Beziehung zwischen Mythos und Logos?

2 Antworten

Solange Du in einem mythischen Weltbild lebst, fehlt Dir die kritische Distanz es als Mythos zu erkennen.

Erst mit der Zeit der Aufklärung, geprägt durch die Vernunft, den Logos, nimmst Du eine Außensicht ein, mit der Du den Mythos als solchen erkennen kannst. Und eben auch als das Frühere, das das Weltbild vor der Aufklärung war.

Als Kind glaubst Du an die Zahnfee, den Weihnachtsmann, den Osterhasen, eine beseelte Umwelt, daran dass Deine Eltern alles können, etc. Du hinterfragst das nicht. Erst später, mit Hilfe der Vernunft, erkennst Du, dass das Mythen sind.

  • Nein, das ist wohl nicht gemeint. Mythos ("Mythen/Legenden als Erklärung") und Logos (Verstand/Vernunft/Einsicht in die tatsächlichen Abläufe") sind gegensätzliche Arten, wie man sich die Welt erklären kann. Warum man dafür so schwierige Begriffe wählen muss, kann ich leider auch nicht erklären. Erleichtert ja nicht gerade die Zugänglichkeit zum Thema.
  • Mit dem Zitat ist gemeint: Wer an den Mythos glaubt und ihn zur Erklärung der Welt heranzieht, der hält das ja für wahr und nicht für einen Mythos. Der Begriff "Mythos" im Sinne von "ausgedacht" macht also nur Sinn für jene, die das von außen betrachten und die reale Erklärung kennen, also für jene, die mit Logos vorgehen.
  • Der zweite Satz des Zitats soll bedeuten: Wenn wir mit Logos vorgehen, dann werden wir das frühere Vorgehen als Mythos bezeichnen, also "Mythos = das Frühere / die frühere Erklärung".

siehe vielleicht auch hier:

https://www.edidact.de/contentBase/edidact/vorschau/3-04-04-61-4.19.pdf

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