Meine Tochter, 25 Monate, möchte plötzlich nicht mehr allein einschlafen

11 Antworten

Also wir haben bei beiden Kindern die Erfahrung gemacht, daß es immer wieder solche Phasen gibt. Die kommen von alleine - und meistens gehen sie auch relativ schnell wieder vorbei. Wir haben unseren Kinder immer gegeben, was sie brauchten, um einzuschlafen. Wenn das bedeutet hat, daß wir neben dem Bett sitzen mußten, dann haben wir das gemacht. Nach zwei oder drei Tagen haben wir dann probiert, das Zimmer zu verlassen (ganz wichtig: wirklich alle paar Tage austesten, ob es jetzt auch wieder anders geht). Wenn sie geweint haben, haben wir kurz gewartet und sind dann wieder reingegangen und haben uns wieder dazugesetzt.

Ich gebe zu, die Wochen waren für uns teilweise sehr anstrengend (die längste Phase war acht Wochen lang) - aber brüllende Kinder, die nicht schlafen wollen oder könen, sind auch nicht gerade entspannend!

Hör auf Deinen Bauch! Wenn Du meinst, Dich dazusetzen zu müssen, dann mach das auch! Und laß Dich nicht beirren von den anderen Meinungen hier. Ich kenne sehr viele Eltern, die es genauso gemacht haben - und die Kinder schlafen alle problemlos. Die meisten, die dagegen sind, haben wenig eigene Erfahrungen damit gemacht.

Es kann sein, dass in ihrem Zimmer irgendein Schatten ist der sie ängstigt. Oder ein Geräusch hörbar, was sie nicht einordnen kann. Etwas eigentlich alltägliches, was in Dunkelheit oder Dämmerung bedrohlich wird. (Ich hatte ein Knochengerüst (Skelett) vorm Fenster, das entstand durch Schatten von einem Baum und dem Muster der Gardine, wenn sie vom Wind durchs gekippte Fenster bewegt wurde. Konnte keiner sehen ausser mir!)

In dem Alter wo sie jetzt ist können sie das aber noch nicht benennen oder erklären, aber die Angst ist real- für sie- für einen Erwachsenen aber nicht (mehr) nachvollziehbar.

Schläft sie in einem Kinderbettchen? Wenn nicht, könntest du dich ein Weilchen dazulegen und sie duckeln. Meiner Meinung nach, kann man ein Kind in dieser Hinsicht nicht verwöhnen. Meine Beiden hatten auch zwischendurch immer mal so Phasen, wo ich dableiben sollte. Das hat sich nach einer Weile dann gelegt, flammte wieder auf, legte sich.... Irgendwann schliefen sie alleine und fanden es sogar doof, wenn ich mich dazulegen wollte ;-))

Wenn sie sich tatsächlich daran "gewöhnt", dann kannst du es ihr auch wieder abgewöhnen. Du musst halt zwischendurch mal aufs Klo und sagst ich komm sofort wieder. Das tust du dann auch. Und die Klozeiten werden nach und nach immer länger. (Oder jemanden anrufen, oder ein Fenster zumachen, oder was aus dem Keller holen...) Wenn sie dann schon schläft, zudecken, was nettes sagen und verschwinden... Wenn sie noch nicht schläft weiter wachen. Das gibt sich wieder!

Du hast da schon ganz genau die richtigen Gedanken. Deine Tochter ist gerade in einem Alter, wo sie festgestellt hat, daß sie in der Welt etwas beeinflussen kann. Und das probiert sie jetzt an ganz vielen Stellen aus. Das ist die Ursache der sogenannten "Trotzphase" Und die fängt jetzt wohl gerade an. Wie der Name schon sagt, ist es eine Phase, aber gerade beim Einschlafen sollte man nix einreißen lassen. Es spricht nichts dagegen, wenn Du ihr den Wunsch mal erfüllst, aber mach es nicht auf Dauer. Sonst endest Du wie mein Arbeitkollege (der ist Sozialarbeiter lach): Seine Tochter ist 5 und er liegt jeden Abend eine halbe Stunde bei ihr im Bett, bis sie eingeschlafen ist...^^

Was möchtest Du wissen?