Universität - Wie lernt man fürs Studium?

11 Antworten

Das hilft dir jetzt nicht all zu viel, aber genau das wieviel, was und wie aufwändig, lernst du im Laufe der Zeit von allein. Vor deinem Problem stehen alle Erstis und mit der Zeit findet jeder für sich heraus, wieviel und was er lernen muss.

Ein Tip: wenn du die Folien schon vor der Vorlesung bekommst, dann druck sie dir auf jeden Fall vorher aus und mache darauf Notizen.

Zweitens: höre den Dozenten sehr aufmerksam zu! Fast alle Dozenten lassen erkennen worauf sie in den Prüfungen Schwerpunkte legen. Manche sagen es ganz offen, andere wiederholen einzelne Sachen immer wieder - so erkennt man was wichtig ist.

Und mit der Zeit entwickelst du das, was man allg. Mut zur Lücke nennt. Alles was ein Skript her gibt lernen ist nicht zielführend. Du musst durch aktives Zuhören herausfinden, worauf die Schwerpunkte liegen und was wichtig ist. Aber keine Sorge - das lernt man mit der Zeit.

Also speziell in der Chemie kannst du eigentlich in der Grundvorlesung (ich nehme mal an sie heißt "Allgemeine Chemie") nicht zuviel können. Den Stoff, den du da hörst, wirst du auf jedenfall vollständig können müssen, denn nahezu alles davon wird später vertieft nochmal wieder kommen. Ausnahmen sind da vielleicht die Herleitung der Formel für schwache Säure o.ä. sowas suchste dir später einfach aus der Formelsammlung, für die Klausur musst dus aber trotzdem können. Auch Kristallstrukturen musst du nicht alle können, aber die wichtigsten (und das wird der Prof euch dann auch sagen) solltet ihr beherrschen.

Gleichgewichte, Chemie der Elemente, MO-Diagramme, Komplexe, Ligandenfeldtheorie, Jahn-Teller-Effekt, das Zeugs wirst du alles im Studium im Schlaf können müssen.

Aber das wird schon. Mein Tipp ist: Arbeite den Mortimer durch, wenn du den kannst ist alles super für die erste Klausur. Und im 2. Semester wird quasi der gesamte Inhalt vorausgesetzt. Also wirst du da nicht viel unnötiges Zeugs lesen, gute Übungsaufgaben mit Lösungen sind auch drin!

PS: Meine Aussagen beziehen sich für Bachelor Chemie. Lehrämtler können diesen Beitrag jetzt ignorieren.

Außerdem ist natürlich wichtig, dass du die Konzepte (Ligandenfeldtheorie, Molekülorbitale) wirklich VERSTANDEN hast, d.h. du sie auf diverse Problemstellungen anwenden kannst. Einfaches runterbeten von Beispielen ist wenig hilfreich.

Ich habs das damals so gemacht, dass wir ca. 1 Monat vor der Klausur eine Lerngruppe gebildet haben und uns gegenseitig die Themen als Vortrag vorgestellt haben und erklärt haben. Anschließend wurde der Vortragende mit allen Fragen gelöchert, die einem nicht klar sind, bzw. besondere Anforderungen stellten. So merkt man dann gut, ob man 1. das Thema erklären kann, dann hat man das Prinzip schonmal verstanden und 2. ob man auch Spezialfälle erklären kann, über die man sich womöglich noch nie Gedanken gemacht hat.

Bei uns war das z.B. die Strukturformel von O2(2+), das weiß ich noch.... da hatten wir ordentlich diskutiert, bis wir uns einig wahren wie die Formel auszusehen hat!

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Meine sisters studieren beide und ich sage dir du hast viel lernen vor dir.

Schreib dir aufjedenfall auf was du in den vorlesungen vorgezeigt bekommst, und sitz so weit vorne wie nur möglich.

(es gibt leute die filme sogar die vorlesungen) falls du die sachen die der prof sagt nochmal anhören musst dann wäre das hilfreich.

Falls du freunde dort schon gefunden hast, dann lerne mit denen zusammen oder frag sie wie sie denn so lernen.

Ansonsten lerne einfach das was du am wenigsten verstanden hast und sobald du das alles drinne hast, lerne nochmal die anderen sachen durch

Der Lernaufwand ist von Professor zu Professor unterschiedlich. Wenn es alte Klausuren gibt, kannst du dir die ja mal anschauen um zu sehen wie die Klausur aufgebaut ist. Ansonsten vielleicht Kommilitonen im höheren Semester fragen die das Fach auch schon geschrieben haben. LG

Hallo Ila,

na hier passt meine Antwort ja eigentlich noch besser hin. Viele hier haben Dich ja schon in die richtige Richtung verscherzt: Du musst es erstmal schaffen, dass Dir das Studium Spaß macht! Das ist Regel Nr.1 für ein erfolgreiches Studium. Schau, dass Du liebe Komillitonen kennenlernst, dass Du Leute findest, Die mit Dir in Vorlesungen gehen und die Übungen machen, die mit Dir auch abends mal ausgehen. Das ist nicht Jux und Tollerei, sondern gehört dazu, wenn Du 3-4 Jahre an dieser Uni sein möchtest.

Sicher ist das Lernen auch wichtig, aber mach Dich jetzt nicht verrückt! Wichtig ist vor allem, den Lernstoff genau abzugrenzen. Frag Die Dozenten und - ganz wichtig - hol Dir die Altklausuren von den älteren Semestern. Jede Uni hat die irgendwo online. Eventuell mal Tutoren oder so fragen.. irgendwie kommt man da immer ran. Und fragen, fragen, austauschen.. irgendwer weiß immer irgendwas:

  • Der Dozent hört gerne das und das
  • Der macht unglaublich schwere Prüfungen
  • Bei dem muss ich auf Multiple Choice lernen
  • Hier ist noch nie jemand durchgefallen, der auch nur den kleinen Finger gerührt hat

Dieses ganze Abwägen und Tratschen gibt's auch noch genauso im Masterstudiengang, es bleibt immer. Und geh ruhig auf die Dozenten zu, schreib ihnen Email oder geh in die Sprechstunde, wenn Du mal unsicher bist. Ich habe noch keinen einzigen Dozenten gehabt, der sich nicht liebend gerne um mich gekümmert hätte, wenn ich mal eine Frage hatte.

Den wichtigsten Tipp habe ich Dir ja schon in der anderen Frage gegeben: Pass auf Deinen Kopf auf. Ein bisschen Sport, bunte Abende und ein paar Quatschrunden in der Mensa sind oft wichtiger als die volle Konzentration auf die Lernerei.

Beste Grüße und viel Erfolg,
Balu

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