Mythos vs. Logos?

10 Antworten

Die Begriffserklärung von MYTHOS und LOGOS ist unterschiedlicher Natur und hängt auch von der eigenen Position ab, die eingenommen wird.

Denn diese Begriffe haben im Laufe der Geschichte und vor allem im 19. Jhd. einen Deutungswandel erfahren und wofür sie verwendet werden.

I.

Bei den Altgriechen steht LOGOS für drei Arten der Überzeugung:

a)

für Vernunft(nämlich die durch Folgerichtigkeit und Beweisführung)

b)

für Ethos

c)

und für Pathos

Aber LOGOS steht auch für:

a)

das Wort,

b)

die Lehre oder

c)

das rational-abstrakte Bewusstsein.

II.

Der** MYTHOS bedeutete

ursprünglich dasselbe wie der LOGOS.

Wobei LOGOS mehr für das "sinnerfüllte",

MYTHOS dagegen das "gesprochene Wort" stand.

Der MYTHOS wurde zuerst als Bestandteil der mündlichen ÜBERLIEFERUNG definiert.

Im Mythos werden Ereignisse aber nicht nur überliefert, sondern gleichzeitig auch gedeutet und erklärt.** Ihr tieferer Sinn oder ihre tiefere Bedeutung soll vermittelt werden.

Er kann sich unter anderem ausdrücken in Symbolen, Bildern oder Allegorien.

D.h. der Versuch die Wirklichkeit zu deuten, bzw. zu erklären liegt dem Mythos zugrunde.

III.

Die mythologische Erklärung der Bibel

Im 19. Jhd. wurde im Zuge der Aufklärung

die Bibel,

ihre Begebenheiten,

ihre Gestalten,

ihre Lehren usw.

diesem Mythosverständnis unterworfen.

Begründung:

Weil ihr Inhalt mit der Rationalität(Vernunft) nicht in Einklang zu bringen ist, deshalb kann es sich nur um einen Mythos handeln.

Aus diesem Grund werden ihre Geschichten, Ereignisse und Personen als Symbole, Bilder und Allegorien gedeutet, hinter denen letztlich keine Wirklichkeit steht.

Damit verliert die Bibel auch ihren Anspruch auf Wahrheit und auch ihre Verbindlichkeit für den Menschen.

Denn einem Phantasieprodukt, hinter dem keine Wirklichkeit steht, braucht man sich auch nicht verpflichtet zu fühlen.

Bei dieser Vorstellung wird jedoch postuliert, dass es keine transzendente Wirklichkeit geben kann.

Und wenn es diese nicht gibt, können auch die berichteten biblischen Ereignisse keiner Wirklichkeit entsprechen.

Diese Begründung geht von der Auffassung aus, dass es keinen Gott und damit auch kein göttliches Wirken geben kann.

Diese Auffassung gründet sich in Wirklichkeit auf die atheistische Weltanschauung(Ideologie) und nicht auf die Wissenschaft. Denn es gibt für beide Seiten keinen wissenschaftlichen Beweis, ob es nun Gott gibt oder nicht.

Nur aufgrund dieser Weltanschauung wird die Bibel der mythologischen Erklärung unterworfen und ihrer Verbindlichkeit in Abrede gestellt.

Zugleich wird die menschliche Vernunft zum höchsten Prinzip erhoben, das entscheidet was wahr und nicht wahr sein kann.

Tatsache ist jedoch, dass wir mit unserer RATIO allein weder den Ursprung noch den Sinn des Universums begründen noch erklären können.

Darum ist der Mensch auf eine andere Informationsebene(Quelle) angewiesen, die in der Offenbarung liegt.

IV.

Warum die Bibel kein Mythos ist.

Es gibt eine Reihe konkreter Gründe dafür, warum die Bibel kein Mythos ist.

a)

Die HISTORIZITÄT der GESCHICHTLICHEN BERICHTE, über Ereignisse, Personen, kultureller Gegebenheiten, konkreter Verbindungen zu anderen Völker und Kulturen, deren heute schon viele durch die Archäologie bestätigt worden sind.

b)

Durch eine Fülle konkret gegebener Vorhersagen:

über Personen,

politischer Ereignisse und

über das Schicksal von Kulturen.

In Zentrum dieser Vorhersagen steht das Kommen des Messias.

Seine Person und sein Wirken werden detailreich vorhergesagt.

VORHERSAGE und ERFÜLLUNG sind einer der markanten Beweise für den göttlichen Offenbarungscharakter der Bibel.

Im Mythos finden wir keine konkreten Vorhersagen über zukünftige Ereignisse, weil sich dieser nur mit der Vergangenheit beschäftigt.

c)

Durch die Handlungsweise(psychologische Verhaltensweise) jener Personen, die von den Ereignissen berichtet haben. (Da es sich um ein weiters umfangreiches Thema handeln würde, muss ich es notgedrungener maßen weglassen. Wer jedoch mehr darüber erfahren möchte kann sich gerne an mich wenden.)

Eines wird dadurch klar und erkennbar, dass diese Menschen keiner religiösen Phantasterei unterlegen sind, noch leichtgläubige Menschen Gewässern sind, sondern genauso mit dem gekämpft haben was sie als real erlebt haben was aber zugleich nicht mit ihrer Vernunft nicht in Einklang bringen konnten.

Was aber markant am "ungläubigen Thomas" sichtbar geworden ist.(Johannes 20, 24-31 bitte nachzulesen).

In seinem Verhalten unterscheidet er sich in keinerlei weise vom heutigen rational und skeptisch denkenden Menschen.

So wie er auf die Auferstehung reagiert hat, reagieren die Menschen heute genauso!

"Ich kann es nicht glauben!"

So wie er das Unfassbare nicht wahrhaben wollte, wollen es auch heute viele Menschen nicht akzeptieren.

Und doch ist es geschehen und zum Fundament der christlichen Hoffnung geworden.

Ohne diesem unbegreiflichen Ereignis wäre das Christentum sinnlos, so wie es auch Paulus auf den Punkt gebracht hat. (1.Korinther 15, 12-20).

Darum ist das, was die Apostel in der Bibel berichten kein Mythos, sondern die Wirklichkeit gewesen, die sie unter dem Einsatz ihres persönlichen Lebens den Menschen mitgeteilt haben.

Warum Petrus sein Leben dafür eingesetzt hat, hat er mit folgendem Bekenntnis begründet:

"Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch mitgeteilt haben die Kraft und das Kommen Jesu Christi;

sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen..." 2. Petrus 1, 16-18)

"Diesen Jesus hat Gott auferweckt;

dessen sind wir Zeugen." Apostelgeschichte 2, 32.

Korrektur

Der Satz müsste lauten:

"Eines wird dadurch klar und erkennbar, dass diese Menschen keiner religiösen Phantasterei unterlegen sind, noch leichtgläubige Menschen waren."

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Hi,

Im Laufe unserer Geschichte haben wir Menschen zwei verschiedene Ansätze verwendet, um über die Welt um uns herum denken und das Wissen über sie erwerben: mythische Denken und logisches Denken. In the first eight issues and twenty-five articles here at Journey to the Sea , we have explored a wide variety of material produced through mythical thinking. In den ersten acht Fragen und 25 Artikel, hier bei Journey to the Sea, haben wir Denken untersucht eine Vielzahl von mythischen Material hergestellt durch. In this issue, I want to take a step back from these mythic narratives to contrast these two ways of thinking. In dieser Ausgabe möchte ich einen Schritt zurück von diesen mythischen Erzählungen zu ergreifen, um diese beiden Denkweisen Kontrast. Grasping the distinction between these two approaches can provide insight into and appreciation for these stories which we might otherwise dismiss as illogical — as well as help us embrace a little more mythical thinking in our own lives. Greifen die Unterscheidung zwischen diesen beiden Ansätzen kann einen Einblick in und Verständnis für diese Geschichten, die wir sonst als unlogisch sein entlassen - sowie Helfen Sie uns umarmen ein wenig mehr mythischen Denkens in unserem eigenen Leben.

Welches grottige Übersetzungsprogramm war denn da am Werke?

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Hallo!

Mythos - definition

Mythos - Definition Myhtos, grch. „Erzählung“, handelt über Götter, Heroen und Ereignisse aus vorgeschichtl. Zeit und dich sich darin ausdrückende Weltdeutung. Mythen erzählen die Suche des Menschen nach dem Verständnis seiner selbst und der Welt aus ihren Ursprüngen heraus. Mythen waren häufig in der Antike anzutreffen und solange es noch das mythische Verstehen innerhalb der gesellschaftlichen Gruppe gewährleistet war. Die Antike legte den Mythen der eiegenen Kulutr in unterschiedlicher Weise kritisch aus und setzte ihnen den Begriff des Logos, das vernünftige Denken und Reden, entgegen. (artikelpedia.com)

Genaues über logos erfährst Du auf Wikipädia.

lg bibi

Der Mythos ist eine intuitive Art, etwas zu verstehen und der Logos eine rationale. Wenn Du etwas mythisch erklärst, benutzt Du Gleichnisse und beim logischen Erklären "rechnest Du es durch". Das sind im Grunde zwei Herangehensweisen des menschlichen Geistes, an die Realität. Man sollte sie nicht gegeneinander ausspielen, sondern sich ergänzen lassen, denn beide haben jeweils ihre Stärken und Schwächen.

Ich hoffe, ich habe die Frage ungefähr so verstanden, wie Du sie gemeint hast (ist wirklich seeehr knapp formuliert).

Das sind nur zwei verschiedene Blickwinkel auf dieselbe - einzige - Wirklichkeit.

Der rationale Verstand (typisch: linke Hirnhälfte) erklärt die Dinge so, wie es seinen Möglichkeiten entspricht: linear und grobstoffliche-materie-orientiert.

Der andere Teil von uns - unbeholfen "Gefühlswelt" genannt (typisch: rechte Hirnhälfte) erklärt die Dinge anhand seiner spezifischen Möglichkeiten ganz anders: ganzheitlich, in Analogien, feinstofflich-geist-bewußtseins-seelen-orientiert.

Leider sind die Fähigkeiten der rechten Hirnhälfte beim "normalen" Menschen der zivilisierten Gesellschaft stark ins Hintertreffen geraten - deswegen verstehen die meisten die aus diesem Teil stammenden und für diesen Teil bestimmten Erklärungen nicht (mehr). Das ist ein Symptom der "Kollektiven Zivilisations-Neurose / Krankheit der Gesellschaft". Zu Details siehe meinen gleichnamigen TIPP hier bei GF.

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