Tapetenleim?!

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6 Antworten

Zellleim heißt der heutige Kleister, richtig angerührt (Viskosität) auf die Erfordernisse der unterschiedlichen Tapetensorten, gibt es keine Probleme damit. Zusätze verbieten sich von selber, der Leim würde nur verfälscht werden. Nach dem Krieg gab es noch den Stärkeleim, Schwamm drüber. Wichtig ist ein sauberer Untergrund. Mit flüssiger Makulatur streichen ist der Normalfall. Für hochwertige (empfindliche) Tapete empfiehlt sich das kleben von Maschinenpapier.

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Nur bei sehr schweren Tapeten ist es angebracht, Spezialkleister zu nehmen.

Wenn ihr Probleme habt, kleistert ihr wahrscheinlich nicht richtig. Die Wand muß dazu frei sein von sämtlichen Tapetenresten. Ich selber gehe dann sogar noch mit Schmiergelpapier über die Wand um eventuelle Unebenheiten, dickere Körnchen vom Putz usw. wegzuschmirgeln - macht zwar Arbeit, aber die lohnt sich wirklich, wenn die Tapete anschließend wirklich schön glatt an der Wand ist! Die Wand muß auf alle Fälle gründlich abgebürstet werden.

Danach wird der Kleister angesetzt. Es gibt Kleister für Papiertapeten, Kleister für Rauhfaser, Kleister für schwere Tapeten, Kleister für Vliestapeten. Steht auf der Packung drauf. Ansetzen genau nach Anleitung, SEHR gründlich rühren !! Wirklich sehr gründlich, bis sich alles aufgelöst hat

Nach dem Ansetzen vom Kleister genau nach Anleitung wird an der Wand Maß genommen und mehrere Bahnen (nicht gleich alle) zurechtgeschnitten.

Der Kleister wird noch mal umgerührt, daß sich möglichst wenig Klümpchen drin befinden. Der Kleister muß so eine sabberige Konsistenz haben, wie Schnodder. Darf nicht zu dünn sein und zu dick auch nicht.

Für Anfänger ist es am günstigsten, wenn man dann erst mal EINE Tapete einkleistert. Ganz besonders hier auf die RÄNDER achten !! Die müssen wirklich komplett was abkriegen! Die Tapete dann zusammenlegen (Kleister auf Kleister) und an die Seite legen. Jede Tapete muß erst irgendwie einweichen! Schwere Tapeten länger, leichte kürzer.

Sodann die Wand einkleistern. Auch hier besonders darauf achten, daß da, wo die Ränder hinkommen, wirklich gut gekleistert ist. Der Kleister darf nicht runterlaufen, muß aber so viel drauf sein, daß er nicht komplett in die Wand einzieht.

Wenn die erste Tapete nun ausreichend eingeweicht ist, diese dann mit großer Sorgfalt und Ruhe an die Wand bringen. Diese erste Tapete muß absolut senkrecht hängen, die Kanten mit einer Wasserwaage überprüfen. Es muß so viel Kleister zwischen Tapete und Wand sein, daß man die Tapete noch vorsichtig hin- und herziehen kann.

Beim Anbringen am besten erst mal nur die obere Hälfte der Tapete richtig drankleben. Hängt das obere Ende, kann man den Rest der Tapete sehr gut mit der Tapetenbürste glatt an die Wand dran streichen, immer schön von der Mitte zu den Rändern hin!

Es kommt schon mal vor, daß trotz alledem etwas zu wenig Kleister an einer Stelle hingekommen ist. Macht nix, Tapete vorsichtig an der Stelle wieder abnehmen und nachkleistern! Passiert mir auch immer wieder.

Hängt erst mal die erste Bahn korrekt, könnt ihr euch auf die Schulter klopfen, einen Kaffee trinken und euch dann an den Rest machen !! Die erste Bahn ist die Wichtigste und Schwierigste!

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Kommentar von Rosengarten
10.10.2011, 15:29

Ich bin mittlerweise dazu übergegangen, grundsätzlich die Wand AUCH einzukleistern. Dann hat man auch mehr Zeit, die Tapete noch passend hin- und herzuschieben. Bei den verschiedensten Tapeten habe ich hinterher auch keine Blasen, sich lösende Ränder und so. Meine letzte Tapete war eine goldfarbene Satintapete mit ganz feinen Röschen drauf.

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Ich habe noch nie davon gehört, das man was in den Kleister geben kann, damit er besser hält!

Und ich habe schon etliche Wohnungen tapeziert! Mir ist mit normalem Tapetenkleister noch nie eine Tapete runter gekommen.

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Öhm, also meine Tapeten halten auch mit dem gewöhnlichen Leim bombenfest...was hast du denn vor?

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Kommentar von MeliXoXo
10.10.2011, 14:31

Nun, meine Mum meinte, das ihre Bekannt noch irgendwie was ranmacht, unsere Tapete knallt immer ab.

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Der Tapetenleim wird nicht noch zusätzlich verpanscht.

Wichtig ist es aber, daß der Untergrund tapezierfähig ist. Diese Tapezierfähigkeit kann man dadurch erreichen, in dem man auf den Putz eine "Art" dünne Pappmascheé aufstreicht. Diese wird Maklatur genannt, und ist in jedem Bauhaus erhältlich.

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Wenn der Untergrund sauber und staubfrei ist und er in genügender Stärke aufgetragen wird, braucht man keine Zusätze!

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