Sind Deserteure Feiglinge?

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15 Antworten

Ein  Deserteur weiß genau, dass er mit der Todesstrafe rechnen muss. Ein Deserteur weiß auch genau, dass man ihn der Feigheit bezichtigen wird und er somit zum gesellschaftlichen Außenseiter wird.

Ein Feigling handelt eigentlich anders. Ein Feigling wird eher mit der Masse schwimmen, die Uniform anbehalten und zusehen, an einen Ort oder eine Position zu gelangen, wo ihm nicht die Kugeln um die Ohren fliegen.

Wehrmachtsdeserteure, die den verbrecherischen Krieg gegen andere Völker nicht mitmachen wollten, wurden bis in unsere Tage noch in der Bundesrepublik als Feiglinge und Verbrecher verunglimpft. Ihnen wurden Renten vorenthalten und die Anerkennung, die ihr mit der Desertion verbundene Mut verdient.

Hier kannst du etwas über einen echten deutschen Helden lesen und wie es ihm in der Bundesrepublik ergangen ist.

http://www.spiegel.de/einestages/wehrmachtsdeserteure-a-947423.html

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Kommentar von amdros
22.02.2016, 18:18

Sorry PeVau..mein Pfeil war abgerutscht und hat leider den PR erwischt. Werde in Zukunft damit sorgfältiger umgehen ;-))

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Kommentar von PeVau
24.02.2016, 20:21

Danke für den Stern!

2
Kommentar von PeVau
24.02.2016, 20:26

Vielleicht noch eine Bemerkung:

Aus der Frage und der Erfahrungen ähnlicher Diskussionen bin ich auch bei dieser Frage davon ausgegangen, dass es auch hier ganz konkret um Wehrmachtsdeserteure ging, selbst wenn es nicht ausdrücklich geschrieben stand.

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Kommentar von naggabatsch
05.06.2016, 11:35

Von 350.000 bis 400.000 Deserteuren wurden nur 30.000 zum Tode verurteilt!

Aber sonst finde ich hast du recht

1

Das ist eine Frage des Blickwinkels. Von denen, die Kampfkraft erwarten oder von denen, die keinen Mut zum Desertieren haben, wurdenund werden Deserteure als Feiglinge beschimpft.

Tatsächlich war es aber so, dass Desserteure im WKII damit rechnen mussten, gefasst und erschossen zu werden. Man könnte nun natrlcih sagen, im Schützengraben wären sie auch gestorben.

Aus Briefen von Frontschweinen weiß man auch, dass es an der Front kaum Mut, aber jede Menge Todesangst gab und dass nur wegen des massiven Zwangs von oben die Leute nicht abgehauen sind. Da standen dann die Offiziere und erschossen jeden, der nicht zum Angriff aus dem Schützengraben ging.

Meiner Meinung nach hat die Frage Desserteur oder nicht überhaupt nichts mit Mut und Feigheit zu tun. Diese Kategorien passen einfach nicht. Das hat eher mit Vernunft und Menschlichkeit zu tun. 

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Das kann man nicht verallgemeinern.In auswegloser militärischer Lage,kann das Überlaufen die bessere Variante sein,als Gefangennahme oder Tod mangels Verteidigungsmöglichkeit.In vielen Fällen muß es aber angenommen werden.Gilt auch gerade jetzt ,bei Syrern.Erst sich von den Amis anstacheln lassen,gg.Assad und reguläre Armee zu kämpfen und dann Fracksausen kriegen.)Und genau das hat den IS stark gemacht.Im 2.WK wars selten,das die Ächtung drauf stand und die man greifen konnte,wurden sofort standrechtlich erschossen.Beste Grüße

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Ich bin ein wenig erstaunt, wie viele hier mit "kommt darauf an" und Co. beginnen, sich dann aber für den Standpunkt des Desserteurs entscheiden. Da ist das "kommt darauf an" nicht zu Ende gedacht.

Ist der Desserteuer für die immernoch ein mutiger Freigeist, wenn er die Verteidigungslinie der Heimatstadt verlässt, hinter der wehrlose Einwohner (Kinder, Kranke, alte Menschen) auf den näherrückenden Feind warten? Ist er aber immernoch ein mutiger Kämpfer, wenn er weiterkämpft, obwohl der Kampf schon lange aussichtslos ist und das Ende der Schlacht den Frieden bedeutet? Aber welcher Sieger kommt? Einer, der Schokolade verteilt oder einer, der Frauen und junge Mädchen vergewaltigt.

Auf diese Frage gibt es einfach keine pauschale Antwort. Ein Desserteuer kann ein Feigling sein, dem es nur um seine eigene Haut geht, genauso kann er ein klar denkender Mensch in einer aussichtslosen Situation sein. Und selbst dann ist die Sichtweise immernoch vom eigenen Standpunkt abhängig. Er kann beides sein und nichts davon. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen die Antwort einfacher ist - oder zumindest so erscheint.

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Kommentar von earnest
24.02.2016, 10:08

DH. 

(Deserteur)

0

Das ist lediglich eine Behauptung der Herrschenden und deren Claqueure. Tatsächlich erfodert es Mut, aus der Masse auszuscheren. Mit der Schafsherde mitlaufen kann jeder.

Der einzige mir bekannte Deserteur, der gleichzeitig ein Feigling war, war Wilhelm II. Der lief sogar vor seiner eigenen Leibgarde davon.


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Kommentar von PeVau
22.02.2016, 17:17

Noch nicht einmal den vom Generalstab vorgeschlagenen Heldentod für Kaiser (also sich selbst), (sein) Volk und (sein) Vaterland wollte er sterben, der hohenzollersche Preuße.

6

Ich würde Soldaten nicht als Helden bezeichnen. Aber Leute die ihre Chancen ums überleben kennen sollten das halt selbst abschätzen. 

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Keins von beidem, würde ich sagen. Es erfordert eine Menge Mut, zu desertieren, da ja vorallem im WW2 Deserteure oftmals erschossen wurden.

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Teils - teils, zumindest sind es Menschen, die ihr Leben nicht einfach wegwerfen wollen.

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Niemand, der nicht im Namen eines Staates morden möchte ist ein Feigling.

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Ich würde das nicht pauschalisieren. Nur weil jemandem sein eigenes Leben wichtig ist er noch lange kein Feigling

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Deserteure werden immer als Feiglinge beschimpft. Warum desertiert jemand? Aus Angst um sein Leben? Aus Angst um seine Angehörigen? Weil er erkennt, dass es ausweglos ist - weiter zu kämpfen.

Manchmal zeigen Deserteure mehr Mut als Soldaten, die ohne Gedanken um Sinn und Unsinn weiter kämpfen ...

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Desertieren hat nicht zwangsläufig etwas mit "Feigling" oder "Held" zu tun.

Meist stimmt weder das Eine noch das Andere. Es reicht auch, wenn Vernunft und ein Gefühl für Moral einen Menschen zum Desertieren treiben. Manchmal auch schiere Verzweiflung.

Wie bei vielen Soldaten, die dem GröFaZ von der Fahne gingen ... 

Aber MUT gehörte allemal dazu. Die "Kettenhunde" warteten schon.

Gruß, earnest


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zum Thema:

http://www.spiegel.de/einestages/wehrmachtsdeserteure-a-947423.html

weder noch, sie sind keine Helden aber auch keine Feiglinge. Sie sind Menschen die mit einer Situation komplett überfordert sind und für sich eine Entscheidung treffen. Es sind ja keine Soldaten die desertieren um sich dann gegen Hitler wenden oder in den Untergrund gingen, die gab es auch.

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keine Feiglinge, einfach nur schlau. Sollen doch die die Suppe auslöffeln, die sie den kleinen Leuten eingebrockt haben 

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sie sind sich treu

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