Selbst Brennholz machen lohnt sich das?

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5 Antworten

Ich sagmal so: Ich habe einen Altbau mit Ölheizung und Feststoffbrenner, ich kanns also machen wie ich will. Vor ein paar Jahren hat es sich gelohnt, im Moment definitiv nein! Erstmal brauchst du Ausrüstung (Motorsäge, etc), das kostet erstmal richtig Geld. Dann musst du einen Einschlag pachten, auch das ist nicht billig. Du darfst Bäume nicht selber fällen sondern nur zerkleinern, es sei denn du hast den Fällschein. Also musst du den Förster beauftragen, auch das kostet wieder was. Nun hast du mit viel Zeit und Schweiß das Holz kleingemacht. dann musst du sehen wie dus nach Hause bekommst, ohne Anhänger nicht zu machen, je nach Waldstück brauchst nen Trecker. dann musst du das Holz mindestens 1, besser 2 Jahre trocknen lassen. Also daheim trocken lagern. Ist ein zimlicher Aufwand!

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Kommentar von wurzlsepp668
03.03.2016, 10:50

viele meinen, Holz machen geht schnell und ist viel billiger ....

ist aber weder schnell noch billiger ....

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Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das mit meinen Freunden gemacht habe, ist ungefähr schon 30 Jahre her. Wahrscheinlich macht man das heut anders, womöglich gibt's dafür sogar schon eine App, aber ich erzähl mal, wie das bei uns war:

Im Winter, wenn im Wald die Bäume gefällt wurden, konnte man nach Absprache mit dem Förster die nicht benötigten Kronen, Äste, krummen Stämme usw. zu Brennholz verarbeiten.

Also - warm angezogen, am besten bei Frost in den Wald stiefeln. Motorsäge und Axt dabei, Öl für die Kette, Benzin für den Motor, Feile zum Schärfen, ein bisschen Werkzeug. Und ran ans Werk ... Holz sägen, zurechtmachen zusammentragen. Am Ende natürlich je nach Menge bezahlen.

Nächster Schritt: Holz abholen. Benötigte Utensilien - einen Trecker mit einem großen, landwirtschaftlichen Anhänger. Holz aufladen, nachhause fahren, abladen.

Nächster Schritt: Holz sägen. Benötigte Utensilien - schwere Brennholzsäge mit 60er Blatt, Drehstrom. Alles Holz auf Ofengerechte Längen schneiden, dh. den ganzen Berg - pro Winter ca. 30-40 qm - einmal in die Hand nehmen. Tagelanges Kreischen der Säge, Blatt muss ein paar mal zum Schärfen gefahren werden.

Nächster Schritt: Holz in Scheite hacken. Braucht eine Spaltaxt und einen Hauklotz. Den ganzen Berg also wieder in die Hand nehmen, Stück für Stück. Holz trocken aufstapeln.

So war das. Was man alles brauchte. Wie viel Zeit es benötigte. Wie viel harte Arbeit das war. Und was es trotzdem kostete.

Mensch, Mensch. Wie gut, dass ich das so nicht mehr machen muss.

Es ist aber eine schöne Erinnerung.


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Kommentar von wurzlsepp668
03.03.2016, 10:46

ich kauf mein Holz aus Prinzip ofenfertig ....

bin aber auch überhaupt nicht für die Waldarbeit geeignet ..

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Kann man schon selber machen. Es macht Spaß , hält fit, und es spart schon Geld. Wenn man die Ausrüstung hat, dann kann man die viele Jahre nutzen. Es ist ja auch eine schöne Beschäftigung. Man spart ausserdem das geld fürs Fitnessstudio. Und es erfüllt einen mit "Selbermacher-Stolz" :-)

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Fangen wir mal mit dem einfachsten an: einen Wald, wo Du das Holz beziehst, oder generell eine Quelle für das Holz hast Du?

Du gehst nämlich nicht einfach mal in den nächsten Wald und holst Dir da was raus.

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Kommentar von wurzlsepp668
03.03.2016, 10:47

zefix, früher wurde der Christbaum einfach im Wald geholt .....

im Nachbarwald vom Cousin ..... und nicht nur ich .....

(aber der Nachbar hat die Bäume beim Cousin aus dem Wald geholt ...)

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Ok, vielen Dank erst mal an alle!!! Ich dachte mir ja schon das es ein wenig Zeit und diverse Geräte bedarf bei unserem Vorhaben aber mittlerweile glaube ich wir bleiben wohl doch unserem Holzlieferanten treu. Abgesehen von dem teuren Arbeitsmaterial nimmt es doch VIEL mehr Zeit in Anspruch als ich dachte!!! Und ein Hobby hab ich schon. Vielen Dank an alle ;-)

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