Selbstbewusst?

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Horesegirl485,

natürlich kann man mit einem ständigen Mangel an Selbstwertgefühl nur schwer leben! Um ausgeglichen und zufrieden mit sich zu sein, braucht man eine gewisse innere Sicherheit und Stabilität. Fehlen diese auf Dauer, dann hat man Schwierigkeiten mit sich selbst und damit, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

An diesem Zustand kann man jedoch etwas ändern! Zunächst wäre es aber wichtig, die Sache einmal ein wenig zu durchdenken und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

Manche scheinen vor Selbstvertrauen geradezu zu strotzen und werden von anderen darum beneidet. Ist das aber wirklich wünschenswert? Nicht unbedingt!

Wer ein übersteigertes Selbstvertrauen hat, macht zum einen schneller Fehler, da er es nicht gewohnt ist, sich zu hinterfragen, und zum anderen nimmt er die Belange der ihn umgebenden Menschen nicht so leicht wahr. Das kann ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen und trägt nicht unbedingt zu einem harmonischen Miteinander bei.

Du siehst also, dass ein sehr starkes Selbstbewusstsein nicht unbedingt erstrebenswert ist. Hin und wieder Selbstzweifel zu haben, kann nämlich auch seine Vorteile haben. Man fährt dann nicht so leicht wie ein D-Zug nur in eine bestimmte Richtung, sondern man ist eher bereit, sich zu korrigieren und Änderungen vorzunehmen. Das bringt einen im Leben letztendlich weiter!

Wichtig ist also, in jedem Fall auf Ausgeglichenheit bedacht zu sein! Und sei Deinen Erwartungen an Dich selbst realistisch. Jeder hat eine andere Vergangenheit und unterschiedliche Lebenserfahrungen, die ihn geprägt haben.

Außerdem hat man bestimmte Charaktermerkmale und Eigenschaften vererbt bekommen. Man kann also nicht erwarten, sich völlig umkrempeln und ein ganz anderer Mensch werden zu können. Dennoch lassen sich auf jeden Fall Verbesserungen erzielen! Aber wie?

Wenn man mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, redet man sich oft ein, die eigenen Leistungen seien nicht gut genug und die der anderen seien doch viel besser. Wenn es Dir auch so ergeht, dann frage Dich doch einmal: "Stimmt das wirklich? Bin ich tatsächlich so schlecht, oder sehe ich mich nur so?"

Du machst Dich selbst runter, wenn Du Deine Leistungen immer nur kleinredest! Denke doch einmal an das, was Du besonders gut kannst, vielleicht sogar besser als die meisten anderen. Das könnte im Bereich der Schule, im Beruf oder in einem Hobby sein.

Es muss ja auch nicht immer nur um Können und um Leistung gehen. Vielleicht bist Du ja ein sehr einfühlsamer Mensch, der sich leicht in die Lage anderer hineinversetzen kann oder nimmst Stimmungen schneller und intensiver wahr als andere. Es mag auch sein, dass Du besonders hilfsbereit bist und immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hast. Sind das nicht schon viele Pluspunkte?

Wie dem auch sei, es geht darum, dass Du Deine Augen für all Deine guten Seiten öffnest, die Du zweifellos besitzt! Sieh nicht immer nur auf Deine Fehler und Dein Versagen! Bedenke, dass jeder Fehler macht und hier und da auch mal versagt. Das ändert jedoch nichts an dem eigentlichen Wert einer Person!

Wusstest Du, dass selbst große Persönlichkeiten mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hatten? Mir fällt da z.B. der biblische Moses ein. Der Bericht in der Bibel zeigt, dass Gott ihn dazu gebrauchte, sein mehrere Millionen zählendes Volk aus dem Land Ägypten herauszuführen und zahlreiche Wunder zu wirken. Dennoch fühlte er sich zunächst dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen! Es fehlte ihm also eindeutig an Selbstvertrauen!

Moses sagte daher zu Gott: "Entschuldige, Jehova, aber ich bin kein gewandter Redner, weder seit gestern noch seit vorher, noch seitdem du zu deinem Knecht redest, denn ich bin schwerfällig von Mund und schwerfällig von Zunge" (2. Mose 4:10). Weißt Du, wie alt Moses war, als er das sagte? Etwa 80 Jahre! Obwohl er sich mit seiner Aufgabe restlos überfordert fühlte, ließ er sich darauf ein und wurde schließlich ein sehr erfolgreicher Führer!

Dieses Beispiel zeigt, dass man auch einmal etwas wagen sollte. Neue Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern, kann sehr stärkend sein und sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken. Aber auch hierbei sollte man realistisch bleiben und nicht etwas auf sich nehmen, das keine wirkliche Aussicht auf Erfolg hat!

Du siehst, dass es Möglichkeiten gibt, sich in eine positive Richtung zu verändern und zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen. Das alles braucht aber Zeit. Je mehr und je intensiver Du aber an Dir arbeitest, desto schneller und größer werden Deine Erfolge sein!

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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Dich deinen Ängsten stellen. Mir hat telefonieren zum Beispiel immer Angst gemacht. Jetzt hab ich einen Beruf, bei dem ich zwingend viel telefonieren muss. Im Beruf kein Thema mehr. Privat ist es auch schon viel, viel besser geworden.

Eine Fake-Persönlichkeit hilft manchmal auch. Also du spielst quasi eine andere Person. Hat mir zumindest geholfen, wenn ich vor irgendwas nervös war. Auch ein Fake-lächeln kann sich teilweise in ein echtes lächeln verwandeln. Wende ich gerne beim joggen an, wenn ich eigentlich nicht mehr kann, aber durchhalten möchte.

Liegt es beim Reiten wirklich an deiner Persönlichkeit oder macht der Sport einfach keinen Spaß?

Bei ersterem kann ein gut geschulter Reitlehrer helfen. Bei letzterem musst du dir überlegen ob der Sport an sich nicht deins ist oder dir der Unterricht nicht taugt. Da hilft uU Reitschule wechseln.

Also reiten macht mir eigentlich schon spaß, danke für die nette antwort

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Entspannungsübungen. Schüchterne und zurückhaltende Person und reiten ist aber grundsätzlich eine etwas schwierige Kombination.

Wenn du gar nicht schafft, dich von deinen negativen Gedanken und Ängsten zu lösen, ist reiten vielleicht auch nicht der richtige Sport für dich. So hart es klingt.

Kenne eigentlich viele Leute, die vor dem reiten - zumindest in den Anfangszeiten (!) - sehr aufgeregt und nervös waren. Mir ging es auch so. Bis mir mal jemand geraten hat, das ich es ja mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln probieren könnte, hätte bei seiner Frau auch geholfen. Da wurde mir bewusst, dass ein Hobby, welches nur mit Beruhigungsmittelchen ausgeübt werden kann, vielleicht doch nicht das richtige Hobby ist. Ab da hab ich die Nervosität dann einfach akzeptiert und irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass sie gar nicht mehr da ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

So blöd es sich anhören mag: man gewinnt an Selbstbewusstsein, wenn man sich selbst weniger wichtig nimmt. Denn das Problem liegt meist darin, dass es einem so furchtbar wichtig ist, was andere denken, geschweige über einen sagen könnten. Wenn man es weniger wichtig nimmt, ob man bei anderen „angesehen“ ist, vergißt man sich selbst - und dann wird, ohne dass man es merkt, „aus der Raupe ein Schmetterling“.
Denn , mal ehrlich: für einen Bürgermeister ist es wichtig, was die Leute von ihm halten. Für so unbedeutende Figuren wie Dich und mich ist es doch völlig egal.
Und grade, wenn es ums Reiten geht: da ist am Ende nur interessant, dass das Pferd am Ende der Reitstunde keinen allzu unerträglichen Passagier hat herum schleppen müssen. Ist das Pferd zufrieden, bin ich es auch. Dann ist es übrigens in der Regel auch der Reitlehrer.

Du willst also eine selbstbewusstere, postivere Ausstrahlung ?

Daran kannst du arbeiten. Das kannst du erreichen, wenn du nur willst.

Selbstbewusst wirst du erst, wenn du mit dir selbst zufrieden bist und dich akzeptieren kannst.

Und eine positivere Ausstrahlung kann man nur bekommen, wenn man auch positiv denkt.

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