Soll man eine bkh Wohnungskatze Impfenlassen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch eine Wohnungskatze würde ich grundsätzlich mit der Kombi-Impfung Katzenschnupfen/Katzenseuche schützen.

Das Feline Panleukopenie-Virus ist sehr stabil und ist auch nach über einem Jahr noch infektiös und kann leicht durch Schuhwerk und Bekleidung von aussen "eingeschleppt" werden.

Die Erreger, die für die verschiedenen Ausprägungen des Katzenschnupfens verantwortlich sind, nämlich Herpes und Calici, sind zwar nicht so lange ansteckend (sie überleben nur einige Tage), können aber ebenso gut und leicht mit in die Wohnung gebracht werden.

Diese beiden Impfungen sind die sogenannten Kern-Impfungen, die auch hargesottene Impf-Kritiker in aller Regel befürworten - und das aus gutem Grund.

Ich hab hier zuhause eine Calici-Katze. Kein Schnupfen, aber chronische Entzündungen in der Maulhöhle. Das hat inzwischen dazu geführt, dass ihr die Zähne gezogen werden mussten und sie nun mittels Kortison und Antibiotikum (gegen Sekundärinfektionen) mehr oder minder dauerhaft behandelt werden muss. Sie ist erst mit 8 Jahren zu mir gekommen, war früher mal Freigänger und hat das Virus wahrscheinlich schon lange symptomfrei mit sich rumgetragen. Sie war bis dahin nicht durchgeimpft. Keine schöne Sache, und niemand weiss, wie lange sie damit noch gut leben kann....

Das Risiko von Impfsarkomen ist bei diesen beiden Impfungen vergleichsweise gering (verglichen zum Beispiel mit der Leukose-Impfung).

Schlussendlich wird da jeder seine eigenen Philosophie vertreten, ich kann dir nur raten, dich wirklich gut zu informieren. Folgender Aufsatz von Monika Peichl ist in "Katzenkreisen" recht bekannt und sorgt immer wieder für Diskussionen - informativ ist er allemal, und ihr kann man sicher keine "pro-impfen-gefäbte" Haltung nachsagen ;) http://www.schmusekatzen.de/impfen.htm#hauptimpfungen

Man muss sicher nicht gegen alles und jedes impfen, aber speziell diese beiden Kernimpfungen können wirklich böse Risiken mit vergleichsweise geringen Aufwand (und geringem "Gegen-Risiko") minimieren, und das würde ich für meine Katzen immer tun wollen.

Und ganz bestimmt würde ich nicht - wie hier schon geraten wurde - meine Katzen per Tierkommunikation fragen, ob sie denn gerne geimpft werden möchten..... diese Entscheidung würde ich auch meinen Kindern (wenn ich denn welche hätte) nicht überlassen wollen ;)

Danke für's Sternchen! :)

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Ja,wir haben auch 5 ´Wohnungs-Katzen und lassen sie alle paar Jahre gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche impfen, weil man Katzenseuche auch von draußen reintragen kann und es ist nur eine Spritze für zwei Krankheiten.

Ist so 'ne Sache. Es verbreiten sich im I-net häufig Meldungen, daß Krankheiten bei Katzen, erst durch die Impfung entstanden sind. Wird dir aber kaum ein TA bestätigen - ist ja klar, bringt Geld dem TA und der Pharmaindustrie. Häufig wird beobachtet, daß z.B. Fibrosarkome erst durch Imfpungen entstehen. Eine durchaus gute Alternative wäre Impfen beim Tierheilpraktiker, nicht durch Spritze, aber andere Mittel, die dieselbe Wirkung haben und keine Nebenwirkungen mit sich tragen. Falls es dir hilft, meine Katzen Wohnungskatzen waren beide nicht geeimpt und mein Hund auch nicht- nur Erst-Impfung und wurde immerhin 18 Jahre alt.

nur erst impfung heißt aber nicht, nicht geimpft. ;)

auch bei tieren gibt es verschiedene krankheiten, die lebenslange immunität verleighen, wie zB windpocken beim menschen. einmal richtig gehabt, bekommt man sie nie wieder.

wurden deine katzen und dein hund als sie klein waren geimpft, nennt man es grundimmunisiert. die meisten der dabei verabreichten dinge halten ein leben lang, adere braucht man selbst als grundimmunisierung nicht.

beim hund sollte man staupe, parvo, hepatitis grundimmunisieren, ach dem durchzahnen dann noch tollwut und gut ist, ein hundeleben lang.

leider geht die seite von monika peichel derzeit nicht, aber ihr buch kann ich dir auch wärmstens empfehlen. dort wird aufgeräumt mit dem jährlichen impfschwachsinn.

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Wohnungskatze zwangsläufig "Dauerrollig"? Wer hat Erfahrungen?

Gleich vorweg, ich möchte meine Katze kastrieren lassen - das so schnell wie möglich. Bin jetzt als bisheriger Hundemensch "ungeplant" zu einer Katze gekommen, welche zu meinem Entsetzen jetzt schon seit 2 Wochen rollig ist, dabei wird sie in 3 Tagen erst 4 Monate alt. Wollte sie eigentlich Januar/Februar erst kastrieren lassen. Gestern war ich mit ihr zum impfen und chippen (da sie eigentlich mal raus soll, wenn sie größer ist) die Nachimpfung steht in 4 Wochen an. Danach möchte meine Tierärztin sie kastrieren - fit, schwer und kräftig genug dafür ist sie. Nun bin ich aber ganz verunsichert, bei all den verschiedenen "Fakten" und Meinungen, die auf mich einprasseln. Gestern Abend las ich, dass Wohnungskatzen (noch ist sie ja eine) fast immer dauerrollig werden würden. Die Ärztin sagte auch das "könnte" passieren. Das möchte ich weder ihr, noch mir, noch meinen Nachbarn zumuten. Ich will nicht, dass sie unnötig Stress hat. Zudem markiert der unkastrierte Nachbarkater bei uns vor den Gartentüren alles voll, da er sie wohl riecht und das stinkt ganz gewaltig. Muss ich jetzt davon ausgehen, dass meine Katze somit noch 4, 5, 6 Wochen rollig sein wird, weil sie nicht gedeckt wird? Hatte jemand von euch eine Wohnungskatze die aus der ersten Rolligkeit nicht mehr raus kam? Wenn dem oft so ist, will ich keine 4-6 Wochen mit der Kastration warten und hoffe die Ärztin lässt sich auf einen früheren Termin ein. :-(

Eine zweite Frage nach Erfahrungen nebenbei: Ich lese an vielen Stellen, man solle zu einer Katze besser keinen Kater setzen, da diese meist ruppiger sind und ruppiger spielen - und viele Katzendamen nicht damit klar kämen. (Früher hieß es meist ein gemischtes Pärchen wäre besser.) Bei den Geschwister-Katzen meiner Mutter scheint das voll zuzutreffen - das Weibchen verkrümelt sich die letzten 10 Jahre fast nur noch im Keller, geht auch nicht raus, während der Kater durch Haus und Garten spaziert und sie gerne deckelt. Sie dulden sich mehr als alles andere und gehen sich aus dem Weg. Sowas will ich natürlich nicht. Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie bei den Katzen meiner Mutter gemacht, oder denkt ihr das nach Geschlechtern zu beurteilen ist falsch und der individuelle Charakter ist viel entscheidener?

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