Sollte man bei einer Bewerbung nachfragen?

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17 Antworten

Antworten, die eine Nachfrage nach 8-10 Tagen vorschlagen, sind ebenso nicht ernstzunehmen, wie ein Warte-Zeitraum von mindestens 3 Monaten. Nach Eingangsbestätigung halte ich eine Wartezeit von 3 Wochen für angemessen, es sei denn, es wurde ein anderer Termin durch das Unternehmen genannt. Die Erstauswahl in der Personalabteilung dauert i.d.R. nur sehr kurz, manchmal wird ein Urteil in wenigen Minuten gefällt. Erst dann beginnt der eigentliche, zeitintensive Prozess der Durchsicht und Einbestellung von Kandidaten. Somit lieber etwas Geduld haben, als das Gegenteil zu signalisieren.

Es ist sogar gut, wenn man nach Ablauf einer gewissen Frist nachfragt, was aus der Bewerbung geworden ist. Manche Betriebe, insbesondere Handwerksbetriebe, erhalten soviele Bewerbungen, dass sie gar nicht auf die Bewerbungen antworten und auf die Eigeninitiative der Bewerber warten. Die Bewerber, die wirklich Interesse zeigen und nachfragen, was aus ihrer Bewerbung geworden ist, werden zum Einstellungstest oder Vorstellungsgespräch eingeladen, weil es ihnen anscheinend wichtig und bedeutsam ist. Manche Betriebe aus meiner Stadt handeln nach diesem Prinzip, u.a. ein sehr bekannter Friseur, der sich vor Bewerbungen kaum retten kann.

Nachfragen bzw. auch Nachfassen genannt, ist relativ gefährlich weil aufdringlich. Du solltest da gewisse Wartezeiten abwarten, bevor Du Dich telefonisch oder schriftlich an den Arbeitgeber wendest. Siehe auch Stichwortsuche Wartezeiten unter http://www.jobbanet.eu - Der Karriereguide. Viele Unternehmen lassen Bewerbungen absichtlich auf "Halde" liegen um möglicherweise Kandidaten noch vorstellig werden zu lassen, wenn der oder die "Auserwählte" nach einiger Zeit schon versagt hat.

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