Unterschiede Freundschaft und Familie?

8 Antworten

Deine Familie hat dich grossgezogen. Sie haben dir das Leben beigebracht und dir Leben geschenkt! Wenn du dich mit ihnen streitest überlegst du dir  sehr selten Kontakt abzubrechen weil so viel Erinnerungen bestehen und du ihnen eigentlich fast alles verdankst. Du würdest dich für sie opfern und sie würden das gleiche für dich tun. Deine Familie war immer da und sie wird immer bleiben.

Bei Freunden ist das Vertrauen nicht von Anfang an da. Sie haben dir nicht gross geholfen (in den meisten Fällen), du findest sie einfach nett, sympatisch und möchtest mit ihnen lustige Tage verbringen, etwas unternehmen. Wenn du dich mit ihnen streitest, auch wenn ihr euch jahrelang kennt, überlegst du dir eher getrennte Wege zu gehen, denn du hast vor der Freundschaft ohne sie gelebt und könntest es auch wieder.

Danke! :-)

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Familie hat einen rechtlichen Status, z. B. beim Erbrecht oder bei Unterhaltszahlungen. Bei Freunden geht das nicht. Freundschaften kann man beenden, Verwandtschaft nicht. Das ganze kann im Ernstfall zu einem Machtgefälle führen, gerade im Kindesalter. Freundschaften entstehen, während Familie einfach ab Geburt bzw. Zeugung da sind.

Grundsätzlich könntest Du aber in Deinem Referat das Konzept 'Familie' radikal in Frage stellen. Familie wird in unserer Gesellschaft immer so hervorgehoben, als gäbe es nichts besseres auf der Welt. 'Blut ist dicker als Wasser' sagt man immer. Trotzdem fühlen sich viele Menschen ihren Freunden enger verbunden - im Sinne einer 'Wahlverwandtschaft'. Wirft man einen Blick in andere Gesellschaften, stellt man fest, dass unser Familienkonzept nicht das einzig mögliche ist, sondern ein historisch gewachsenes Konstrukt*. Auch in Hinblick auf alternative Familienmodelle, wird klar, dass das Gefühl von Verwandtschaft nicht zwingend nur solche Menschen einschließt, mit denen man biologisch verwandt ist bzw. die Teile der Kernfamilie sind.

Vielen lieben Dank! :-)

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In meinem Fall ist es so, dass ich meiner Familie noch wirklich traue, aber Freunden auch nicht immer. Bei Freunden weiß man nie, ob es wirklich Freunde sind, selbst wenn man sie sein ganzes Leben kennt. 

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen es umgekehrt ist, wo die Familienverhältnisse nicht so sind und man auch Familienmitgliedern nicht trauen kann. 

Hinzu kommt auch, dass manche Dinge, die man in der Familie tut, einfach selbstverständlich sind und diese Dinge dann eher wie eine Pflicht sind, z. B. der Besuch eines alzheimerkranken Elternteils. Einige Kinder besuchen ihre Eltern tatsächlich, weil ihnen was an ihren Eltern liegt, aber andere machen nur ihre Pflicht. Während der Besuch eines alzheimerkranken Freundes dann wirklich vom Herz kommt. 

Danke! :-)

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