Stützmauer aus Schalungssteinen mit Streifenfundament?

1 Antwort

die Stützkraft der Mauer kommt weniger aus der Tiefe, wie Tief diese "in die Erde eingelassen" wird, sondern wie schräg sie zum Hang steht...

= ein guter (An-) Schluss zum Erdreich verhindert, dass die Erde nachrutscht - das kann man aber auch erreichen, indem man nach dem Bau den Zwischenraum mit Kies oder Sand auffüllt - was den Vorteil einer Drainage hat...

außerdem fällt aus einer Mauer mit Neigung nach hinten nicht so schnell etwas nach vorne raus :-)

Fundament: bei 90 cm ist die Mauer nicht sonderlich hach und schwer = mit stabilem Untergrund, evtl. mit Kies/Sand ausgeglichen hat sich das eigentlich (nicht auf Erd/Gartenboden, aber ein Betonfundament brauchts nicht - gibts bei keiner Weinbergmauer...)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn eine Stützwand nicht schwer ist steht sie eben eben gerade schlecht..

kann man beim schönen Wetter sehr gut beobachten:
Die volle Wasserflasche bleibt stehten - sie ist nämlich schwer.
Die leere Wasserflasche aus leichtem Kunststoff purzelt beim nächsten Windstoß schon durch die Gegend.

Darum gibt es 3 Arten von Stützewänden:

  • Senkrechte Stützwände die entweder abgestützt oder rückverankert und / oder recht tief in den Boden eingelassen werden. (quasi 2 leere Wasserflaschen hintereinander geklebt und die eine davon eingegraben: schon fällt die 2. nicht mehr um)
  • Schwergewichtswände, die selbst so schwer sind, dass sie stehen bleiben (volle Wasserflasche)
  • Winkelstützwände, bei denen quasi ein Teil das Bodens auf der Wand liegt und sie somit ähnlich einer Schwergewichtswand wirkt.

Dazu kommt natürlich die generelle Bodenmechanik: auf die frostfreie Gründungstiefe zu verzichten ist nichts weiter als ein Provisorium..

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