Muß ein Mädchen zur katholischen Kommunion unbedingt ein weißes Kleid anziehen oder gibt es Alternativen?

5 Antworten

Das weiße Kleid ist ein bedeutungsschwerer und traditioneller Symbol. Theologisch gibt es für diesen Fall keine gültige Vorschrift. Also wäre man in der Wahl der Kleidung frei. Allerdings werden sich wohl die Leute darüber zerreissen und das Kind wird mit Hänseleien rechnen müssen, wenn man da aus der Reihe tanzt!

Das Symbol des weißen Kleides hat allerdings schon eine sehr lange Tradition - und so schwer ist die Bedeutung dann nicht, dafür aber durchaus theologisch.

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Hi Ophelia, sicher bin ich mir nicht - aber zum einen dürfte das im Wesentlichen vom Pfarrer abhängen; zum anderen solltet ihr es einmal über http://www.kath.de probieren ... Viel Erfolg!

Also es gibt wunderschöne (Kommunions)Anzüge für Mädchen in Holland, echt sehr schön! Außerdem sind bei der letzten KOmmunion in unsere Nachbargemeinde alle Kinder in Meßdienergewänden zur Messe gekommen.Fanden ALLE spitze!Außerdem gibt dann auch nicht den Streß mit der Kleidung und es ist viel billiger.

Meine Nichte hat sich gewünscht, dass sie kein Kleid anziehen muss. Sie hat sich dann zusammen mit meiner Schwester eine weisse Hose, dazu passendes weißes Oberteil und eine gehäkelte Mütze gekauft. Ich fand ihre Entscheidung sehr mutig und toll. Sie trägt normal sehr gerne Kleider, wollte sich aber zu diesem Anlass nicht in eine "Uniform" zwängen lassen. Es hat auch keiner in der Kirche protestiert (auch der Pfarrer nicht), die Reaktionen waren durchweg positiv.

Oh ja - wenn es sich um eine Frage der Mode handelt, finde ich die Lösung mit dem Anzug auch sehr hübsch.

Meine Tochter wollte damals auch nicht so ein Spitzenkleid mit Reifrock anziehen. Da hätte sie sich gar nicht drin bewegen können. Wir haben ein wunderschönes schlichtes Kleid selbst genäht.

Inzwischen sind ja zumindest Reifröcke weitgehend wieder "out".

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Das weiße Kleid bei der Erstkommunion hat Symbolcharakter:

Wir haben bei der Taufe das weiße Kleid bekommen als Zeichen dafür, daß wir nun frei von aller Sünde sind.

In der Urkirche war es so, daß in der Osternacht getauft wurde, und daß die Täuflinge danach noch eine Woche lang ihr weißes Kleid als äußeres Zeichen dafür trugen, daß sie nun dazugehörten.

Der weiße Sonntag - als der Tag der Erstkommunion - trägt seinen Namen auch daher, daß die Täuflinge bis zu diesem Tag in weiß gekleidet waren.

In unserer Zeit ist davon nur noch das weiße Kleid bei den Mädchen übriggeblieben - wenn überhaupt.

In vielen Gemeinden ist es inzwischen so, daß die Kinder anziehen können, was sie wollen, weil sie sowieso ein einheitliches Gewand gestellt bekommen.

Auch grundsätzlich kann man seinem Kind natürlich anziehen, was man will. Allerdings ist es vielleicht doch ratsam, sich ein wenig den Gepflogenheiten in der jeweiligen Gemeinde anzupassen, damit das Kind sich nicht ausgegrenzt fühlt.

Pima Antwort. Darauf ein dreifaches DH, DH, DH!

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Zuerst mal schön dass du einen solche Antwort gibst anjanni. Doch dies sollte auch der Wahrheit entspringen!! Nie wurden in der Ur-kirche besondere Kleider angezogen. Die heidnischen Bräuche von Ostern zogen erst ca 400 Jahre nach Christus in die Amtskirchen ein. (Wikipedia>Ostern)Nieee wurden Kinder getauft-da sie den Zweck gar nicth ein Leben lang übersehen konnten. Wegen einem weißen Sonntag bist du noch lange nicht frei von Sünde! Dein 1. Satz ist richtig es dreht sich nur um Gefühlsduselei und Symbole.Was ein wahrer christ nicht sollte

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@brettpit

Och nö * gg * ...

Du bist nicht wegen dem weißen Sonntag frei von Sünde, sondern durch die Taufe. Aber das ist Theologie und christlicher Glaube - vermutlich nicht ganz Deine Welt.

Ostern war schon in der Urkirche ein besonderes Fest. Interessanterweise ist nämlich das christliche Osterfest eine Fortsetzung des jüdischen Passah-Festes. Zufällig hat das gerade nichts mit den Osterhasen und anderen heidnischen Bräuchen zu tun.

Du hast recht, daß in der Urkirche in erster Linie Erwachsene getauft wurden. Die Kindertaufe gab es erst sehr viel später. Aber deshalb habe ich nichts falsches geschrieben...

Ach ja: Es handelt sich um Symbole, aber nicht Gefühlsduselei. Das sind schon noch deutliche Unterschiede, die man auch mal ruhig kennen dürfte.

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@anjanni

Wieso soll man das Passah-Fest fortsetzten? Als Christ? gg Wer ist die Göttin Ostera? Es reicht aber der Platz nicht -in deiner Welt:-)

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@brettpit

@brettpit: Weißt Du, im Moment kannst Du Dich nur noch blamieren. Aber ich erkläre es Dir gerne noch mal:

Ich bezweifle nicht, daß das Wort "Ostern" nordische Wurzeln hat. Es geht aber nicht um den Namen, sondern um den Sinn des Festes. Und daß das christliche Osterfest einen Sinn hat (für die, die es christlich feiern), dürfte Dir nicht entgangen sein.

Nun - zu den Zusammenhängen zwischen dem christlichen Osterfest und dem jüdischen Passahfest wirst Du doch sicherlich was bei Wikipedia finden? Das würde hier sonst vielleicht doch den Rahmen sprengen. Ganz kurz: Jesus war Jude, hat an einem jüdischen Passahfest das sogenannte letzte Abendmahl gefeiert, wurde am Tag danach gekreuzigt und ist dann am dritten Tag nach seinem Tod auferstanden. Christen sind sich ihrer jüdischen Wurzeln sehr wohl bewußt, was man in ihren Feiern - auch Gottesdienst genannt - durchaus bemerken kann. Im katholischen Ostergottesdienst wird an das jüdische Passahfest, das an den Durchzug durch's Rote Meer, an den Auszug aus Ägypten erinnert, gedacht.

Mit der nordischen Göttin Ostera hat das überhaupt nichts zu tun. Warum sollte ich etwas mit heidnischen Bräuchen erklären, was überhaupt was ganz anderes ist?

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@anjanni

Nimmst dich wichtig ? doch die Argumente ziehen immer noch nicht.Danke für deine Erklärung an der ich deine "kenntnis" gut erkenne.

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@brettpit

Ich weiß nicht, wo Du Dein sogenanntes Wissen her hast - ich hab's studiert.

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