Sollte/könnte man jeden Menschen mögen?

27 Antworten

Im Grunde ja. So begegne ich Menschen in der Regel. Es bekommt jeder die Chance, mir zu zeigen, ob er ein Armloch ist oder nicht. Völlig ungeachtet seiner individuellen Umstände. Die Wenigsten nutzen diese Chance zum Nachteil.

Ich kann nicht jeden Menschen mögen, aber ich kann sie akzeptieren. Wenn ich jemand nicht mag gehe ich halt auf Abstand. Die Menschen sind so verschieden und manche nerven schon mal sehr. Die kann ich dann nicht mögen. Man muß halt manchmal trotzdem mit ihnen leben.

Man kann genauso wenig jeden mögen, wie man von jedem geliebt werden kann.

Manche Menschen strahlen eine derartig starke Antipathie auf einen aus, dass das nie "was werden" kann bzw. sie haben einfach eine andere Wellenlänge, wie man so nett sagt..! Es gibt genauso gut auch Leute, mit denen man sich einfach vom ersten Moment an super versteht :)

Aber das ist m.E. ganz natürlich & alles andere als problematisch!


 & alles andere als problematisch!

Dann schau dir mal die ganzen Kriege hier auf der Welt an. Nicht wenige davon entstehen nur, weil die Menschen Angst vor anderen Kulturen und vor Überfremdung haben. Auch der immer größer werdende Hass auf Flüchtlinge ist m.E. nur der Tatsache geschuldet, dass sich die Menschen hierzulande einfach nicht mit Menschen, die von sooo weit her kommen identifizieren können. Es fällt einfach schwer, sich selbst in der gleichen Situation vorzustellen, denn solche Probleme, wie derzeit in Syrien gibt es ja schließlich nur gaaaanz weit weg von hier.Ich halte diese menschliche Eigenschaft für sehr problematisch

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@tetra13

Klar ist das schlimm, aber man kann nicht jeden lieben.

Es gibt aus eigener Erfahrung kaum etwas zermürbenderes, als wie wenn man mit wirklich unsympathischen Menschen - egal welcher Herkunft!! - zusammen sein muss. Egal ob auf der Arbeit oder im Berufsleben.

Habe selbst einen Migrationshintergrund & weiß wie das ist ------------> meine Familie hatte bis vor ca. 10 Jahren auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Aber das kam nicht über Antipathie oder fehlende Achtung zustande, sondern schlicht aufgrund unserer Herkunft. Beispiel - ich habe mal als ich ca. 15 Jahre alt war jemanden über meinen Onkel reden gehört, der sagte "das sind freilich fleißige und nette Leute, aber halt aus Jugoslawien da irgendwo, da muss man immer aufpassen".

Aber wir haben es geschafft, auch die Russlanddeutschen mit denen ich befreundet bin sind soweit integriert & fallen nicht groß auf. Ich würde nicht sagen dass die Menschen sich mit anderen, die von weit weg kommen, pauschal nicht identifizieren könnten. aber alles braucht nun mal seine Zeit.

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Jeden Menschen auf Anhieb zu mögen, finde ich sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Aber ich muss mich doch oft wundern, wie sympathisch manch einer werden kann, wenn man nur etwas auf ihn eingeht und ihn besser kennenlernt!

Aber ob man jemanden mag oder nicht, so hat doch jeder mindestens das Recht, mit Höflichkeit und Respekt behandelt zu werden. Man sollte auch immer versuchen, für andere Verständnis aufzubringen, denn wir wissen nicht, warum diese manchmal so unsympathisch erscheinenden Menschen so geworden sind, wie sie sind, und was ihnen im Leben geschehen ist.

Auch wenn es Leute gibt, die uns in irgendeiner Weise feindlich gegenüberstehen, sollten wir doch nur ihr Gutes wollen und ihnen bei Bedarf trotzdem hilfreich zur Seite stehen. Ich denke, nur so ist ein friedliches Miteinander möglich.


Ich denke das ist nicht möglich. Mein Arbeitskollege beispielsweise, mit dem ich tagaus/tagein zu tun habe, ist da ein besonders hartnäckiger und schwieriger Fall. Sobald man etwas von sich gibt, egal ob es richtig oder falsch ist, wird sofort korrigiert. Dass einen sowas mit der Zeit zuwider ist dürfte klar sein. Weißt man ihn irgendwann mal darauf hin, dass dies auf Dauer sehr besserwisserisch wirkt, tut er so, als könnte man das gar nicht verstehen - verbessert einen also selbst dann noch :)

Eigentlich besitzt jeder Mensch etwas, was einen anderen nicht gerade anturnt. Damit zurechtzukommen verlangt von einem selber Toleranz, die aber nicht täglich vorhanden ist. Wir sind nun mal von unserer Tagesform abhängig. Es ist also vorprogrammiert, dass einem irgendwann deshalb auch mal die Hutschnur reißt.

Ich bleibe dabei - jeden Menschen mögen zu können ist eine Art soziales Perpetuum Mobile :)

jeden Menschen mögen zu können ist eine Art soziales Perpetuum Mobile

qed: Mutter Theresa widerlegte die Thermodynamik!   ;)))

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