Odysse und Illias ...

2 Antworten

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Ich bin Griechischstudent. Die beste deutsche Übersetzung ist diejenige von Schadewaldt, allerdings ist das eine Prosa-Übersetzung. Dafür ist sie dem Originaltext am nächsten. Wenn du etwas vom Zauber der beiden Epen spüren möchtest, dann würde ich zum alten Klassiker greifen, der metrischen Übersetzung von Voß. Wenn du etwas mehr über beide Epen wissen möchtest, dann ist das Bändchen "Homer" von Joachim Latacz sehr zu empfehlen. Einen letzten Tipp habe ich: ich würde zuerst die Odyssee lesen, erst dann die Ilias, obwohl die chronologische Reihenfolge umgekehrt ist. Glaube mir, zum Einstieg ist das wirklich besser! Sonst, fürchte ich, wird man ganz schnell entmutigt...

In Hinblick auf den Schiffskatalog in der Ilias stimme ich dir absolut zu bei der Lesereihenfolge.

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@Jerne79

Nur Schadewaldt! Selbst die Übersetzung von Hampe bei Reclam ist noch erträglicher als Voss, dafür nervt das Reclam-Format bei umfänglichen Werken. Der "Zauber" von Voss ist ein Erhaben-klingen-Wollen aus dem 18. Jahrhundert, was schon zu seiner Zeit nicht auf uneingeschränkte Wertschätzung stieß. Erhabenheit ist ein anderes Thema, aber Ilias und Odyssee waren keine Kultgedichte.

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@Oberfrosch

Freilich waren Ilias und Odyssee keine Kultgedichte, aber der Status, den gerade die Ilias hatte, rechtfertigt eine erhabene Sprache durchaus - schließlich zog man sogar, um Orakel zu geben, Verse der Ilias heran.

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Die Frage ist ja hauptsächlich, wie dicht die Übersetzung am Originaltext sein soll.

Dicht dran ist die Schadewaldt-Übersetzung: http://www.amazon.de/rororo-Klassiker-Nr-29-Die-Odyssee/dp/3499450291/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1364039154&sr=8-1

Wenn´s dir nur um den Inhalt geht, kannst du eigentlich jede Übersetzung nehmen.

Wenn´s gut lesbar sein soll, greif zu einer Prosa-Übersetzung.

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