Muss ich den "Neger" in Kinderbüchern umschreiben?

35 Antworten

Ok, jetzt ist es an der Zeit, dass ich einmal ein paar Zeilen über diesen Thread los werde: Ich bin Tibor Sturm. Ich bin wegen meiner Hautfarbe angegriffen, geschlagen und schlußendlich Eingesperrt worden. Für mehr Informationen einfach meinen Bürgerlichen Namen googlen.

Das folgende ist für diejenigen, welche das "N-Wort" so lapidar hier niederschrieben:

Urteil des Amtsgerichts Schwäbisch Hall vom 15. Juni 2000: Wer einen Schwarzen öffentlich als "Neger" bezeichnet, darf ungestraft "Rassist" genannt werden. So lautet ein Urteil des Amtsgerichts Schwäbisch Hall vom 15. Juni 2000. Gegen Ende des Urteils äußert die Richterin unter anderem, dass es für sie „schwer vorstellbar“ sei, dass dem Kläger (dem angeblich nicht bewusst gewesen ist, daß es sich dabei um ein Schimpfwort handelt)„der diffamierende Charakter des Ausdrucks „Neger“ nicht bekannt gewesen sein soll.

Das Urteil trägt die Geschäftsnummer 6 C 154/ 00


Ihr sagt das Wort nur im Guten ? Dann seid ihr GUTE RASSISTEN . Jetzt gechecked ?

Kennt ihr Wikipedia ? Da steht eine sehr gute Definition über das N-Wort drin. Erst WIRKLICH Informieren und dann im WORLD WIDE WEB posten.

So viel gesammeltes und noch dazu rezensiertes Unwissen findet man für gewöhnlich nur auf einer Nazi-Site. Glückwunsch!

Das Wort "Neger" ist nur für den abwertend, der es abwertend sehen will. Es ist lächerlich hinter jedem Begriff etwas rassistisches sehen zu wollen. Wenn man Kinderbücher - auch Pipi Langstrumpf - nicht mehr ohne das Wort "Neger" vorlesen dürfte, müsste auch andere Literatur wie Wilhelm Busch - der Mohr - nicht mehr vorgelesen werden, denn "Mohr" könnte man - wenn man das denn auch will - ebenso abwertend sehen, wie das Wort "Neger" . Auch ich bin mit dem Wort aufgewachsen und habe absolut keine rassistischen Hintergedanken wenn ich es höre oder verwende. Allein die Frage, ob man diesen Begriff seinen Kindern aus Büchern vorlesen darf oder sollte, finde ich schon eher daneben, als das Wort "Neger" .

so viele schlaue antworten... man man man.... also ich als betroffene kann dazu nur sagen das es ja vollkommen klar ist wo das wort her kommt und man die bedeutung auch kennt... ich bin der meinung das man dieses wort nicht aus jedem Kinderbuch entfernen sollte, man es dam kind so vorlesen und es dann erklären und dem kind sagen das es einen stärker Pigmentierten Mitbürger nicht so anreden soll, weil dieser es als beleidigung verspüren könnte... MfG

Ich bin mit dem Wort "Neger" aufgewachsen und finde es bis heute nicht abwertend, vielleicht auch deshalb, weil ein dunkelhäutiger Mensch für mich denselben Wert hat(schrecklich, diese Bezeichnung) wie ein Bleichgesicht. Mensch ist Mensch, egal, ob schwarz, braun, gelb, rot, weiß oder wie auch immer. Wir können alle nichts für unsere Hautfarbe.

Das ist zwar richtig, darum geht es aber doch hier gar nicht.

Der Begriff Neger IST in unserem Sprachgebrauch abwertend gemeint. Ein Neger ist kein Schwarzer, sondern vorbelegt mit einem primitiven unkultivierten schwarzen Menschen. Gleichbedeutend mit Diener oder Sklave: "Ich bin doch nicht dein Neger !" etc.

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Warum findest du "Neger" dann unproblematisch, wenn für dich alle Menschen gleich sind? Könntest du dann z.B. nicht einfach Mensch sagen?

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@Lilart

Wann gebraucht man dieses Wort schon?! Aber irgendwann benutzt man es einfach, um einen Menschen mit dunkler Hautfarbe zu beschreiben im Gegensatz zu einem Weißen.

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Für mich ist es auch "Nationalist" kein Schimpfwort...Darf ich Dich N.A.Z.I nennen?

Die Afrikaner sind schwarz, Ihr seid rot....Das sind alle Farben.

Sie sind dunkel, Ihr seid blass...Es ist Geschmackssache.

Wie wäre es einfach mit "Afrikaner", oder es zu versuchen, sein Landbezeichnung zu beziehen?

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giorgio del corte:

ich wuchs auch mit dem Begriff "Neger" auf und habe diesen nicht als diskriminierend empfunden. Er bezeichnete lediglich Personen mit brauner oder dunkelbrauner Hautfarbe. Ich benutze die Bezeichnung seit langem nicht mehr, weil sie heute als diskriminierend aufgefaßt werden könnte. Genauso wenig benutze ich das früher unbefangen gebrauchte Wort "pharisäerhaft" - Denn der Begriff hat nichts mit der großartigen jüdischen Tradition zu tun.

Sehr eindrucksvoll war für mich in der Kindheit - also bei mir in den fünfziger Jahren - die Äußerung eines Jugendpfarrers auf einer Jugendfreizeit. Er sagte, wir sollten uns doch nicht einbilden, wir seien "Weiße". Er hob dann ein weißes Blatt neben sein gut durchblutetes Gesicht und teilte mit:

" Wir sind rosa wie die Schweine. "

Also, wenn ich dies Experiment heute wieder durchführe, dann ist das Ergebnis dasselbe:

" wir sind nicht 'weiß' sondern rosa wie die Schweine. "

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