Shakespeare/Hamlet?

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3 Antworten

Diese Sätze sagt Hamlet zu Ophelia. Sie gehören in die Schlüsselscene, in der Hamlet mit "Sein oder nicht sein ... " auftritt. Um Hamlets Ausführungen zu Ophelia zu verstehen, muss man die ganze 1. Szene des 3. Aktes lesen. Das ist nämlich ein Meisterstück der Theaterdramaturgie. Es ist eine mehrfache Täuschung, und Hamlet ahnt gar nicht, als er diese Sätze zu Ophelia spricht, dass er in der Tat von Ophelia betrogen worden ist. Doch auch Ophelia ahnt nicht, dass sie ein böses Spiel in gutem Glauben mitspielt und dem König, der der Mörder von Hamlets Vater ist, hilft, herauszufinden, was Hamlet von seiner Tat weiß. Der König und Polonius, sein Helfer, stiften Ophelia an, Hamlet zu entreißen, warum er sich so befremdlich benimmt. Ophelia spielt die Besorgte, weiß aber, dass sich der König und Polonius versteckt haben und mithören. Hamlet wiederum sagt diese Sätze in hintergründiger Anspielung auf die Mitwisserschaft seiner Mutter am Mord seines Vaters einerseits und andererseits, um gegen sich und Ophelia seine Liebe zu verleugnen, sie zu kränken und so zu entbinden. Denn er hegt einen bösen Plan der Rache, in den er Ophelia nicht hineinziehen will. Er wiederum kann nicht wissen, dass der mithörende Mörder ahnt, welche Gefahr ihm droht, wozu ihm Ophelia nichtsahnend verholfen hat, obwohl sie wusste, dass sie den Lockvogel gespielt hat und dem Hamlet verschwieg, dass versteckt seine Feinde auflauerten.

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Ich kanns dir auch nicht sicher sagen, aber vielleicht war das eine frühe Kritik am alten Frauenbild? Shakespeare stellt Frauen ja auch gerne mal als den Untergang der Männer dar, wie z.B. in Macbeth. Ich musste mich mal eine Weile mit Hamlet befassen, aber das ist sehr lange her.^^

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Das ist meiner Ansicht nach (männliche) Kritik an "gekünsteltem" weiblichem Verhalten. Frauen schminken sich, verbergen damit ihr eigentliches ("gottgegebenes") Gesicht. Er kritisiert weibliche Albernheit und so weiter (kichern, lispeln, Dinge komisch nennen usw.)

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Kommentar von Christi88
14.07.2016, 12:27

Das trifft es wohl ganz gut.

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Kommentar von adabei
16.07.2016, 14:34

"Shakespeare" kritisiert hier gar nichts. Man darf nicht den Fehler machen, die Worte, die er einer Figur in den Mund legt, mit den Ansichten des Autors gleichzusetzen.

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