Sohn wird immer frecher?

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Wende dich an eine Erziehungshilfe oder eine Beratung vom Jugendamt... Vielen Eltern fällt es schwer eine Erziehungshilfe aufzusuchen, weil sie sich dann so fühlen als hätten sie versagt. Dem ist überhaupt nicht so. Sich Hilfe und Unterstützung zu nehmen, wenn man sie benötigt, hat überhaupt nichts mit Schwäche zu tun.

Das mit seiner Ausbildung ist natürlich bitter, aber wenn er den Weg der Vernunft nicht gehen möchte, muss er den Weg der bitteren Erfahrungen machen. Davor wirst du ihn nicht bewahren können. Ihn "zwingen" in die Schule zu gehen so wie es andere hier kommentiert haben, halte ich für so eine dumme Idee. Und zum anderen frage ich mich wie? Schonmal einen 17-Jährigen zu etwas gezwungen?

Wenn er aber frech und aggressiv dir gegenüber wird, solltest du klare Grenzen ziehen und verdeutlichen, dass er dich so nicht behandeln kann. In diesem Moment musst du wirklich deine Frau stehen und darfst das nicht einstecken. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft.

ich würde vorschlagen du wendest dich ans jugendamt und stellst bis auf weiteres alle sonderleistungen ein: internet/telefon, kleidung waschen, lebensmittel und knöpfst ihm geld ab für miete, strom, internet/telefon, lebensmittel. es steht ihm frei deine hausordnung einzuhalten oder eben ins heim zu gehen.

Hallo,

Söhne sind schon was schweres, da bin ich voll bei dir.
Dein Pech leider - er ist 17, dass heißt natürlich : Alles ist s****e und die Familie erst recht.
Entsprechend musst du natürlich einsehen, dass er (sogar bis in die 20er rein) in einer der schwierigsten Phasen für sich und auch eben für die Eltern ist.
Es rechtfertigt nicht sein Verhalten ! - Es begründet es aber.

Das Problem in diesem Alter ist aber auch die große Unsicherheit die ein 17 Jähriger verspürt.
Er möchte sich nicht mit seiner Zukunft beschäftigen, weil er selber absolut angst davor hat.
Verständlich, es ist nicht mehr wie bei, mit Verlaub, "uns" damals die teilweise schon früh ihre Ausbildung oder ihr Studium begonnen haben.
Damals gab es eben noch nicht so viele offene Wege und Möglichkeiten wie heute.

Heißt also, dein kleiner macht sich ständig (auch wenn er es nicht zugibt) sorgen über seine Zukunft, die Fülle an dem was er machen könnte (statt seiner Ausbildung) ist einfach erschlagend groß.

Jetzt bleibt die Frage: Was kannst du tun ?
"Übers Knie legen" wie hier jemand schrieb ist nicht nur verboten sondern auch absolut der falsche Anreiz.
Ich bin zwar kein Fan von der "typisch deutschen" Bemutterung - doch hier ist es angebracht.

Sei für ihn da, Hilf ihm und biete ihm unbedingt ein offenes Ohr.
Sag ihm, dass du ihn liebst und auch unterstützt egal was passiert.
Natürlich wirst du dann genau so wie wir alle die Kommentare hören wie : "JAA! Geh jetzt aus meinem Zimmer !" oder sogar schlimmeres.
Doch was anderes bleibt dir nicht übrig.
Letztlich muss er die Erfahrung nämlich selbst machen !

Mein Rat also : Lass es so laufen und bloß nicht den Jungen stressen (die Toleranz ist in dem Alter so niedrig, dass die teilweise schon bei einem einfach "was willst du zu essen haben?" überfordert sind). Jedoch empfehle ich dir auch, das was gemacht werden muss zutun.
Ihn zur Schule wenn es sein muss zu zwingen, er wird dir dafür vielleicht jetzt nicht dankbar sein, dafür aber später.
Wichtige Fristen und Termine für ihn und mit ihm absprechen und auch mal daran erinnern.

Ich weiß, du denkst dir "Er ist doch keine 8 mehr" - da hast du recht, es ist schlimmer.
Jetzt muss man zum Teil mehr Händchen halten als bei einem neugeborenen.
Willkommen im Leben eines Elternteils von Teenagern in der schwierigen Phase.

Gruß und viel Erfolg,
DrAusreichend

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wende Dich ans Jugendamt und bitte um Erziehungshilfe

Mit ihn reden🤷‍♀️ vielleicht auch Freunde und so bitten mal mit ihm zu reden

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