Die Sonne und ihre Anziehungskraft an dem Mond?

7 Antworten

Das würde stimmen, wenn das System Erde-Mond in Ruhe wären. Dann würde aber nicht nur der Mond, dann würde auch die Erde auf die Sonne stürzen. Tatsächlich kreist aber das System Erde-Mond gemeinsam um die Sonne, sodass auf beide die Fliehkräfte wirken, die zu einem Ausgleich der Gravitation führen.

Die Entfernung Erde-Mond ist starken Schwankungen unterworfen und ändert sich täglich. Sie beträgt zwischen 356.410 km und 406.740 km. Diese Schwankungen werden zum einen durch die Exzentrizität der Mondbahn um die Erde als auch durch die unterschiedichen Entfernungen zur Sonne bewirkt.

Der Einfluss der Sonne macht sich zudem dadurch bemerkbar, dass der Mond, dessen Umlaufbahn um etwa 5° gegenüber der Umlaufbahn der Erde um die Sonne (Ekliptik) geneigt ist, mal stärker und mal schwächer verändert wird. Einmal in 18 Jahren dreht sich daher die Mondbahn um die Erde. Dieser Zyklus ist der sogenannte Saroszyklus und beeinflusst das Auftreten von Sonnen- und Mindfinsternissen, da eine solche Finsternis nur dann auftreten kann, wenn die Mondbahn die Erdbahn (Ekliptik) schneidet. Diese Schnittpunkte werden Mondknoten genannt. Dieser Saroszyklus war bereits den alten Babyloniern bekannt, wie man aus Keilschrfttafeln aus 748 v.Chr. weiß.

Ich weiß ja nicht, wo du deine Zahlen her hast, aber sie sind definitiv keine Angabe irgendeiner Kraft, weil die Einheit fehlt.

Aber selbst mit Einheit angenommen, ist dein Unterschied von > 33 Größenordnungen mehr als abenteuerlich.
Da muss man bei Überschlagsrechungen nicht genau sein:

Die Sonne ist ca. 100 mal so groß wie die Erde, hat also das 100³-fache = millionenfache Volumen, und gleiche Dichte angenommen, die millionenfache Masse.

Die Sonne hat einen Abstand von 150.000.000 km, die Erde 400.000.
Der Faktor ist 375. Die Wirkung also 1/375².
Macht ca. 1/140000.

Das verrechnet ergibt einen Unterschied um eine Grßenordnung.
Zwar seeehr ungenau, aber doch ein klarer Beleg gegen 33.

Du gehst von der Fallbeschleunigung von der Oberfläche aus (bzw. im Fall der Erde dem Mittelwert).

Fakt ist jedoch, die Fallbeschleunigung nimmt mit dem Abstand immer weiter ab:

g = (G * M) / r^2

g = Fallbeschleunigung
G = Gravitationskonstante
M = Masse (z.B. Erdmasse)
r = Radius (z.B. Erdradius)

Wie du siehst: Grösserer Radius = kleineres Ergebnis - Ergo: Mehr Abstand = geringere Fallbeschleunigung.


Dies erklärt aber die Frage nicht, denn die Gravitationsfeldstärke der Sonne ist bei uns (Im erde Mond System) trotz der großen Entfernung immer noch 29% größer als die Feldstärke der Erde auf dem Mond, insofern ist also der Einfluss der Sonne größer. Dies ist aber hier nicht der Punkt.

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