Sozialverhalten Ost- und Westdeutscher

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7 Antworten

Na diese Frage wird doch bestimmt gleich gelöscht. (nicht von mir) Die sche!ssen einen auf Arbeit auch schneller beim Chef an. Haben die ja 50 Jahre mit ihren Nacbarn auch nicht anders gemacht.

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Kommentar von FrauFred
14.03.2012, 20:08

ich will ja wirklich keine Ressentiments schüren, aber ich habe wirklich den Eindruck, daß es so ist. Natürlich gilt das nicht für alle.

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Kommentar von Sarih91
14.03.2012, 20:08

und da kommen schon wieder die klischees

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Kommentar von nonentity
14.03.2012, 21:28

@Kraschi,genau das ist es, was solche Fragen schüren: Dumme Bemerkungen und Stigmatisierungen. Man kann sich mal wieder schön auslassen über die Ossis und sein Gefühl der Überlegenheit neu beleben.

Vielleicht verstehst du jetzt, weshalb manche Ossis so sind wie oben beschrieben. Bei solchen Landsleuten wie dir, die voller Vorurteile sind, kein Wunder!

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Zunächst ist Ihre Frage dahingehend zu beantworten, dass Sie wie so viele vor Ihnen und wohl auch noch nach Ihnen wieder einmal Wessis und Ossis und deren Verhalten per se verallgemeinern. Dies halte ich für einen Fehler und führt nicht zu einem abschließenden Zusammengehörigkeitsgefühl. Nun zur Fragestellung: Punkt 1:Grundsätzlich sind die Menschen verschieden. Ostdeutsche wurden soweit deren Geburt vor der Wende erfolgte sicherlich anders erzogen als Westdeutsche. Hier wäre schon nachzufragen, ob Ihrer Meinung /Sichtweise nach nur die vor der Wende in der damaligen DDR geborenen unsozialer sind oder auch die nach der Wende geborenen. Punkt 2: Die Wende war für alle Ostdeutsche ein absoluter Wendepunkt im Leben, welches bis dahin davon geprägt war, dass alles aber auch wirklich alles staatlicherseits kontrolliert und gelenkt wurde. Plötzlich fiel dieser Umstand/Diktat weg. Keiner mehr da, der einem sagte wie jenes und dieses funktioniert bzw. zu funtionieren hat, wenn man keinen Ärger haben will. Nach der Wende und der Wiedervereinigung sah man sich im Kapitalismus und keiner wußte wie es geht. Und der Kpitalismus ist und bleibt auch wenn er angeblich hierzulande eine soziale Marktwirtschaft ist, knallharter Kapitalismus wie uns die jüngste Bankenkrise ja unlängst vor Augen zeigte. Ich nehme an, dass sich so mancher Ihrer Meinung nach unsozialere Ostdeutsche aus purer Überlebensangst unsozialer verhält. Doch bitte lassen Sie ihre Verallgemeinerungen und vergessen Sie bitte nicht, dass für viele Ostdeutsche der Sozialismus bzw. was Sie wohl verkennen die sozialistische Staatsordnung, in der die DDR-Bürger lebten, aufgezwungen wurde. Und falls Sie es noch nicht gehört haben Not macht erfinderisch und Not im materiellen Sinne gab es was Gegenstände des alltäglichen Bedarfs angeht genügend. Abshließend nur soviel.

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Ich denke da muss man unterscheiden, die Einstellung "wir" und "die" kenne ich auf beiden Seiten, also die Gruppendynamik die sich immer dann entwickelt wenn man über die "Ossis" oder "Wessis" herzieht, das ist aber auch sehr von der Generation abhängig...

Die DDR hat sich spätestens seit dem Mauerbau sehr isoliert, die sozialistische Gesellschaft prägte die Begriffe "wir" und "die" wesentlich stärker als man das in der Bundesrepublik tat. Jeder der mal ein DDR-Schulbuch in der Hand hatte, kennt die Einleitung und Fokussierung auf den Klassenkampf, die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft und so weiter. In der Realität sah es natürlich ganz anders aus, nicht umsonst wurde z.B. der Sport so unglaublich gepuscht, man wollte den Patriotismus befeuern und verband es mit der Staatsdoktrie, wir sind leistungsfähiger als die...

Was dann 1990 passierte muss viele desillusioniert haben, was tut man wenn die 'überlegende Ideologie' so auf die Nase fällt? Man idealisiert das, was einem keiner wegnehmen kann, also die Jobgarantie, das behütete Leben und die Kindergartenplätze, dazu noch eine Priese bessere Bildung und höhere soziale Kompetenz und man ist am Ziel. Ich nenne das logisch, weil man sich ja angesichts der Aufarbeitung der Vergangenheit, der Schließung der Betriebe und dem Abbau von sozialer Leistungen nicht gerade toll fühlte. Als nächstes versucht man doch automatisch die eigene Person von dem Zusammenbruch dieses Staates zu trennen, auch da idealisiert man und man saß mit Menschen zusammen, deren Welt sich auch auflöste, innerhalb von Monaten begannen die Schuldzuweisungen, als Gegenbewegung straften die Wessis dann die Ossis mit Häme, was die Ossis noch weiter in die Defensive drängte.

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Monate, da änderte sich die allgemeine Happyness sehr schnell in Bitterkeit, dass betraf aber beide Seiten, genervt und enttäuscht zog man sich auf Positionen zurück, die die jeweils 'anderen Deutschen' als Schuldige ausmachten.

Ich denke man findet mehr Fremdenhass in den Neuen Ländern, weil das 'Wir-Gefühl' dort überproportional propagiert wurde, zusätzlich kannte man bis zur Wende kaum Ausländer, die am täglichen Leben teilnahmen, das gleiche gilt z.T. für Wessis, die sich in den Neuen Bundesländern niederlassen, keine Region in Westdeutschland war frei von Migrationen, sowohl von Deutschen aus anderen Bundesländern als auch von Migranten von außerhalb. Das Gefühl "wir sind nicht gleichwertig" treibt in Ostdeutschland die Menschen um, das ist auch eine Folge der ungleichen Bezahlung, der Bevormundung in den ersten 2 Jahren und sicher auch eine Folge der Unkenntnis, denn die meisten Ostdeutschen hatten überhaupt keinen Schimmer was sie als neue Bundesbürger z.T. unterschrieben, der Schutz vor den Raubrittern in Form von fliegenden Händlern und Haustürverkäufern war überhaupt nicht bedacht worden...

Ich erlebe die ehemalige DDR ganz anders, es gibt die unsozialen Ossis, die sich in kleinen Gruppen Ihrer Ostalgie hingeben, es gibt aber auch ehemalige DDR-Bürger die Ihren Kinder diese Vorurteile mit auf den Weg geben. Das gleiche findet man aber auch im Westen...

Lasst dieses Ost-West-Konfliktdenken, es gibt auf beiden Seiten Vollidioten und Superhelden, generell würde ich behaupten, dass 60% der Bürger in diesem Land vorurteilsfrei sind, hüben wie drüben, begegnet den Ossis und den Wessis doch mal so, wie er es mit Engländern oder Franzosen tun würdet, natürlich nur wenn Ihr den 'Anderen' nicht so richtig kennt, mir fällt ein Ossi sofort auf, nicht wegen seiner Äußerlichkeit aber der Akzent ist mit Ausnahme der Jungs und Mädels aus MVP leicht zuzuordnen, einen generellen Unterschied sehe ich nicht, nur kann ich nicht aus meiner Haut und finde Sachsen halt grundsätzlich sympathischer als z.B. Thüringer, ich habe überwiegend sehr positive Erfahrungen mit dem Ossi und ich kenne praktisch jede Stadt und Region zwischen Rügen und dem Thüringer Wald...

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Es gibt da verschiedenes was mir einfällt:

  1. falls du selber aus dem westen kommst, könnte es daran liegen das dir gegenüber ostdeutsche oft unfreundlicher sind,

  2. das ist wie wenn die kinder zuhause ausziehen, die wolln dann auch alles was sie vorher nicht hatten und durften

  3. Weil auch so "lange" nach der wiedervereinigung immer noch so viele angäbliche und auch tatsächliche unterschiede gemacht werden, oft zum nachteil der ostbürger, daher haben die natürlich unterbewusst das gefühl immer mit den ellbogen voraus durch die welt gehen zu dürfen

  4. du hast vlt einfach nur pech; ich wohn z.B. im "tiefsten" westen, kann fast zu den holländern hüpfen und bei mir auf der arbeit haben wir auch 2 die aus dem osten kommen, und die sind super nett und höfflich und zuvorkommend

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Kommentar von FrauFred
14.03.2012, 20:09

Könntest Recht haben

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Deine Frage an sich offenbart schon soviel Borniertheit, dass sie eigentlich gar keine Antwort verdient. Wieviele Ostdeutsche kennst du denn? Doch sicher nicht genug, um dir ein umfassendes Bild machen zu können.

Ich bin im Osten aufgewachsern und habe dort viel Solidarität und Zusammenhalt erlebt, kein Mobbing auf der Arbeit und auch keine Mobbing unter Kindern in den Schulen, keine widerwärtigen Nachbarschaftsstreitereien mit unendlichen Klagen, die die Gerichte beschäftigen.

Die Nachberan haben sich verstanden, und Bespitzelungen, so wie der Wessi sie versteht, gab es nur in den wildesten Phantasien derer, die nie im Osten waren und trotzdem genau wissen, wie es dort war.

Wenn du den Eindruck hast, dass Ossis im Umgang mit Wessis weniger sozial oder freundlich sind, dann ist das sicherlich deren Erwartungshaltung geschuldet, da er von Anfang an die Erfahrung gemacht hat, unwillkommen und wenig geachtet zu sein. Der Ossi hatte es ungleich schwerer als der Wessi,da er sich in einem neuen System zurechtfinden musste. Nicht wenige unter ihnen sind sahen sich in ihren Erwartungen getäuscht und betrogen und haben sich abgeschottet von dem jovialen Getue einiger Landsleute aus dem Westen, die nur allzu gern den großen Gönner und Besserwisser heraushängen lassen. Das erträgt keiner, der einmal ein gesundes Selbstwertgefühl an den Tag gelegt hat und jetzt in einem Kurzzeit-Job oder bei Hartz4 sein Leben gestalten muss.

Es ist ein Unterschied, aus einer sozialen Absicherung in eine soziale Unsicherheit geraten zu sein und dann noch zu wissen und auf Schritt und Tritt zu spüren, dass u.a. seine Arbeitskraft oft weniger wert ist als die seines Landsmanns aus dem Westen.

Was mich persönlich betrifft: Ich kenne diese Unterschiede aus eigener Erfahrung nicht, ich sah sie nur bei anderen. Ich habe sehr viele aufgeschlossene, intelligente Westdeutsche kennengelernt, die daran interessiert waren, ihren Blickwinkel zu erweitern und nicht pauschal jede unliebsame Erscheinung dem Ossi als Stigma aufgedrückt haben. Solche Einstellung wäre auch dir zu wünschen. Schönen Abend noch.

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Kommentar von Strassenkater
15.03.2012, 06:11

Was du schreibst ist doch auch etwas einseitig,denn das Wort Mobbing kannten wir nicht aber das Wort "Petzer und Anscheisser" und solche netten Arbeitskollegen gabs auch in Volkseigenen Betrieben und davon nicht Wenige.Sicher stimmt es das Westdeutsche in ihrer Art und Weise sehr Angeberisch uns vorkamen. Das komische war,dass ich nach längeren Jahren mal mit ehemaligen Kollegen zusammenkam denn ich lebe nun im Westen fragte man mich ob ich studiert habe. An was das liegt weis ich nicht,denn verändert habe ich mich auch nicht.

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Es sind aber die "sozialistischen" Ostdeutschen, die mir immer wieder als extrem egoistisch und Ich-Ich-Ich bezogen vorkommen>

Die mussten sich überhaupt erstmal an die Umgangsformen hier gewöhnen. Deswegen fingen viele nach der großen Einverleibung an, sich wie ihre "Brüder und Schwestern" aus dem Westen aufzuführen, ohne zu wissen, wie das eigentlich geht! Da gab es denn schon mal die eine oder andere Übertreibung!

Ich kann mir andersrum aber allerdings nicht vorstellen, dass die "Wessis" in diesem PISA-Land hier in der Lage gewesen wären (bei einem anderen Verlauf der historischen Ereignisse), sich genau so schnell und genau so gut an die anderen gesellschaftlichen Verhältnisse anzupassen!


Was ist eigentlich Deiner Meinung nach "soziales Verhalten"?

Kann es sein, dass zu diesem Begriff unterschiedliche Ansichten zwischen Wessis und Ossis existieren?

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Kommentar von exFlottiLotti
15.03.2012, 11:50

Das bringt es auf den Punkt. DH!

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In unserer Tageszeitung stand heute, das ältere Menschen die in der DDR groß geworden sind, zu höflich sind, sich gegen Abzocker zu wehren. Also die Tür sofort zu schließen und das Telefongespräch sofort zu beenden.

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Kommentar von nonentity
15.03.2012, 13:24

Da ist was dran. Den Rest erledigt die Zeit... Die Jüngeren sind schon klüger geworden und haben sich angepasst. Wie das zu werten ist, das sei dahingestellt...

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