Schlechte Laune durch Nichtrauchen?

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Hallo,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluss. Es ist der richtige Schritt.

Deine Ausführungen beschreiben einen Teil von Entzugserscheinungen. Das ist normal. Du wirst noch eine Weile durchhalten müssen. Das Suchtverhalten verringert sich nur langsam. Manche Symptome treten noch nach Jahren immer Mal auf. Da heißt es dann standhaft bleiben.

Leider helfen die ganzen angepriesenen Hilfsmittel, wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis etc. erwiesenermaßen nicht. Das ist der Grund warum sie angeboten werden. Paradox? Ja, leider.

Von herkömmlichen Zigaretten geht ein extremes Suchtpotential aus. Das ist durchaus gewollt. Schließlich sind die meisten Raucher jahrzehntelange, treue Kunden, der Tabakindustrie. Das gilt es zu schützen.

Es ist nicht das Nikotin. Erst der Cocktail aus den nahezu unzähligen Zusatzstoffen, in Verbindung mit dem Nikotin, erzeugt diesen extrem suchtgefährdenden Stoff.

Nikotin in Reinform ist nur sehr gering suchtgefährdend. Nikotin ist in der Dosierung auch nicht giftig. Die extrem schädigenden Stoffe sind andere. Viele von den schädigenden und teilweise stark krebserregenden Stoffe entstehen erst durch den Verbrennungsvorgang beim Rauchen.

Um davon loszukommen bedarf es eines sehr starken Willen. Der Wille und das Bewusstsein für eine Veränderung ist der erste Schritt.

Für viele Raucher, die gern aufhören möchten, es aber nicht schaffen, ist der Umstieg auf dampfen von E-Zigaretten ein interessanter Weg. Für viele Ehemalige Raucher war es ein Umstieg, für einen späteren Ausstieg.

E-Zigaretten werden gedampft, nicht geraucht. Beim dampfen wird nichts verbrannt.

Laut der neusten Studie der Eurostat (europäisches Statistikamt) gab es in 2014 bereits 6 Millionen Menschen in Europa, die durch E-Zigaretten einen totalen Rauchstopp erwirkt haben. Damit sind E-Zigaretten die einzig wirksame Methode um erfolgreich vom Rauchen wegzukommen.

Das liegt daran, dass das Suchtpotential beim Dampfen von E-Zigaretten wesentlich geringer ist. Es ist ein stressfreier Ausstieg vom Rauchen.

Beim korrekten Umstieg gibt es keine Entzugserscheinungen. Das Nikotin bekommt der Körper über das Liquid. Deswegen ist es ein stressfreier Abschied vom Rauchen. Weiterer Umgang mit dem rauchenden Bekanntenkreis wird durch fehlende Entzugserscheinungen für Jeden unproblematisch.

Eine 2 jährige Studie des britischen Gesundheitsministeriums belegt, dass dampfen mit E-Zigaretten zu ca. 95% weniger schädlich ist, als rauchen herkömmlicher Zigaretten.

Ein ins deutsche übersetzter Auszug, der britischen Studie, findet sich auf der Seite Forschung und Wissen.

www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/studie-e-zigaretten-sind-gesuender-als-normale-zigaretten-13372307

Dampfen ist wesentlich günstiger, außer man steigt in den SubOhm Bereich bei E-Zigaretten ein. Für einen erfolgreichen Umstieg bedarf es einer vernünftigen E-Zigarette und einem Liquid, dass mit der Nikotinmenge dem Rauchverhalten angepasst ist. Dann ist es für die meisten unproblematisch und erfolgreich.

Die Investition amortisiert sich bei einem durchschnittlichen Raucher innerhalb von wenigen Wochen.

Genügend Argumente um darüber ein paar Gedanken zu verschwenden.

Alles Gute Dir.....

Bei Fragen einfach melden.

Gruß, RayAnderson 😏 

Danke für das Sternchen.

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Der wichtigste Tipp ist Zurückhaltung, einfach nicht auf (gefühlte) Provokationen eingehen, da du zur Zeit ziemlich sicher emotional überreagierst. Sei dir einfach im Klaren darüber, dass du gerade eine negativ verzerrte Wahrnehmung hast und lass das nicht an anderen Leuten raus, schließlich haben dich alle tausend mal gewarnt, bevor du mit dem Rauchen angefangen hast, dass genau das passieren wird...

Durch den ständigen Nikotinkonsum hast du dein Gehirn an ein hohes Level von künstlicher positiver Stimulation ("Entspannung" durch Ausschüttung von Botenstoffen) gewöhnt. Die eigenene Fähigkeit deines Gehirns, deine Stimmungen sinnvoll zu regulieren, hast du deinem Gehirn daher zum Teil abtrainiert. Deswegen bist du jetzt überanfällig für negative Stimulationen und wenig empfänglich für positive Stimulationen, weil dein Gehirn das erste mal seit langer Zeit wieder komplett selbst durch Botenstoffe die Stimmung regulieren muss. Das braucht einige Tage oder Wochen, bis du die Dinge wieder halbwegs normal sehen kannst und nicht ständig durch Kleinigkeiten gestresst bist. Danach bist du zwar immer noch weniger fähig zu dieser Stimmungsregulierung als jemand, der nie geraucht hat oder Drogen genommen hat, aber bist wieder auf einem halbwegs normalen Level.

Das musst du im Grunde nur einmal hinter dich bringen, und es wird viel schwieriger, je länger du es vor dir herschiebst. Die Phase der Wiedergewöhnung an das Nichtrauchen dauert länger und ist subjektiv noch stressiger, je länger du geraucht hast. Viele begehen dann den Fehler, irgendwann wieder anzufangen, weil der Stress weg ist und nur noch der Gedanke an die Entspannung von damals da ist, aber dann kommt man sehr schnell wieder in den gleichen Teufelskreis.

Edit: Wie viele andere hier schon gesagt haben, kann man das
Belohnungszentrum in seinem Gehirn "austricksen", indem man sich selber eine Belohnung setzt (sozialer, finanzieller oder materieller Art), wie z.B: eine Wette mit jemandem, der auch aufhört, abschließen oder sich selbst etwas teures gönnen, wenn man es geschafft hat, oder einfach dauernd das Belohnungszentrum mit positiver Stimulation ablenken (wie Süßigkeiten oder Video-Spiele). Letzteres sollte man aber wirklich nur mit harmlosen Sachen machen, denn wenn man eine Sucht nur mit einer anderen ersetzt (Kautabak, E-Zigarette usw), gewöhnt man sein Gehirn nicht wirklich wieder an den Normalzustand, sondern nur an einen anderen Rauschzustand.

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Man kann tatsächlich schlechte Laube bekommen durch den Entzug eines Zigarette und somit der Nikotinsucht.

Wenn deine schlechte Laube dann am stärksten ist oder erst auftritt wenn sich die Sucht bemerkbar macht, dann ist das wohl daraufhin zu deuten.

Wenn du schlechte Laune bekommst in einem willkürlichen Zusammenhang, tippe ich eher auf etwas anderes wie Wetterumstellung oder ähnliches.

Ich persönlich habe ständig schlechte Laune, da mein derzeit ausgeführter Job mir keine Freude bereitet. In dieser Phase versuche ich auch mit dem Rauchen aufzuhören - bisher sind es drei Wochen...

Natürlich hat man ab und zu mal (auch grundlos) schlechte Laune.. aber seitdem ich aufgehört habe, kommt diese auch durch total banale Dinge und viel öfter, das war vorher nicht so.. deswegen denke ich, dass das daher kommt

3 Wochen sind schon gut, halte weiter durch :)

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