Suche Gedicht über die Liebe der Sonne zum Mond

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Ballade

Und die Sonne machte den weiten Ritt um die Welt,

Und die Sternlein sprachen: "Wir reisen mit

Um die Welt";

Und die Sonne, sie schalt sie: "Ihr bleibt zu Haus!

Denn ich brenn euch die goldnen Äuglein aus

Bei dem feurigen Ritt um die Welt."

Und die Sternlein gingen zum lieben Mond

In der Nacht,

Und sie sprachen: "Du, der auf Wolken thront

In der Nacht,

Laß uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,

Er verbrennet uns nimmer die Äugelein."

Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.

Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond,

In der Nacht! Ihr versteht, was still in dem Herzen wohnt

In der Nacht.

Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,

Daß ich lustig mit schwärmen und spielen kann

In den freundlichen Spielen der Nacht.

Ernst Moritz Arndt, (1769 - 1860), deutscher Professor für Theologie und Verleger, der wegen seiner antinapoleonischen Flugschrift »Geist der Zeit« nach Stockholm fliehen mußte

@mokka1963

Clemens Brentano (1778-1842)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch,

Himmel und Erde sind sich gleich.

Spricht der Himmel: Werde!

Da grünt und blüht die Erde!

Spricht die Erde: Sterbe!

Da wird der Himmel ein lachender Erbe.

Sterne sah ich blinken und sinken,

Den Mond in der Sonne ertrinken,

Die Sonne stieg in die Meere,

Ohne dass sich ein Fünklein verlöre.

Feuer und Wasser hassen sich,

Erde und Wasser umfassen sich,

Luft und Feuer entzünden sich,

Erde und Feuer ersticken sich,

Erde und Luft umkühlen sich,

Luft und Wasser umspielen sich,

Aber alles ist Liebe, Liebe, Liebe

Und wenn sich alles empörte, verzehrte, verschlänge,

Dass gar nichts bliebe, bliebe doch Liebe

Die Hülle, die Fülle, die Menge.

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