Pferd richtig "lenken"?

6 Antworten

Erst mal: " hat meineMama mir beigebracht"... - mein Papa hatte mir auch someiniges beigebracht. Was nicht ganz flach, aber auch nicht ganz richtig gewesen ist. Und die Interpretation dessen, was er gesag hat, habe ich zu verdanken, dass ich unglaublich oft vom Pferd gefallen bin.

Also vergiß das mal alles - die reiterliche Hilfengebung läst sich nicht auf ein paar Handgriffe und Schenkellagen reduzieren. Ein Pferd ist keine Maschine, wo man per Knopfdruck und Hebel ( bzwSchenkel)- umlegen automatisch ein bestimmtes Ergebnis erzielt.

Die Schenkel müssen beide zusammenarbeiten, gemeinsam mit dem Gewicht ( welches die größere Rolle spielt) und auch der Zügeleinwirkung. Dreh - und .Angelpunkt beinallem ist aber die Mittelpositur ( also Hüftgelenk, Bauch und unterer Rücken). Wenn Du locker aufrecht sitzt, dabei Hüfte und Schultern richtig einsetzt, finden Beine und Hände fast automatisch den richtigen Platz.

Du kannst Dich zuhause schon auf den Unterricht vorbereiten , indem Du spezielle Gymnastik fur Reiter machst, damit es dir leichter fällt, die komplexen Bewegungsabläufe auf dem Pferd hinzubekommen. Da gibt es extra Bücher zu, aber auch Videos auf You tube.

Wichtig fur das reiten von Kurven ist, dass man nicht aus Versehen das Gewicht in die andere .Richtung schiebt, als man es beabsichtigt, weil man leicht im Hüftgelenk einknickt. Denk immer dran, dich innen zu strecken. Also die Schulter parallel zum Boden zu behalten, während du den inneren Bügel fester austrist.

Auch beim Autofahren ( nicht am Steuer) kannst du üben, indem Du immer, bevor eine Kurve kommt, das innere Knie vorschiebst und verhinderst, dass sich dein Gewicht  durch die Fliehkraft innen anhebt. Leg mal die Hände unter den Hintern, du wirst dich wundern: das ist gar nicht so einfach, das Gewicht innen zu behalten!

Huhu,

du hast in der Westernreitweise gelernt, wie ich in der anderen Frage gelesen habe. Meines Wissens nach ist das, was du sagst da schon richtig. Also das äußere Bein hilft der Gewichtshilfe deutlich beim Abwenden.

Beim Englisch reiten treibt hier vermehrt dein inneres Bein das innere Hinterbein unter den Schwerpunkt und dein äußeres Bein begrenzt nur die Hinterhand. Hier ist die Körperdrehung mit am allerwichtigsten.

Es ist also weder das falsch, was du sagst, noch sind die Antworten falsch, die du bekommen hast. Es sind lediglich unterschiedliche Reitweisen, die sich in diesem Punkt eben unterscheiden.

Liebe Grüße

Okay.. ja gut.. Und was genau bedeutet jetzt wieder "begrenzt die Hinterhand"? Macht das äußere Bein dann gar nichts, also auch kein treiben oder wie?

Kann mir das halt null vorstellen.. Ich mein, wenn du im Schritt dein eines Bein etwas weiter hinten hast als dein anderes, sieht das nicht komisch aus? oO

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Der äußere Schenkel liegt beim Abwenden dann verwahrend minimal hinter seiner eigentlichen Position und liegt "atmend" am Pferd. Wenn die Hinterhand dann beim Abwenden nach außen ausschert kann der Schenkel einen kurzen Impuls geben und das verhindern. Das sieht nicht komisch aus. Aus einem guten Grundsitz mit langem Bein, ausbalanciert und mit Belastung auf allen drei Punkten und nicht nur auf den zwei Poknochen, ergibt sich das verwahrende leicht zurück gelegte äußere Bein ganz von selbst wenn man den Oberkörper in Bewegungsrichtung dreht. Bei richtigen Sitz und richtiger Gewichtshilfe machen die Beine quasi ganz von selbst, was sie sollen. In einem Westernsattel sitzt man allerdings anders und sitzt quasi im Stuhlsitz auf den Poknochen, da geht das äußere Bein eher nach vorne, wenn man sich dreht und man muss sich ganz schön verrenken um in Bewegungsrichtung zu sitzen und das äußere Bein verwahrend zurück zu legen. Er ermöglicht halt eine andere Reitweise.

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Der innere Schenkel ist immer die treibende Kraft, das ist richtig. Ich erkläre es dir mal so:

Du reitest auf einen Zirkel, dein inneres Bein ist gerade der linke Schenkel. Du treibst ganz normal weiter und bei x, also der Mitte des Zirkels, stellst du deine Hilfen um. Der äußere Zügel wird zum inneren und der äußere Schenkel wird zum inneren Schenkel. Du stellst also einfach nur um und übst keinen weiteren Druck mit dem Schenkel aus. Damit würdest du dein Pferd nämlich in den Seitengang schieben.

Du verlagerst ja direkt beim Wechsel schon dein Gewicht. Wenn du so weiter treiben würdest, aber schon vom Oberkörper eine andere Richtung ansteuerst, arbeiten deine Hilfen gegeneinander und dein Pferd weiß nicht mehr wohin.

Mein Rat - hol dir bitte einen Trainer - aber das habe ich dir ja vorhin schon geschrieben.

Okay ja, hast recht. Danke für die Antwort.

Einen Trainer werde ich dann ab nächsten Montag auch haben, aber bis dahin ist es noch so endlos lange hin.. Bin halt mal wieder etwas ungeduldig und versuche mich schon etwas "vorzubereiten", wenn du verstehst was ich meine.

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@NekuraChan

So kannst du dich darauf nicht vorbereiten. An deiner Stelle würde ich etwas Yoga machen, damit du anfängst dich gerade und locker zu halten um Verspannungen zu vermeiden. Montag ist nicht mehr lange hin, also gedulde dich etwas.

Montag ist schneller da als du denkst und du musst den Gedanken "Meine Mutter hat es mir aber so beigebracht" abschütteln. Das bringt dir nichts. Mein persönlicher Ratschlag. ;-)

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