Schüler dürfen sich den Lehrer selbst aussuchen?

4 Antworten

Ist in manchen Schulen in der Oberstufe bedingt möglich. Bei uns stand vorher fest, welcher Lehrer voraussichtlich welchen Kurs leitet, entsprechend habe ich meinen Mathekurs gewählt.

Das war nämlich die Lehrerin, die dafür bekannt war mehr zu machen und bei genug Zeit Stoff tiefer zu bearbeiten als gefordert, was gut fürs Studium ist. Entsprechend schneller und straffer ging es im Unterricht voran.

Auch bei Deutsch habe ich versucht in den Kurs zukommen, mit dessen Lehrer ich besser konnte. Da hier aber fast alle nur den einen Lehrer gewählt hatten, müsste zwangsweise die hälfte in den anderen Kurs, ich gehörte dazu.

Ein Vorteil gibt es, wenn Lehrer verschiedene Lehrmethoden haben und man das wählen kann, was einem eher liegt.

Da Lehrer oft unterschiedlich streng bewerten, liegt hier aber auch ein Risiko, dass viele den leichten wählen und die Vergleichbarkeit immer mehr verloren geht.

Wenn man mit einem Lehrer gar nicht kann, kann es evtl. vorteilhaft sein. Da das Schulsystem bei uns aber sehr verallgemeinert ist, ist eine richte Wahl gar nicht möglich. So muss zwangsweise die ganze Klasse zu einem Lehrer, alle Kurse immer in einer Stufe parallel laufen zu lassen damit man wählen könnte, macht viel mehr organisatorischen Aufwand, gerade wenn Fachlehrer fehlen.

Pro:

  1. Die Schüler lernen motivierter, wenn sie den Lehrer sympathisch finden
  2. Den Schülern kann der Lehrer immer sagen "Ihr habt mich ausgesucht"

Kontra:

  1. Die Schüler haben nicht die Kompetenz, die Kompetenz eines Lehrers zu beurteilen
  2. Es ist nirgendwo die übliche Verfahrensweise, dass wenn ich eine Dienstleistung in Anspruch nehme, ich festlegen kann, welcher Mitarbeiter diese erbringt
  3. Schüler suchen sich einen Lehrer aus, der ihnen gefällt, aber das hilft ihnen genauso wenig, wie wenn die Kinder sich das Essen aussuchen und am Ende sich von Bonbons und Schokolade ernähren
  4. Dass die Schüler den Lehrer selbst aussuchten, bedeutet noch lange nicht, dass sie ihn am Ende auch respektieren

Da ist keine Frage. Nur weil ein Fragezeichen hinter einer Aussage oder einem Wortsalat steht, ist das noch lange keine Frage.

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