Rinde der Korkeiche

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Die Korkeiche hat eine sehr dicke Rinde, die schützt den Baum. Bei unseren Bäumen ist das anders. Meist schnitzt man seine Herzen in Buchenstämme. Buchen haben eine ziwmlich dünne Rinde, unter der Rinde befindet sich das Kambium, eine Schicht, die dem Baum umgibt und in der Nährstoffe transportiert und die Verletzungen nur schlecht wegsteckt. Bei der Korkeiche ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass das Kambium vertletzt wird, bei einer Buche wegen der dünnen Borke schon sehr viel höher. Die Korkeiche verfügt über eine Schicht Namens Präkambium oder Phellogen, die über der Bastschicht nach aussen wächst und die den Kork bildet. Durch das Schälen wird die Wachstumsschicht, die tiefer liegt, nicht verletzt, das ist dieser zusätzlichen Wachstumsschicht zu verdanken. Durch die Bastschicht ist das Kambium bestens geschützt. Aber trotzdem schadet die Ernte der Korkeiche auch. Eine genutzte Korkeiche wird nur halb so alt wie eine unberührte, aber immer noch 150-200 Jahre.

Das Rindenparenchym der Korkeiche hat die Besonderheit besonders schnell Zuwachs zu bilden. Wenn man bei der Korkernte jedoch die innerste Mutterschicht des Rindenparenchyms am Übergang zum Stammholz verletzt, dann geht die Korkeiche ein, wie jeder andere Baum auch. Die Ernte muss deshalb von professionell geschultem Fachpersonal vorgenommen werden. Bei der ersten Ernte ist die Eiche ca. 25 Jahre alt, dann kann ca. alle 9-11 Jahre geerntet werden. Eine Korkeiche hat eine Lebenserwartung von 180-250 Jahre.

Die Rinde der Korkeiche bildet sich innerhalb eine gewissen Zeit (ca. 7 Jahre) wieder neu und kann dann wieder geschält werden.

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