Pobleme beim Galoppieren an der Longe?

6 Antworten

Es gibt eine ganze Reihe von Pferden, die das Longieren absolut nicht mögen und wenn diese dann clever sind, dann entwickeln sie die eine oder andere Strategie, sich zu entziehen. Ich hab schon Pferde erlebt, wo der Longierende fast mehr gerannt ist als das Pferd. Andere spacken und schleifen den Longierenden über den halben Platz, drehen plötzlich um oder zielen sehr bewusst mit den Hinterhufen, behalten nicht die Spur, sondern verkleinern oder vergrößern den Zirkel um sich zu entziehen.

Viel hängt schon daran, wie der Longierende beim Longieren steht, denn wenn das schon falsche Signale gibt, blockiert es unter Umständen das Pferd und das ganze Longieren klappt wieder mal nicht.

Es gibt Longenkurse von Babette Teschen und Tania Konnerth, die äußerst zielführend sind und nicht darauf ausgerichtet, ein zusammengeschnürtes Pferd irgendwie zu zentrifugieren, sondern der jeweiligen Anatomie entsprechend zu arbeiten und Muskeln aufzubauen.

Warum sollte man sich nicht einfach mal mit mehreren zusammentun und einen Kurs am eigenen Stall stattfinden lassen mit einem guten Unterrichter? Wird keiner dümmer von.

Gerade beim Longieren werden viele Fehler gemacht. Dabei überlastet falsches Longieren Sehnen und Gelenke und bereitet den Pferden meist mehr Stress als es irgendwas Positives bringt.

Unter folgendem Link habe ich Ratschläge für Longierprobleme gefunden, die man theoretisch mal probieren könnte:

http://herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/

Ich persönlich würde es vielleicht noch ein wenig anders anfangen. Longierhalle, das klingt nach einer kleinen Halle, in der Du das Pferd unter Umständen auch ohne Longe sich bewegen lassen könntest. Ideal wäre natürlich, wen die Halle rund wäre. Unsere Logierhalle ist es, was diese Art der Arbeit noch deutlich erleichtert. Ich habe festgestellt, dass Pferde, die Spaß an der Arbeit haben, diese noch mal so gerne tun. Und ungezwungen locker und umausgebunden sich bewegen zu können, das schätzen sie im Prinzip alle sehr.

Ich würde mit meinem Pferd so etwas wie ein Join up machen und ich bin definitiv kein Westernreiter. Doch für`s Miteinander von Pferd und Reiter ist das meiner Meinung nach eine prima Sache und auf diese Weise kann man sich gemeinsam an das Einüben von Kommandos rantasten. Dein Pferd lernt Dich zu verstehen und das Longieren wird dadurch auch auf Dauer leichter wenn das Pferd Dich versteht und ganz genau weiß, was Du von ihm möchtest.

Unser Halle zum Longieren ist auch Rund. Ich denke er weiß ganz genau was er will, er macht es auch  nur seit geraumer Zeit. Ich will beim longieren nur nicht die ganze Zeit mitlaufen, habe es auch so nicht gelernt, nur dann gallopiert er manchmal nicht. Beim Traben ist alles gut, da bleibt er auch da wo er soll, aber beim galoppiren muss man ihn entweder treiben und hinterher laufen oder er läuft viel zu weit innen.

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@Salomchen

Das ist ja der Grund, warum ich zum Joinup und dem Logierkurs raten würde. In der Regel sind es Kommunikationsprobleme zischen Pferd und Reiter, die man beheben muss.

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Wenn ihr eine Longierhalle habt, kannst du ohne Longe longieren. Dann kannst du dich mehr auf die Peitsche konzentrieren. Mach ihn klar, was die einzelnen Signale bedeuten. ZB Peitsche Richtung Schulter weiter nach außen. Dann achte auf die Ausbinder, hat er wirklich sichere Anlehnung? Übe alles erst im Trab, bevor du an das Galoppieren gehst. Und immer kurze Übergänge Trab- Galopp

Hierzu müsste man wissen, wie und mit welcher Ausrüstung du longierst. Pferde, die zusammen gebunden zb. mit Ausbindern oder Schlaufzügeln longiert werden, entwickeln mit der zeit Taktiken, mit denen sie der ungeliebten (vielleicht sogar schmerzhaften?) Aufgabe gegensteuern in Form von bocken oder gar Aggressivität, Unlust unterm Sattel und Abneigung gegen den Reiter bzw die Arbeit.

Ziel des richtigen Longierens ist es, dem Pferd beizubringen, dass es sich selbst korrekt an die Longe stellt. Das klappt freilich nicht von jetzt auf gleich und bedarf viel Übung und vielleicht sogar Hilfestellung von aussen. Kann dir aber garantieren, dass beim richtig angewandten longieren keine treibende Longierpeitsche mehr von Nöten ist.

Selbst longiere ich nach Teschen (www.wege-zum-pferd.de) und erziele hiermit beste Erfolge, sei es ein Jungpferd, ein alter Hase oder ein Wiedereinsteiger. 

Du schreibst, er ist sehr triebig; kann es denn sein, dass er sich vor der Longierpeitsche fürchtet? Auch, dass er vom Galopp ständig in den Schritt fällt deutet für mich darauf hin, dass hier etwas nicht rund läuft beim Longieren. Hat er denn eine Lieblingsseite, wo es besser klappt oder mag er lieber rechts- oder Linksgalopp?


Warum sollte er sich vor der Peitsche fürchten?  Dann würde er ja schneller laufen. Bzw hätte sich schon  immer davor  gefürchtet. Beim reiten  gehts ja auch  ohne Angst mit Gerte. 

Er hat schon ne Liblingsseite,  aber da er ein Springpferd ist,  galoppiert er auf beiden Seiten ganz gut bzw versammelt sich. 

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@Salomchen

Warum er sich fürchten sollte, kannst nur du beantworten. 

Das hat auch nix mit Spring- Dressur oder Kutschpferd zu tun, die Aufgabenstellung ist die Longe und das klappt anscheinend nicht, darum habe ich nachgefragt. 

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