Rauschen bei Nikon D3200, Hilfe?

4 Antworten

das ist leider ein uraltes phänomen, dass sich nur mit richtig viel licht oder mit einem sauteuren, lichtstarken objektiv beim video-drehen ausgleichen lässt. 

die kamera erhöht die empfindlichkeit, um trotz schlechtem licht noch erkennbare aufnahmen zu liefern, und das bringt unweigerlich rauschen. anders als beim foto steht hier zur belichtungssteurung nur die blende und der iso-wert (empfindlichkeit) zur verfügung. ist die blende voll offen und ist es trotzdem noch für kontrastreiche aufnahmen zu dunkel, erhöht die kamera bis zum maximum den iso-wert.

drehe immer videos mit ausreichender beleuchtung, manchmal reichen schon 2 gut aufgestellte haushaltslampen.

Naja ich werde vermutlich eh nur am Tage und bei schönem wetter aufnehmen. Mich stört es trotzdem ein wenig aber wenn sich da nichts machen lässt dann versuche ich damit irgendwie klar zu kommen. Danke für den Rat!

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@Teaazyy

bis auf die top-modelle sind bei allen slr-herstellern die video-funktionen relativ dürftig, weil es eben fotokameras sind, mit denen man auch mal videos drehen kann.sogar profis drehen mit aufgrüsteten dslr-kameras HD-videos.

wenn du viel videos machten willst, lege dir ein besseres modell zu oder kaufe eine richtige digi-cam

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@noname68

"Richtige digi-cams" haben aber dasselbe Problem. Ein geringes Rauschen haben auch da nur die extrem teuren Modelle.

Da die Kamera schon vorhanden ist, kann man sowieso nicht machen, aber grundsätzlich noch etwas zur Technik:

Wenn man vor dem Kamerakauf steht, und viel Wert auf die Videofunktion legt, ist es in der Regel besser, man nimmt eine Kamera mit einer geringeren Auflösung und gleichzeitig großem Sensor. Der Grund ist einerseits, das je größer die Licht-sensitive Fläche je Pixel ist, desto geringer ist das Rauschen. Gleichzeitig ist es aber so, dass bei Video nur so viele Pixel überhaupt vom Sensor ausgelesen werden, wie die Videoauflösung eingestellt ist.

Vergleicht man beispielsweise einen 36 Megapixel-Sensor und einen 16 Megapixel-Sensor, dann werden bei beiden Kameras jeweils nur 8 Megapixel ausgelesen wenn man mit Ultra-HD filmt. Bei der ersten Variante wird also nur 1/4 der Pixel gelesen, also wird 75% des einfallenden Lichts einfach "verschwendet".

Wenn man Photos schießt, gibt es diesen Nachteil natürlich nicht, dann wird immer der gesamte Sensor ausgelesen, selbst wenn man nur eine geringere Auflösung speichern möchte.

Zusammenfassend sollte der Sensor flächenmäßig groß sein, die Pixel-Zahl möglichst dem entsprechen, was man als Video-Auflösung einstellen kann, und die Lichtstärke des Objektivs groß sein.

Bei Camcordern, besonders bei billigen, ist es übrigens so, dass diese häufig ein sehr starkes Zoom-Objektiv haben (z.B. 200-fach). Das führt aufgrund der Physik aber dazu, dass sie zwingend einen besonders kleinen (und damit billigen!) Sensor haben, wodurch das Rauschen verstärkt auftritt. Auch ist die Lichtstärke bei Objektiven mit großer Brennweite meist viel schwächer (oder sie sind astronomisch teuer). Als Anfänger könnte man sich wundern, warum die teuren Geräte meist nur 10-fach Zoom haben, aber das ist zumindest Hinsichtlich der Bildqualität kein Nachteil.

Eine Kompakt-Kamera, die viele der positiven Dinge vereint, ist die Panasonic LX100, die zwar nur ein 3-fach Zoom-Objektiv hat, dafür aber die aber ziehmlich gut im dunkeln aufnehmen kann.

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Ein lichtstarkes Objektiv wäre natürlich gut, ist aber auch extrem teuer. Günstiger sind grundsätzlich Optiken mit einer festen Brennweite (also bei dem man nicht zoomen kann), aber man ändert die Brennweite während eines Videodrehs in der Regel sowieso nicht/extrem selten.

Der "f" Wert sollte also grundsätzlich möglichst klein sein, also z.B. "f 1:1.8" ist besser als "f 1:5.6".

Vielleicht ist aber auch deine Blende kleiner eingestellt, als es nötig wäre.

Danke!

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Blende ganz öffenen und im maximalen Weitwinkel bleiben. So bleibt die Blende in deinem Fall wenigstens bei 3,5. Zoomst Du ganz raus fällt der Wert auf 5,6 und es rauscht noch mehr.

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