Was bedeutet "Personalisiertes Verhältniswahlrecht"?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hei Leyla1990, du sprichst von dem Wahlrecht, das in Deutschland gilt. Bei einer Bundestagswahl hast du zwei Stimmen: Eine für ein Direktmandat und eine für eine sogenannte Liste; auf der Liste stehen die Parteien. Mit dem Direktmandat wählst du eine Person, die auf dem Wahlzettel steht; diejenige, die in deinem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, ist gewählt - das sind die "Erststimmen". Diese Person rückt in den Bundestag, wird Abgeordnete.

Die Zweitstimme gilt den Parteien; die Ergebnisse werden bundesweit addiert und dann errechnet, wie viele Stimmen die jeweilige Partei von allen Wählern in Prozent bekommen hat; z. B. 32 Prozent SPD, 36 Prozent CDU, 8 Prozent Grüne usw. Entsprechend ihrem Prozentanteil schickt die Partei dann die Abgeordneten in den Bundestag, die auf der Liste stehen.

Das heisst, dass die Hälfte der Abgeordneten "direkt" gewählt ( = Direktmandat) ist und die andere Hälfte über die "Liste" ins Parlament rückt.

o.k.? Grüße!

Das Wahlrecht der Wahl zum Bundestag.

Bei dieser Wahl hat jeder Bürger zwei Stimmen. Mit den Zweitstimmen findet eine Verhältniswahl (Listenwahl) statt, die für die Sitzverteilung im Bundestag ausschlaggebend ist. Über die Erststimme wird die Verhältniswahl mit einer Persönlichkeitswahl (Mehrheitswahl) kombiniert - eine personalisierte Verhältniswahl.

Weitere Informationen zur Bundestagswahl findest Du bei Staatsrecht for you - http://staatsrecht.honikel.de

Bei wiki und Google wird Dir geholfen. Gruß, earnest

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