es mir egal. Der ethische Aspekt ist für mich ein Problem, deshalb esse ich ganz gern mal Wildfleisch und Wildfisch, statt Rind, Huhn und Schwein. Die wurden zwar auch getötet, aber nicht unter erbärmlichen Bedingungen gehalten. Und ansonsten viel vegetarisch.

Nochmal vegan ernähren würde ich mich im Leben nicht und kann es nur empfehlen, wenn man wirklich ernährungswissenschaftlich fit ist, Lust und Zeit auf frisch kochen und alles, was damit zusammenhängt hat und finanziell nicht schlecht bestellt ist, denn Lust auf geile vegane Süßigkeiten oder Faux-Fleisch kennen die meisten Veganer, nur sind genau diese Sachen das, was super teuer ist im Vergleich zu Fleisch und unveganen Süßigkeiten.

Hallo, ich lebe seit 2 Jahren vegan (vorher mehr als 20 Jahre vegetarisch). Anfangs nervt das Etikettenlesen ein wenig und schwierig bleibt es außerhalb der 4 Wände, weil man nicht überall was Veganes zu essen bekommt. Aber sonst ist mein Speiseplan abwechslungsreicher (und gesünder) als vorher. Vegan bedeutet aber nicht automatisch gesund. Wichtig ist, dass du abwechslungsreich isst, Eiweißprodukte wie Tofu, Hülsenfrüchte usw. regelmäßig in deinen Speiseplan einbaust. Und natürlich sollte der Obst- und Gemüseanteil und Vollkornanteil möglichst hoch sein. Nicht zu fett und zuckerhaltig essen. Ich meide außerdem Produkte, die eine zu lange Zutatenliste (z. T. mit E-Nummern) haben. Ein Pudding-Veganer lebt garantiert nicht gesund, aber wenn du wie oben deinen Speiseplan gestaltest, fehlt dir an nichts. Einzige Ausnahme: Vitamin B12 solltest du supplementieren (oder Vitamin B12-angereicherte Lebensmittel bzw. -Zahnpasta benutzen).

Oder auf Bioprodukte setzen und Alpro Soja Produkte kaufen.

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Ich bin vor seit 10 Jahren Vegetarier und bin im Anschluss auch immer mehr vegan geworden. Das Ganze hat sich soweit entwickelt, dass ich mich komplett aus der Massentierhaltung ausgeklinkt habe. Ich esse nur morgens vegetarisch und das von Bauernhöfen und anderer Freilandhaltung. Sonst esse ich nur vegan. Es war durch die sanfte Umstellung von vegetarisch relativ leicht für mich. Ich bin seitdem immer seltener krank geworden und habe auch nicht mehr so viele Kopfschmerzen. Einen Bluttest habe ich seitdem jedes Jahr erfolgreich bestanden.

mfg

Ich probiere es sozusagen immernoch aus. Ich bin Vegetarierin und lebe größtenteils vegan. Nachdem ich eine Woche vegan gelebt habe, habe ich mich viel frischer und gesünder gefühlt. Als ob alle Giftstoffe aus meinem Körper gespült worden wären. Ich hatte nicht das Gefühl das ich Mangelerscheinungen habe, eher das Gegenteil war der Fall. Ich habe jetzt selber einen veganen Blog ( http://floraetcasa.blogspot.de ) und schaue auch öfters auf anderen veganen Blogs vorbei um mir Inspirationen zu holen. Auf youtube kannst du dir sehr überzeugende Videos anschauen warum man Veganer werden sollte.

Meine Einstellung: Warum sollte ich dutzende Leben für ein Leben töten?

Gute Einstellung - werde bei Gelegenheit mal auf deinem Blog vorbeischauen... :)

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