Nach wie vielen Jahren wing chun Unterricht, darf ich als Trainer arbeiten?

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5 Antworten

Hi! Ich bin selber Trainer im Jiu Jitsu und Ryu Ko Ichi Do. Es kommt auf die Schule drauf an, wie es mit der Trainer Lizenz gehandhabt wird. Bei uns kann man ab dem 2. Kyu (Blaugurt) eine weitere Prüfung mitablegen, um als Trainer zu gelten. Die Entscheidung, ob man Trainer wird, liegt aber auf jedenfall beim Meister und beim vorherrschenden System im Dojo. Frage doch einfach mal bei dir nach. Ohne Liezenz kannst du freilich jedem deiner Freunde und Bekannten unterricht geben. Wenn es dann aber öffentlich werden soll, musst du auf jeden Fall einen Trainerschein besitzen.

Prinzipiell ist es möglich, einen eigenen Verein zu Gründen. Du musst hald zum Registeramt und dich z.b. als e.V. melden (eingetragener Verein). Oder du meldest dich beim Dachverband an (im Jiu Jitsu ist es z.b. der A.D.D.I.) Dadurch ist das dann offiziell. Du brauchst aber eine Vereinsordnung, du musst erklären können, was und wie du das machen willst. Falls du Waffentraining machen willst, brauchst du nichts extra eintragen lassen, weil es sich im Training um keine richtigen Waffen hnadelt, sondern diese zb aus Gummi sind. Hast du aber wirklich vor, einen eigenen Verband zu Gründen, musst du viel Erfahrung im Kampfsport gesammelt haben und gute Connections haben. Weil wennn du nicht wirklich gut bist, und eigentlich noch selber in der Ausbildung bist, wirst du dich aufs ärgste blamieren. Wenn du dich nicht gut präsentieren kannst, wirst du auch vom Dachverband nicht anerkannt.

Es ist wahnsinnig viel Aufwand dahinter und kostet dich viel Zeit (und Geld)

Traurig, aber wahr:  

Jeder kann ohne irgendwelche Kenntnisse nachzuweisen eine Schule eröffnen.   Das ist rechtlich möglich.

Wenn Du für deine Außenwirkung eine Legitimation haben möchtest, kannst Du dich einem Verband deiner Wahl anschließen und dort Prüfungen ablegen oder Trainerscheine machen.  

Du darfst Dir aber auch so einfach eigene Urkunden ausdrucken. ;-)

An Deiner Stelle würde ich mir eher folgende Fragen stellen:

Was kann ich? (Nur Formen, Programme, auch anwendbare SV ohne Ansage, auch körperliches Kämpfen, oder eher die Wellness und Gesundheitsschiene?)

 Was möchte ich noch lernen und von wem?

Was möchte und kann ich vermitteln? Warum?

Hi, meine Meinung: Du musst Dir einen WingChun-Meister mit eigener Schule suchen (in München könnte ich dir einen guten Idealisten empfehlen...). Bei diesem würde ich einige Zeit trainieren. Wenn Du Dich anständig verhältst und mit offenen Karsten spielst, wird er dir sichen helfen, dir den letzten Feinschliff zu geben - dabei geht's nicht nur ums Kämpfen-Können sondern auch ums Unterrichten-Können. Solltest Du später deine eigene Schule eröffnen, hast du dann immer noch jemanden, mit dem du für dich trainieren kannst, oder den zu einem Lehrgang verpflichten kannst.

Es ist in meinen Augen wichtig, dass du keine One-Man-Show bist. Wenn Du keinen frischen Input kriegst, wird das von dir abgehaltene Training irgendwann sehr, naja, eindimensional...

bin übrigens selber WingChun-Lehrer in der Schule eines Freundes, deshalb sind obige Aussagen Eigenerfahrungen.

Die Anerkennung zum Lehrer wirst du wohl bei deinem Lehrer bekommen oder etwa nicht?

Wer, als der, der dich lehrt, kann denn besser beurteilen ob du so weit bist jemanden etwas beizubringen? Um eine eigene Schule zu eröffnen bräuchtest du das ganze dann auch noch in schriftlicher Form, für alles andere reicht es, wenn du glaubst, dass du in wt ganz fit bist.

WT ist wahrscheinlich das Paradebeispiel für dieses traurige Phänomen der Zersplitterung welches in allen KKs auftritt.

Das Problem ist ja, dass ich privat/Familiär unterrichtet wurde. Ich bin in keiner offiziellen Schule, habe aber seriöses wing chun erlernt mit allem was dazu gehört. z.B. die Formen: siu nim tao, cham kiu, biu jee und auch die Waffen-formen und Holzpuppe. Mich kann mein Onkel nicht als Trainer erklären, denn es ist nicht offiziell unterrichtet worden. Wo kann ich hin gehen und mich behaupten und zeigen, das ich das kann?

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Hallo und salue, ich denke, damit wirst Du wirklich ein größeres Problem haben.

Die EWTO ist ja, meiner Kenntnisnahme nach, ursprüglich über allen den Absplitterungen gestanden, welche jetzt WT unterrichten.

Seriöse Trainerscheine hängen ja von seriösen Schulen ab, so, und nun, wer macht dann wirklich Wing Tsung oder Wing Chun? Wo sind nur Namenähnlichkeiten, wo selbiger Stil ect. pp.

Ich selber habe wing tsung bis zum 8 Schülergrad betrieben und habe damit den Ausbilder erworben. Damals wäre es wohl so gewesen, dass ich ab dem 10. Schülergrad, wenn mein Ausbilder (das a und o von allem) damit einverstanden ist.

Ich habe keine Ahnung, wie es heute mit dem Gebietsschutz der einzelnen Schreibweisen/Stile ist. Denn auch das war ja früher ein Monopol der Ewto....

Eventuell gehst Du mal zum material-arts verband.

Lieben Gruß von Dagmar http://www.katzenkratzbrett.de

Da hast du leider eine falsche Kenntnisnahme. Das originale wing chun, was auf keinen Fall das der ewto ist oder ähnelt, hebt sich ziemlich deutlich vom wt und der Denkart und Vorgehensweise, die die Ewto vertritt, ab. Ich war auch 3 Jahre bei der ewto und kann daher nachvollziehen, warum du so denkst. bis zum 8. Schülergrad hast du erstens ne Menge Geld in die ewto gesteckt und viele Techniken und Anwendungen so gelernt, dass du bei einer Verteidigungssituation auf der Strasse, ne Menge Glück brauchst, um zu bestehen. Ich meine damit, hast du jemals z.B.gegen einen muaythai-kämpfer sparring gemacht? Dann wirst du schnell merken, das du mit deinem wt-Stand niemals stabil sein kannst und das deine Weichheit, die du ja ständig trainiert hast, überhaupt nicht effektiv gegenüber dem Angriff des muay thai-kämpfers sein kann.

Ich wünsche dir alles Gute und auch einen lieben Gruss von Michi http://www.mighty-vibez.de

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