Nicht automatisierte Dateien?!

2 Antworten

Siehe unter §3 des  Bundesdatenschutzgesetzes (Begriffsbestimmungen):

"(2) Automatisierte Verarbeitung ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen. Eine nicht automatisierte Datei ist jede nicht automatisierte Sammlung personenbezogener Daten, die gleichartig aufgebaut ist und nach bestimmten Merkmalen zugänglich ist und ausgewertet werden kann."

Eine Kiste mit Karteikarten oder eine alphabetisch sortierte Liste ist eine "gleichartige aufgebaute" Datensammlung, die "nach bestimmten Merkmalen zugänglich ist".

Also, ohne Gewähr :

Aus einer automatisierte Datei kann ich durch Verarbeitung Erkenntnisse gewinnen, z.B. wie hoch ist der Anteil der weiblichen unbefristeten Arbeitnehmer in meinem Betrieb, oder ähnlich. Das mache ich z.B. durch Filterung einer Excel-Tabelle. Oder ich erstelle eine Access-Datenbank, die ich auswerten kann.

Bilder- oder Musik-Dateien kann ich nicht automatisiert auswerten oder bearbeiten. Die kann ich einfach nur konsumieren.

Deshalb würde ich diese als "nicht-automatisiert" bezeichnen.

Der LDI NRW hat auch sogar Dateien, die mit Standard.-Büro-Software erstellt wurden (also alles, was zu Office gehört) als nicht automatisiertes Verfahren bezeichnet, im - ich glaube - 17. Tätigkeitsbericht.

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin zertifizierter Datenschutzbeauftragter

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