Mit 17 Ausgezogen um eine Ausbildung an einer Modeschule zu beginnen doch jetzt Zweifel und starkes Heimweh?

2 Antworten

Das Heimweh wird mit der Zeit vergehen. Und in der Zwischenzeit kannst du dich damit trösten, dass du ja nur fünf Tage von den Eltern und Geschwistern getrennt bist. Dann bist du schon wieder zwei Tage mit ihnen zusammen. Wenn du zuhause geblieben wärst, könntest du deine Wunschausbildung nicht machen und könntest nicht den Beruf ergreifen, den du willst. Vielleicht tröstet dich das ein bisschen.

In Dir spielt sich ein enormer Kampf ab zwischen der Erinnerung an Deine geborgene Kindheit in der Familie und dem Wissen, dass Du das Alter erreicht hast, wo Du vorallem eigene Entscheidungen treffen musst.

Und es ist nunmal das Letztere, was jetzt aktuell ist - das ist meine Meinung.

Du hast diese Entscheidung ja nicht sinn- und planlos getroffen, sondern weil Du davon überzeugt warst. Alles wieder hinzuschmeissen würde eine äusserst unbefriedigende Empfindung zur Folge haben, die Dein ganzes Leben beeinflussen wird. Denn Du würdest Dir selbst nicht mehr vertrauen können.

Ich denke mal, dass es vollauf genügen müsste, wenn Du jedes zweites Wochenende nach Hause fährst - alle Deine Lieben inklusive Katze und Hundchen niederbusselst und einen schönen Tag mit ihnen hast, und dann wieder zurück fährst, um Dein Ziel zu vollenden.

Was spricht dagegen, nach dem Abschluss auch noch Kunst zu studieren?

Wow danke das war jetzt wirklich sehr Hilfreich. und du hast recht das war auch mein Plan danach kunst zu studieren. Es war nur das Heimweh oder ist das Heimweh was es mir nicht leicht macht. Aber das war wirklich total hilfreich und ich glaube du hast recht. ich sollte nicht jedes Wochenende nachhause sondern meine Wg auch zu einem zuhause werden lassen und nicht so als qual sehen. vielen vielen dank

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@biebersgeliebte

Spräche denn etwas gegen ein kleines Haustierchen, das sich leicht mitnehmen lässt, wenn Du nach Hause fährst? Ein Meerschweinchen z.B. Wenn Du für es bei Deinen Eltern z.B. auch einen Käfig aufstellst, dann kannst Du es in einer kleinen Tasche transportieren, die Du im Zug z.B. am Schoss hast. So was Kleines zum Knuddeln und zum Schmusen ist viel wert. Und dann fielen mir noch wirklich schöne warme Decken und Pölster ein, zum Reinkuscheln wenn Du nach Hause kommst. Und wenns ganz schlimm wird, dann warm anziehen und joggen gehen mit dem Ipod Deine Lieblingslieder dazu hören, und Dich richtig auspowern. Du wirst Dich wundern, welch klaren Kopf Du dann auf einmal hast. Du packst das, mein Mädchen.

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Heimweh nach 3 Jahren Studium

Hi Leute,

studiere jetzt seit 3 Jahren in einer Stadt, die ungefähr 200km von meiner Heimat entfernt ist. Natürlich hatte ich anfangs Heimweh, was dann aber nach einer gewissen Zeit wieder verflog. Es hat sich dann so eingependelt, dass ich ca. alle 2 Wochen nach Hause fahre. Im letzten Semester war ich aber nur ein einziges Mal über eine Nacht zu Hause, und habe mich total unwohl gefühlt: Nicht weil es anders als sonst zuhause war, sondern weil ich das Gefühl nicht ertragen konnte danach wieder in diese kalte Einsamkeit meines Studienwohnortes fahren zu müssen. Bei mir zuhause ist immer etwas los, da wir eine Großfamilie sind. Ich bekomme das Gefühl gebraucht zu werden, und brauch mich nicht zu verstellen. Außerdem habe ich auch mal Jemanden zum reden.

In der Wohnung meines Studienortes ist das alles ganz anders: Ich bin eigentlich die meiste Zeit einsam, und wenn ich dann mal etwas mit Freunden unternehme nerven diese mich schnell, da ich nicht wirklich an den Personen selbst interessiert bin, sondern nur an Gesellschaft. Ich wohne in einer WG mit einem guten Freund. Leider habe ich aber das Gefühl , dass uns irgendwie nichts mehr verbindet. Wir haben uns irgendwie auseinandergelebt. Er erzählt ewig lang irgendwelche Details aus seinem Studium oder von PC-Spielen, was mich eigentlich überhaupt nicht interessiert. Versuche ich jedoch mal ein Gespräch ins rollen zu bringen, in dem ich auch mal über meine Sorgen reden kann, geigt er immer nur sehr kurze Antworten und spielt dabei meist PC. Er ist irgendwie nicht mehr so für mich da wie er das früher mal war, und mittlerweile nervt mich seine Art nur noch, und ich bin den ganzen Tag fast depressiv und fühle mich schlecht weil ich einfach so einsam bin. Ich habe schon oft versucht mir andere Freunde zu suchen, aber bisher habe ich noch nie jemanden getroffen mit dem ich auf einer Wellenlänge bin.

In den letzten 3 Wochen war ich dann wieder mal zuhause, und es war so wunderschön! Mir ging es jeden Tag ausgezeichnet und ich konnte garnicht mehr verstehen wie es mir eigentlich so schlecht gehen konnte.

Jetzt bin ich wieder in der WG und ich will einfach nur wieder nachhause. Hat jemand einen Rat für mich?

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