Schlecht in Mathe, trotzdem BWL studieren?

8 Antworten

Zunächst mal würde ich eine 4 und ab und zu mal eine 3 nicht als "sehr sehr schlecht" bezeichnen. Das sind sicherlich Regionen, in denen man sich ein BWL-Studium noch zutrauen kann. So mathelastig wie es aussieht und vielleicht auch von manch einem BWLer dargestellt wird, ist BWL nämlich nicht. Im Detail hängt das sicherlich auch von der Uni und von der Vertiefungsrichtung ab, aber im Allgemeinen gehen die Matheanforderungen in BWL nicht sehr weit über das hinaus, was man im Abi gemacht hat. Da kann man sich auch mit sehr mäßigen Mathefähigkeiten noch durchboxen. Habe ich schon oft genug gesehen. Immer vorausgesetzt, man bringt das notwendige Durchhaltevermögen mit und wirft nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn es mathematisch gesehen mal etwas eklig wird. Ob BWL in deinem Fall nun empfehlenswert ist oder nicht, kann ich pauschal nicht sagen. Dazu sagen die Noten allein zu wenig aus. Ausschließen würde ich es allein wegen Mathe allerdings noch nicht, denn da hängen die Trauben in BWL wirklich nicht allzu hoch.

BWL ist ziemlich mathelastig. Wenn du bisher Schwierigkeiten damit hattest, wird das wahrscheinlich nicht besser.

Natürlich gibt es aber an den Unis heute jede Menge Unterstützungsangebote wie Vorbereitungskurse (Propädeutika), Tutorien, Lerngruppen und ähnliches.

Vielleicht schaust du mal an den für dich interessanten Unis in den Modulkatalog. Da steht drin, was gemacht wird und dann bekommst du schon einen besseren Eindruck.

Also, versuchen kannst du es natürlich, aber dass es empfehlenswert ist, würde ich bei einer durchgehenden 4 in Mathe nicht behaupten.

Beste Grüße!

Manchmal berappelt man sich da auch.

Hab mich in der Schule immer für den toatelen Mathe-Idioten gehalten.. später im Job auch.


Dann eine kaufmännische Fortbildung gemacht.. und alles, was mit Rechungswesen zu tun hatte, alles was Riichtung BWL ging, lag mir total.

Kosten-Leistung, BAB, verzwickte Kalkulationen.. yeah, her damit.


Was der Unterschied war? Der Dozent konnte 1a erklären und ich hab konsequent gelernt.


Wenn Du sagst, Mathe ist so gar nicht Deins.. dann würde ich es eher lassen.

Aber wenn Du eben meinst, Du kannst konsequent lernen.. auch bereit bist, Zeit in Tutorien /Lerngruppen zu investieren.. dann mal ausprobieren?

Setz Dir unbedingt eine Zeit, wie lange Du Dir gibst. Maximal 1 - 2 Semester. Funzt es dann immer noch nicht- ehrlich mit sich selbst sein und wechseln.


Übrigens,w as vielen gar nicht bewusst ist: auch VWL ist ein ziemlich spannendes Thema.

Würde ich heut nochmal entscheiden müssen, käme das für mich definitiv in die engere Wahl.



Aus 2 Gründen würde ich es dir nicht empfehlen:

Hauptgrund:
Deine fragwürdige Motivation "weil die NC Werte nicht allzu streng sind".
Mit dieser Motivation ist es grundsätzlich fraglich, ob du es durchhalten und schaffen wirst, das Studium erfolgreich abzuschließen.

Deine Mathe-Probleme sind nur noch ein zusätzlicher Grund.

Etwas mehr Begeisterung vom Studiengang und die Überzeugung, dass dieser Studiengang und diese Fachrichtung genau das sind, was du auf jeden Fall machen willst, das wären gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium :-)

Aber in deiner Frage vermittelst du nicht den Eindruck, als wäre das BWL-Studium dein absolutes Ziel, für das du bereit bist, alles zu tun.

Trotzdem viel Erfolg!

Wenn mein NC nun mal 2,9 ist, was hat das mit Motivation zu tun? Ich sehe es einfach realistisch, weil ich bei anderen Studiengängen erst nach zahlreichen Wartesemestern reinkomme.

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Wenn man kein 1er Abi hat kann man eben oftmals nicht den Studiengang wählen bei dem man sich zu 100% sicher ist dass man damit zufrieden sein wird und alles klappt!!

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@jule45

Ja, der Hintergrund deiner Überlegung ist vollkommen klar und nachvollziehbar.
Trotzdem würde ich es dir nicht empfehlen.
Laut aktueller Statistik bricht in Deutschland fast jeder 3. Student sein Studium ab. Ursachen: Überforderung und mangelnde Motivation.
Schade um die Zeit und um das Geld.
http://www.zeit.de/campus/2017-05/studienabbruch-studie-leistungsprobleme-ueberforderung-motivationsmangel-interview
http://www.heute.de/neue-studie-fast-jeder-dritte-bricht-frueh-studium-ab-und-sucht-neuorientierung-47292348.html

So weit meine persönliche Meinung. Du hast gefragt und ich hab dir meine persönliche Einschätzung gegeben.
Was du draus machst, ist natürlich deine Entscheidung.
Alles ist möglich! Viel Erfolg!

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BWL ist ja bekanntlich sehr Mathelastig.

... je nach Uni mehr oder weniger aber ein allgemeines Formel- und Zahlenverständnis ist sicher sehr von Vorteil. Zu schaffen ist es sicherlich auch wenn man sich schwerer tut aber wirst eben mehr Arbeit haben und mit Fleiß und Durchhaltevermögen punkten müssen.

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